ABA-BLOG

NAGEL-Redaktion – Abenteuerspielplätze und Kinderbauernhöfe

Foto: Rainer Deimel (2009)
Foto: Rainer Deimel (2009)

„Gib Kindern Bretter, und sie bauen eine Hütte. Gib Kindern eine Hütte, so machen sie daraus Bretter.“

Toni Anderfuhren im Tages-Anzeiger (Zürich) vom 29. November 2005; verstorben am 30. Oktober 2016

 

„Als offensive Interessenvertretung der bundesrepublikanischenRTEmagicC_Titel_Thole.jpg Abenteuer-, Bau- und Aktivspielplätze sowie der Jugendfarmen und Spielmobile haben in den letzten Jahren der ‚ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.‘, Dortmund, sowie der ‚Bund der Jugendarmen und Aktivspielplätze e.V.‘, Stuttgart, über die jeweiligen Landesgrenzen hinaus fachliche Anerkennung erlangt.“

Prof. Dr. Werner Thole, Universität Kassel, in „Kinder- und Jugendarbeit – Eine Einführung“, Weinheim 2000, Seite 121

Bisweilen kann man den Eindruck gewinnen, das Thema „Abenteuerspielplätze und Kinderbauernhöfe“ würde in der Öffentlichkeit nicht die Rolle spielen, die ihm angemessen sein müsste. Gegenwärtig müssen wir feststellen, dass Abenteuerspielplätze für die kindliche Entwicklung wichtiger denn je sind. Auf diesem Umstand haben wir anlässlich des Weltspieltages 2009 (28. Mai) mit Nachdruck hingewiesen. Erfreulicherweise hat ein guter Teil der Medien darauf reagiert. Exemplarisch können Sie sich hier zum Bericht in Focus Online vom 25. Mai 2009 durchklicken. In diesem Verzeichnis finden Sie diverses Material. Viel Erfolg beim Stöbern!

ABA Fachverband
– NAGEL-Redaktion –

 

Abenteuerspielplätze in NRW – Auswertung der ABA-Befragung

Für die Erarbeitung des 10. Kinder- und Jugendberichts des Landes Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2015 führte der ABA Fachverband eine telefonische Befragung der ihm angeschlossenen Abenteuer- bzw. Bauspielplätze (ASP) durch und erhob die nachfolgenden Daten. Im Zentrum des Interesses standen die Besucherstruktur der Plätze, die Frage nach der Kooperation mit Schulen sowie Fragestellungen, die von Befunden der Strukturdatenerhebung der Landesjugendämter vom Berichtsjahr 2011 abgeleitet wurden. Von September bis November 2013 wurden die Daten von 30 Abenteuerspielplätzen – etwa ein Drittel aller Plätze in NRW – erhoben. Bei der Auswahl der befragten Plätze wurden die verschiedenen Regionen des Landes berücksichtigt, so dass die Umfrage aus Sicht des ABA Fachverbandes als relativ repräsentativ gelten kann.

Auswertung Abenteuerspielplaetze 2013

 

 RTEmagicC_Titel_BdJA_Film.jpgFilm zum Thema (2011)

 Der Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze hat einen neuen Film zum Thema produziert. Wir haben ihn hier verlinkt (Spieldauer etwa 25 Minuten). Geeignet  für Pädagog(inne)n, die erfahren wollen, worum es geht, und vor allem für verantworungsbewusste Politiker(innen). Zum Ansehen bitte das Bild rechts anklicken!

Folgende Beiträge stehen hier zur Verfügung:

Was haben Abenteuerspielplätze mit Abenteuer zu tun?

Dieser Frage ist Rainer Deimel, Mitarbeiter des ABA Fachverbandes, aktuell 2010 nachgegangen.

Der Betreute Spielplatz

Pädagogisches Relikt, zeitgemäßer Spielraum oder unverzichtbarer Lebensraum für Kinder?Ein Beitrag von Prof. em. Dr. Georg Schottmayer (Universität Hamburg). Er erschien im Original in der Dokumentation „Lernfeld Bauspielplatz – 20 Jahre Bauspielplatz Nürnberg-Langwasser“. Der Beitrag wurde ferner veröffentlicht in: DER NAGEL 57/1995.

