NAGEL-Redaktion – Praxishilfen
Hier gibt es ein paar Seiten zur Anregung für die Praxis. Sollten Sie uns weitere Dokumente zur Verfügung stellen können, freuen wir uns. Herzlichen Dank!

Foto: Rainer Deimel
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Foto: Rainer Deimel
Gemeinsames Erleben im leistungsfreien Raum
Das neue Arbeitsfeld „Integrative Spiel- und Kulturpädagogik“
Von Martin Bügler und Karl-Michael Brand
Der Begriff „integrative Spiel- und Kulturpädagogik“ steht für ein weites pädagogisches Handlungsfeld, in dem versucht wird, Möglichkeiten für gemeinsame Aktivitäten von behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen vor allem im außerschulischen Bereich zu schaffen. Damit soll ein Beitrag zur Verwirklichung von sozialer Integration behinderter und nichtbehinderter Menschen geleistet werden.
Immer noch kommt es viel zu selten vor, dass sich die Sonderpädagogik mit der Frage nach Integrationsmöglichkeiten im Freizeitbereich auseinandersetzt (Anm. der Red.: In unserer Reihe DER NAGELKOPF, Heft Nr. 11, das ebenfalls einen Beitrag von Karl-Michael Brandt enthält, beschäftigten wir uns mit diesem Thema; dieser NAGELKOPF ist noch erhältlich). Statt dessen macht sich das allgemeine Interesse am Thema Integration fast ausschließlich an der Schule mit ihren Selektionsmechanismen fest.
1. Integrationshilfen durch Freizeitförderung
In vielen Veröffentlichungen wird der Freizeitbereich als für die soziale Integration (geistig) Behinderter besonders günstiger Bereich angesehen: Freizeit als eigener struktureller Sektor, der im Vergleich zu anderen Lebensbereichen weitgehend frei von Leistungskriterien und -anforderungen sein sollte, bietet durch seine Offenheit, d.h. durch geringere institutionelle Rahmenbedingungen, vielfältige Möglichkeiten zu selbstbestimmtem Handeln sowie zu Kontakten zwischen Behinderten und Nichtbehinderten.
Günstig sind beispielsweise folgende Aspekte von Freizeit: relativ freie Verfügbarkeit über Zeit, weitgehendes Fehlen von Leistungsanforderungen, geringe institutionelle Vorstrukturierung, vielfältige Handlungs- und Verhaltensmöglichkeiten oder Selbstbestimmung. Die Freizeitsituation vieler behinderter Menschen ist durch einige Erschwernisse gekennzeichnet:
– unmittelbare Folgen der Schädigung, z.B. fehlende Mobilität, visuelle oder akustische Beeinträchtigungen im Verkehr u.a.
– zeitliche Ausdehnung der alltäglichen Versorgungs-, Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen
– familiäre Bindung, z.B. durch Überbehütung oder Vereinnahmung durch einen Elternteil
– Rehabilitationsüberschuss (gemeint ist ein Übermaß an medizinischer Beratung und Behandlung)
– starke Kompensations- und Regenerationswünsche infolge Überbeanspruchung durch Arbeit, z.B. als Folge schlechten Gesundheitszustandes, durch eintönige Arbeitsaufgaben, durch Schule
– fehlende Kontaktstellen
– Unzugänglichkeit von öffentlichen Verkehrsmitteln und Freizeiteinrichtungen
– Erreichbarkeitsprobleme
– Selbstisolierungstendenzen
– unzureichende Ausbildung von Interessen und Freizeitgewohnheiten.
Aus der Diskrepanz zwischen der Bedeutung von Freizeit und der realen Freizeitsituation vieler behinderter Menschen ergibt sich die Notwendigkeit freizeitpädagogischer Angebote.
2. Integrationsansätze im Freizeitbereich
In der Vergangenheit sind zahlreiche spezielle Freizeitangebote für behinderte Menschen entstanden, z.B. spezielle Einrichtungen der Erwachsenenbildung, Studienreisen, Sportveranstaltungen, aber auch Angebote mit sozialintegrativem Anspruch, insbesondere im Rahmen der „Offenen Behindertenarbeit“, z.B. die Behindertenfreizeitclubs. Spätestens hier zeigt sich die Notwendigkeit einer begrifflichen Abgrenzung von „Behinderten-Freizeitarbeit“ und „Integrationsarbeit im Freizeitbereich“, da der Begriff „Integrationsarbeit“ einer massiven Inflationsgefahr von Seiten der spezifischen Behindertenfreizeitangebote ausgesetzt ist, der beiden Arbeitsgebieten nicht zum Vorteil gereicht. Um soziale Integration im Freizeitbereich tatsächlich zu verwirklichen, ist es unserer Meinung nach nötig, dass sich die allgemeinen Freizeitangebote mehr in Richtung der Bedürfnisse behinderter Menschen verändern und dass umgekehrt die speziellen Angebote in die allgemeinen eingebettet werden.
Nach unseren bisherigen Erfahrungen lassen sich im Freizeitbereich für Kinder und Jugendliche sechs Ansätze tatsächlicher Integrationsarbeit festmachen:
– organisatorische Hilfen zum Verbleib im eigenen sozialen Umfeld und familienentlastende Dienste
– Eingliederung Behinderter in bereits bestehende feste Gruppen der traditionellen Jugendarbeit
– Ermöglichung der Teilnahme von Behinderten an bereits bestehenden offenen Angeboten der Kinder- und Jugendkultur durch Übernahme des organisatorischen Mehraufwandes
– Schaffung neuer offener Programmangebote mit Zugangsmöglichkeiten für beide Gruppen
– barrierefreie Spielplatzgestaltung (1)
– Kursangebote als Profilierungshilfe im sozialen Umfeld.
3. Integrative Spiel- und Kulturpädagogik – Struktur, Projekte, Perspektiven
Im folgenden beziehen wir uns auf das Arbeitsfeld Spiel- und Kulturpädagogik, das uns für sozial-integrative Bemühungen besonders günstig erscheint. Dieses Arbeitsfeld unterscheidet sich von familiärer und schulischer Sozialisation, aber auch von der traditionellen verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit.
3.1. Vorgeschichte
Integrative Spiel- und Kulturpädagogik ist für uns ein „Destillat“ aus der spiel- und kulturpädagogischen Praxis der „Pädagogischen Aktion“ und eigener Erfahrungen im Bereich der offenen Behindertenarbeit, wie sie in München seit Anfang er siebziger Jahre im Freizeitbereich als Gegengewicht zur Ghettoisierungstendenz eines hochspezialisierten Funktionalbereiches praktiziert wird.
Ein Teil dieses Arbeitsfeldes ist der seit 1974 bestehende „Treffpunkt ECHO“, eine Freizeitstätte mit Integrationsanspruch, die unter der Trägerschaft der Münchner Hochschulgemeinde ein offenes Clubprogramm anbietet. Diese traditionelle Form der offenen Clubarbeit bietet unserer Meinung nach trotz ihrer unbestreitbaren Verdienste um die Erweiterung des Freizeitangebotes Behinderter nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten für soziale Integration.
Der Grund dafür: Offene Freizeitclubs haben die Tendenz, sich als neue Form der „Behinderteneinrichtung“ mit festem Personenkreis und der traditionellen Rollenverteilung „Betreuer – Betreuter“ zu etablieren. Diesen Einrichtungen wird im Stadtteil dann auch mit den üblichen Ressentiments begegnet. Auf Grund dieser Entwicklungen suchten wir nach neuen Wegen der gemeinsamen Freizeitgestaltung behinderter und nichtbehinderter Menschen. Hinzu kam die Überlegung, dass es im Hinblick auf soziale Integration vor allem wichtig wäre, Programme für Kinder anzubieten – die Klientel der Clubs sind eher Jugendliche und Erwachsene -, um so zu einem möglichst frühen Zeitpunkt Kontakte zu ermöglichen und das Entstehen von Vorurteilen zu verhindern. Integration sollte dabei niemals als zentrales Thema vor Ort in Erscheinung treten, sondern vielmehr durch spannende Inhaltsangebote für gemeinsame Erfahrungen beider Gruppen erreicht werden; das heißt, soziale Integration zu einem selbstverständlichen Teil effizienter Kinder- und Jugendkulturarbeit werden zu lassen.
3.2. ECHO, Verein für integrative Spiel- und Kulturpädagogik e.V.
In der Folge dieser Überlegungen entstand der Verein ECHO e.V. Zweck des Vereins ist die Förderung der Integration behinderter – insbesondere geistig behinderter – Kinder, Jugendlicher und Erwachsener durch Schaffung gemeinsamer soziokultureller Erfahrungsfelder und intensiver Fortbildungsmaßnahmen. Dieser Zweck wird unter anderem durch Planung, Organisation und Durchführung von Projekten aus dem Bereich der mobilen Spielanimation über kultur- und museumspädagogische Angebote (auch Ausstellungen) bis hin zu integrativen Freizeit- und Urlaubsmaßnahmen, ein Kurssystem zur Förderung von Teilleistungsstärken sowie durch wissenschaftliche Untersuchungstätigkeit und Fortbildungsmaßnahmen zu erreichen versucht.