Sind Abenteuerspielplätze noch zeitgemäß?

Diese Frage versuchte Antje Meyer bereits Anfang der 1990er-Jahre zu beantworten. Seinerzeit war sie Referentin beim Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg. Der Beitrag wurde im NAGEL 55/1993 veröffentlicht. Hier ist er seite August 2002 zu finden.

Der Abenteuerspielplatz – eine Einrichtung zur demokratischen Sozialisation

Zur Prävention von Gewalt gegen sich und andere. Eine Betrachtung von Rainer Deimel und Dorothea Lukowski.

Entwicklung der Abenteuerspielplätze – Konjunktur und Perspektiven

Diesen Beitrag verfasste Rainer Deimel anlässlich des 30jährigen Bestehens des Bauspielplatzes Langwassser (Nürnberg). Erschienen ist der Beitrag zunächst in dem Buch „Wo die Kinder spielen(d) lernen“, erschienen 2003 im emwe-Verlag, Nürnberg 2003. Die Verwendung hier geschieht mit freundlicher Genehmigung des Teams vom Bauspielplatz und des emwe-Verlages. Trotz des etwas spröden Titels führt der Artikel wesentliche Aspekte auf, die gegenwärtig hilfreich sind, Abenteuerspielplätze wieder stärker ins Bewusstsein und – hoffentlich – ins politische Handeln zu rücken.

Wo die wilden Kinder spielen …

Ein Versuch mit einem erweiterten Bildungsbegriff in der Spielplatzarbeit umzugehen. Dieser Beitrag reflektiert auf hervorragende Weise den Alltag eines Abenteuerspielplatzes. Unter anderem werden auch die Kompetenzen des Personals thematisiert. Erschienen ist der Beitrag zunächst in dem Buch „Wo die Kinder spielen(d) lernen“, erschienen 2003 im emwe-Verlag, Nürnberg 2003. Die Verwendung hier geschieht mit freundlicher Genehmigung des Teams vom Bauspielplatz und des emwe-Verlages. Trotz des etwas spröden Titels führt der Artikel wesentliche Aspekte auf, die gegenwärtig hilfreich sind, Abenteuerspielplätze wieder stärker ins Bewusstsein und – hoffentlich – ins politische Handeln zu rücken.

Kinder brauchen solche Plätze

Diesen Beitrag verfassten Gert Wagner und Lorenz Gradl anlässlich des 30jährigen Bestehens des Bauspielplatzes Langwassser (Nürnberg). Erschienen ist der Beitrag zunächst in dem Buch „Wo die Kinder spielen(d) lernen“, erschienen 2003 im emwe-Verlag, Nürnberg 2003. Die Verwendung hier geschieht mit freundlicher Genehmigung des Teams vom Bauspielplatz und des emwe-Verlages.

Abenteuerspielpätze – ohne geht’s nicht!

„Abenteuer“ ist ein gewisses Wagnis, auf das Menschen sich einlassen, ohne sich dabei ins Unglück zu stürzen. Beim Abenteuer ist der Ausgang des Prozesses nicht von vornherein klar; Kinder begeben sich auf einen Weg, wobei dessen Ausgang und Verlauf sie möglicherweise überraschen wird, sie in jedem Fall aber dazulernen werden.RTEmagicC_Titel_kl_kl.jpg

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des ABA Fachverbandes haben wir noch einmal in unserem Archiv „gewühlt“ und die Broschüre „Pädagogisch betreute Spielplätze“, 1982 herausgegeben vom damaligen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, ins Netz gestellt. Zu finden ist sie auf unseren virtuellen Museumsseiten. Nach wie vor hilfreiche Erkenntnisse, fußend auf einer Erprobungsmaßnahme des Landes NRW, sind garantiert!

Stellungnahmen als Argumentationshilfen

Immer wieder einmal gibt es Situationen, in denen – meist von Unerfahrenen – dokumentiert wird, dass sie nicht wissen, worüber sie reden, wenn sie vermeintlich über Abenteuerspielplätze sprechen, etwa wenn sich irgendwelche Kommerzschuppen als „größte überdachte Abenteuerspielplätze der Welt“ bezeichnen oder wenn die Deutsche Bahn ihre Gleisanlagen sprachlich in die Nähe von Abenteuerspielplätzen rückt, was vermutlich gar nicht einmal so daneben ist. Auf der Seite, auf die sie hier gelangen, finden Sie Argumentationshilfen zum Konzept, wenn ihnen beispielsweise wider einmal jemand weismachen will, bei den Holzgerüsten hinter seinem Haus handele es sich um einen Abenteuerspielplatz. Gern dürfen Sie auch die Qualitätskriterien bemühen, die die Kolleg(inn)en vom AKiB Berlin für den Einrichtungtypus erstellt haben und die in der Fachwelt allgemein akzeptiert sind.

Tierhaltung

Tierhaltung ist auf Kinderbauernhöfen und zahlreichen Abenteuerspielplätzen integrierter konzeptioneller Bestandteil. Aus diesem Grund gibt es im ABA-Netz einen umfassenden separaten Bereich zum Thema.

Hüttenbau

Als Anregung zum Bauen haben wir eine Reihe von Fotos – entstanden 2009 – ins Netz gestellt; dies vor dem Hintergrund, dass das praktische Konstruieren auch zahlreichen Mitarbeitern als Methode bzw. Kompetenz abhanden gekommen ist. Allerdings gibt es sie noch, die Plätze, auf denen Bauen zum Alltag der Kinder gehört. Der Hüttenbau auf Abenteuerspielplätzen ist nicht nur eine lustvolle Angelegenheit, da Kinder sich als kompetent erfahren. Ebenso lernen sie auch ihre Grenzen kennen und diese zu erweitern. Im Sinne von Bildung ist der Hüttenbau eine unschätzbar wichtige Erfahrung für Kinder. Die einstellten Bilder sprechen für sich – wie wir hoffen.

Wasser-Sand-Matsch

Wasser-Sand-Matsche-Bereiche gehören zu den Klassikern auf Abenteuerspielplätzen. Auf sinnliche und lustvolle Weise erleben Kinder mehrere sogenannte Urelemente, nämlich Wasser, Erde und Luft. Beispielhaft haben wir hier einige Fotos vom  Abenteuerspielplatz „Ankerplatz“ Sankt Augustin (Rhein-Sieg-Kreis) eingestellt, die dieser uns freundlichweise zur Verfügung gestellt hat. Neben einigen Bildern in Aktion haben sie auch die Möglichkeit, sich über das Entstehen dieses spektakulären Bereichs zu informieren.

Zeitzeugen

Berichte von Zeitzeugen der Abenteuerspielplatzbewegung haben wir hier eingestellt. Gern nehmen wir weitere entgegen!

European Federation auf City Farms (EFCF)

RTEmagicC_Logo_EFCF.jpgDie Europäische Vereinigung der Kinderbauernhöfe und Jugendfarmen gibt einen Newsletter heraus, mit dessen Hilfe man über den Zaun hinausschauen kann. Die Publikation liegt in englischer Sprache vor. Die Ausgaben seit 2008 haben wir in unsere Zeitschriftenarchiv im Verzeichnis NAGEL-Redaktion aufgenommen.

Zum Herunterladen

 

Rahmenkonzeption für pädagogisch betreute Spielplätze

 Rahmenkonzeption Herunterladen

Überlegungen zur ästhetischen Erziehung im Praxisfeld

Dargestellt am Beispiel des Erlebnisraumes Jugendfarm (Examensarbeit von Andrea Hedemann, 1996). Diese Arbeit steht seit dem 3. Oktober 2006 hier zur Verfügung. Wir wünschen hilfreiche Erkenntnisse! (109 Seiten, 233 KB)

Die Bedeutung pädagogisch betreuter Spielplätze als außerschulische Lernorte der Natur- und Umweltbildung

Ein Beitrag von Marion Metzger und Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann (Bundesamt für Naturschutz). Dieser Artikel wurde zuerst in der Zeitschrift „Natur und Landschaft“ (März 2007) veröffentlicht. Hier handelt es sich um eine geringfügig erweiterte und korrigierte Version vom 13. Oktober 2007. Die NAGEL-Redaktion bedankt sich bei Marion Rike Metzger und Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann für ihre hilfreiche Arbeit, ihre Mithilfe bei der Überarbeitung und der freundlichen Erlaubnis, den Artikel hier zugänglich machen zu können.

Abenteuerspielplätze – Abenteuer für’s Leben

Kinder lieben Abenteuer und brauchen sie, um ihre Welt zu begreifen. Diesen interessanten (Folien-)Beitrag mit zahlreichen Bildern eines Abenteuerspielplatzes (Fratz Graz) hat das Institut für Angewandte Umweltbildung aus Steyr/Österreich ins Netz gestellt.

Der Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze hat einen neuen Film zum Thema produziert. Wir haben ihn hier verlinkt (Spieldauer etwa 25 Minuten). Geeignet für Pädagog(inne)n, die erfahren wollen, worum es geht, und vor allem für verantworungsbewusste Politiker(innen). Zum Ansehen bitte vorstehenden Titel anklicken!

Abenteuerspieplätze im Verzeichnis ,,Ressorts im ABA Fachverband“

Standarts und Qualitätskriterien für Pädagogisch betreute Spielplätze

Neue LSBT* Kontaktstelle in Oberhausen

Seit dem 15. September gibt es nun endlich einen Treff für LSBT* Jugendliche von 11 – 26 Jahren, in Oberhausen. Initiiert wurde das Angebot von der Evangelischen Jugend Oberhausen in Kooperation mit der Stadt Oberhausen, der Gleichstellungsstelle Oberhausen, dem LVR sowie der Landesfachstelle LSBT* Jugendarbeit NRW. Akteure vor Ort sind das Mädchenmobil „Flotte Lotte“ sowie das Jungenmobil „manni 2.0“. Jeden Montag treffen wir uns ab 17 Uhr in unseren Räumen in der Oberhausener Innenstadt. Bei Kummer können uns die Jugendlichen auch außerhalb der Öffnungszeiten telefonisch oder per Mail erreichen.

DIE DIPLOMATEN – IM DEZEMBER

Von Oscar Borkowsky

(Die Diplomaten, das ist der ältere Consul nebst seinem etwas jüngeren Attaché, sitzen wie gewöhnlich im Café „Zur Schönen Aussichtslosigkeit“. Draußen ist es bereits dunkel, und es hat noch immer nicht zu schneien begonnen. Die Herren sind die einzigen Gäste; auf ihrem Tisch stehen zwei gefüllte Gläser und eine angebrochene Flasche Wein. Der Kellner Leopold hantiert an der Kredenz. Im Hintergrund ertönt leise die „Kleine Nachtmusik“ von Wolfgang Amadeus Mozart.)

„Kinderrechte wirklich umsetzen!“ | Stellungnahme der AGOT-NRW zum Antrag der Piratenfraktion

Aufgrund des Antrags „Kinderrechte wirklich umsetzen“ der Fraktion der PIRATEN vom 23. Juni 2014 fand am 20. November 2014 eine öffentliche Anhörung des Ausschusses für Familie, Kinder und Jugend im Landtag NRW statt

Hier finden Sie die Stellungnahme der AGOT-NRW:

Stellungnahme der AGOT-NRW zum Antrag der Piratenfraktion „Kinderrechte wirklich umsetzen!“ im Rahmen der Anhörung am 20. November 2014 im Ausschuss für Familie, Kinder und Jugend des Landes NRW

Gladbecks erste LSBTTIQ*-Party am 13. Dezmber 2014 im Café Goethestraße!

Im Rahmen des Projektes Maxus Queer findet am 13. Dezember 2014 im Café Goethestraße die erste (und einzig*artige) LSBTTIQ*-Party in Gladbeck und dem Kreis Recklinghausen statt.

Maxus Queer ist ein sonntäglicher LSBTTIQ*-Treffpunkt, der sich an Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren richtet und ein Angebot des Kinder-, Jugend- und Kulturhauses Maxus der SDJ – Die Falken Unterbezirk Recklinghausen ist. Einladung Glitter hard

DIE DIPLOMATEN – IM NOVEMBER

Von Oscar Borkowsky

(Die Diplomaten, das ist der ältere Consul nebst seinem etwas jüngeren Attaché, sitzen wie gewöhnlich im Café „Zur Schönen Aussichtslosigkeit“. Draußen dämmert es bereits, und der Wind verweht das letzte Laub übers Trottoir. Die Herren sind die einzigen Gäste; auf ihrem Tisch stehen zwei gefüllte Gläser und eine angebrochene Flasche Wein. Der Kellner Leopold hantiert an der Kredenz. Im Hintergrund ertönt leise die „Schicksalssinfonie“ von Ludwig van Beethoven.)

Bespielbare Welt – Begreifbare Welt

Foto: Horst Oesterwind-Stiller
Foto: Horst Oesterwind-Stiller

42. Spielkongress 2014 startete im September mit Praxisteil in Bonn

von Horst Osterwind Stiller

In diesem Jahr ist der Spielmobilkongress zweigeteilt. Der erste Teil wurde mit zwei praxisbezogenen Workshop-Tagen nebst großem Spielfest auf dem Münsterplatz in Bonn mit großem Zuspruch und Erfolg gestartet. Gemeinsam veranstaltet vom ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, der Akademie Remscheid, der BAG Spielmobile, dem Deutschen Kinderhilfswerk, dem Bundesverband Kulturarbeit (bka) und der Stadt Bonn.

Auch wenn mit dieser Kongressreihe pädagogische Fachkräfte aus allen Feldern der offenen Kinder- und Jugendarbeit angesprochen werden, so steht sie doch in der Tradition und Reihe der Internationalen Spielmobilkongresse  und darf auch als 42ter Internationaler Spielmobilkongress in die Geschichte eingehen.

Impressionen vom Bewegungs- und Ernährungsmobil (BEMIL)

Das BEMIL im Einsatz an der Bernhard-Letterhaus-Schule, Städt. kath. Hauptschule in Wuppertal

Bewegt begannen die Schülerinnen und Schüler der Bernhard-Letterhaus-Schule das Schuljahr: In der betreuten Pause nutzten täglich zwischen 20-30 Kinder und Jugendliche vom 25. August bis 5. September 2014 mit großer Freude und viel Eifer die Bewegungsstationen des sogenannten BEMIL (Bewegungs- und Ernährungsmobil), das vom ABA Fachverband durch den Caritasverband Wuppertal ausgeliehen wurde.

DIE DIPLOMATEN – IM OKTOBER

Von Oscar Borkowsky

(Die Diplomaten, das ist der ältere Consul nebst seinem etwas jüngeren Attaché, sitzen wie gewöhnlich im Café „Zur Schönen Aussichtslosigkeit“. Durch das große Frontfenster des Lokals dringt mildes Herbstlicht in den Raum. Die Herren sind die einzigen Gäste; auf ihrem Tisch stehen zwei gefüllte Gläser und eine angebrochene Flasche Wein. Der Kellner Leopold hantiert an der Kredenz. Im Hintergrund ertönt leise das Violinkonzert „L‘Autunno“ aus den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi.)

Jugendarbeit verkehrt: Thesen gegen die Abwicklung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit durch ihre Fachkräfte

von Albert Scherr und Benedikt Sturzenhecker

Dieser Artikel fordert die Akteure der Offenen Kinder- und Jugendarbeit heraus: Wird Jugendarbeit in erster Linie als Instrument von Sozialpolitik, Sicherheitspolitik und einer auf Optimierung des Humankapitals ausgerichteten Bildungspolitik beansprucht – unter Mitwirkung „Ihrer“ Fachkräfte?

Mit freundlicher Unterstützung vom Juventa Verlag können wir Ihnen diesen wichtigen Beitrag, der in der September-Ausgabe der Zeitschrift deutsche jugend erschienen ist, im ABA-Netz zur Lektüre anbieten. Zum Beitrag Jugendarbeit verkehrt: Thesen gegen die Abwicklung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit durch ihre Fachkräfte

 

Kontrollierte und sich selbst kontrollierende Jugend – Aspekte aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Jugendliche haben weniger Zeit und unterliegen heute neuen Formen sozialer Kontrolle. Freiräume, um sich auszuprobieren, werden seltener. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit reagiert darauf. Der Autor macht deutlich, wie wichtig es ist, dass es „Offene Bereiche“ in den Einrichtungen gibt, die von pädagogischer Seite wenig vordefiniert werden.

Folgender Beitrag ist von unserem Bildunsgreferenten Christopher Roch für die Zeitschrift THEMA JUGEND der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V. verfasst worden.

Die ABA-Rahmenkonzeption

„Durch die Erziehung sollen soziale und individuelle Fähigkeiten vermittelt werden, die zum kritischen und selbstständigen Denken und Handeln führen. Dadurch sollen Kinder und Jugendliche in die Lage versetzt werden, gesellschaftliche Wirklichkeit zu erfassen, zu durchschauen und mitzugestalten sowie Möglichkeiten gesellschaftlicher Veränderung zu erkennen“, heißt es im Praragraphen 3 a der Satzung.

Der ABA Fachverband sieht sich in Übereinstimmung mit dem jugendpolitischen Grundverständnis des Landes NRW.

Hagener Erklärung zum Thema „Risiko als Spielwert“

Versicherungsträger, PolitikerInnen und Aufsichtspflichtige sind in der Regel bemüht, Situationen für Kinder und Jugendliche „risikofrei“ zu gestalten. Dieses Bemühen läuft vielfach ins Leere. Junge Menschen sind häufig dann am stärksten gefährdet, wenn Behütung und Aufsicht überspannt werden.

Risikofreies Leben ist eine nicht erreichbare Utopie. Leben sicher zu gestalten, geht nicht selten mit eigenen Unsicherheiten von PädagogInnen, PlanerInnen, SicherheitsexpertInnen und PolitikerInnen einher und führt in der Praxis von Pädagogik und Planung zu bisweilen kuriosen Erscheinungen. Langjährige Erfahrungen „gefährlicher Einrichtungen“, wie z.B. von Abenteuerspielplätzen, sowie entsprechende Untersuchungen belegen, dass der Gefährdungsgrad für junge Menschen sinkt, je gezielter und bewusster sich diese mit Risiken vertraut machen können.

Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Positionen des ABA Fachverbandes)

Foto: Rainer Deimel
Foto: Rainer Deimel

Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist Jugendbildung, wie sie im Kinder- und Jugendhilfegesetz (1) beschrieben wird. Sie befähigt Kinder und Jugendliche zur Selbstbestimmung und ermöglicht jungen Menschen gesellschaftliche Mitveranwortung. Ebenso regt sie das soziale Engagement der Heranwachsenden an. Wie vor dem Hintergrund gesetzlicher Grundlagen aufgezeigt werden kann (2), handelt es sich bei der Offenen Kinder- und Jugendarbeit keineswegs – wie immer wieder behauptet – um eine „freiwillige Leistung“, sondern um eine pflichtige Aufgabe. Ebenso ergeben sich aus den gesetzlichen Vorgaben ihre wichtigste Ziele und ihr fachliches Selbstverständnis, nämlich

  • Emanzipation
  • Partizipation
  • Integration

Dieser Paradigmenwechsel in der Kinder- und Jugendarbeit wurde 1990 durch den 8. Jugendbericht der Bundesregierung beschrieben. Hinzu kam seinerzeit ebenso der Aspekt der Prävention; dieser allerdings wird durch die rechtliche Grundlage der Arbeit, wie sie dem § 11 SGB VIII zu entnehmen ist, nicht bestätigt. Eine qualitativ hochwertige Kinder- und Jugendarbeit wirkt per se präventiv, ohne dass dies betont werden muss. Eine Überbetonung dieses Aspekts läuft nicht selten Gefahr, junge Menschen in ihrem Recht auf Entwicklung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (3) zu behindern. Ebenso wird unter Umständen ihr Recht in Frage gestellt, dass die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an den Interessen junger Menschen anzuknüpfen habe und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden soll, um sie dabei zu unterstützen, Selbstbestimmungsfähigkeiten zu erwerben sowie gesellschaftliche Mitverantwortung und soziales Engagement zu stimulieren. (4) Eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Thematik liefert Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker in seinem Beitrag „Prävention ist keine Jugendarbeit“. (5)

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ABA-Mitglieder begreifen sich als Solidargemeinschaft. Sie setzen sich in besonderer Weise für die Belange der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein.

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