Für uns ist die Kooperation mit anderen Trägern und mit verschiedenen Einrichtungen, vor allem im kommunalen Bereich, wichtig – nicht zuletzt im Hinblick auf das Konzept einer „Spiel- und Kulturlandschaft Stadt“. Hier ist vor allem auf die enge Zusammenarbeit mit PA/Spielkultur e.V., einer der beiden Nachfolgeorganisationen der Pädagogischen Aktion, hinzuweisen.
3.3. Projektbeispiele
Jahrmarkt der Freundschaft
Das älteste Projekt des ECHO e.V. ist der „Jahrmarkt der Freundschaft“, ein Spielmobil. Dies war der erste Versuch eines mobilen Integrationsprojektes für geistig Behinderte. Die Grundidee ist sehr einfach: Man bietet in der Nähe einer großen Behinderteneinrichtung und in Kooperation mit ihr eine Palette interessanter Spielmöglichkeiten für behinderte und nichtbehinderte Kinder und schafft so die Möglichkeit des vorurteilsfreien Kennenlernens. Wichtig ist dabei ein starker Bezug zum jeweiligen Stadtteil. Seit 1989 führen wir im Auftrag des Stadtjugendamtes dieses Projekt jährlich mehrere Wochen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet durch.
Das Gesamtprojekt gliedert sich in sechs Teilbereiche:
Der erste Bereich besteht aus Materialspielen und Großaktionen. Dieser Bereich legt eigentlich immer ein großes Tagesthema und eine Hauptattraktion fest. Das ist an einem Tag ein großes Wasserbett. An einem anderen Tag bauen wir eine Geisterbahn mittels Baugerüst, Planen, Rollenrutschen und Kostümfundus, die mit verkleideten Kindern als Geistern bestückt wird. Die größte Attraktion war bisher der „Tag des Tieres“: Da gab es unter anderem ein Hunderennen mit echten Hunden, die Kinder mit auf den Platz brachten. Man konnte auf speziell ausgebildeten Ponys des Vereins (sonst wohnhaft auf unserer „Naturstation“) seine Runden drehen (natürlich erst dann, wenn man sich durch die Bewältigung einiger einfacher Aufgaben zum „Reiter“ qualifiziert hatte)…
Den zweiten Bereich bildete die Großspielanimation mit vielfältigen Angeboten, z.B. Mannschaftsspiele mit gemischten Mannschaften (z.B. Tauziehen, „Wassermelonen-Werfen“ = wassergefüllte Luftballons), Fallschirmspiele, Tanzspiele, phasenweise ein Mini-Trampolin mit Aufsichtsperson, Wettspiele (z.B. Pferderennen, Wagenrennen).
Zielsetzung des dritten Bereiches „Theater“ ist die Selbstdarstellung. Das kann nun eine Modenschau sein oder einfach nur Freude am Schminken und Verkleiden… Wichtig ist das gemeinsame Erlebnis der Darstellung und die von uns hergestellte Öffentlichkeit für die Darbietungen.
Einen weiten, sehr wichtigen Bereich stellt viertens die Kleinwerkstatt dar. Hier gibt es die Möglichkeit zu feinmotorischer kreativer Tätigkeit (z.B. Mal- und Bastelbetrieb, Tierfigurenbau, Gipsmaskenproduktion, Puppenbau, nicht zuletzt eine „Küche“ für kleine Leckereien und vieles mehr).
Der fünfte Bereich entstand aus der anstrengenden Vorerfahrung, die wir zu der Zeit machten, als wir ihn noch nicht hatten und was uns zu pausenloser Animation zwang. Es handelt sich um den Bereich der „Selbstfunktionsspiele“, den man gar nicht ernsthaft genug betreiben kann.
Hier einige Beispiele aus unserem Projekt:
– eine „Spielhölle“ mit Tischfußball, Flipper, Billard etc. (alle selbstgebaut)
– ein Klettergerüst
– Wurfwände und Wurfmännchen
– eine Rollenrutsche
– das bereits erwähnte Wasserbett
– Stelzen und Soziusbretter
– ein Kleinkinderbereich für Mütter mit Kindern, die für das eigentliche Programm noch zu klein sind.
Der sechste und letzte Bereich ist ein Info-Stand, wo wir schriftlich und mündlich eine intensive Informations- und Elternarbeit zu leisten versuchen. Die Kinderzahlen schwanken zwischen 60-80 an Auf- und Abbautagen und bis zu 200 an Hauptspieltagen (nicht über den Tag verteilt, sondern gleichzeitig). Davon waren ca. 30 – 40 Prozent zum Teil schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche, die aus den Einrichtungen zu uns kamen.
Servicepaket
Ausgehend von dem Erfolg unseres kommunalen Angebotes bieten wir auch Behinderteneinrichtungen, die dieses Angebot nicht nutzen können, landesweit die Möglichkeit, sich tageweise ein integratives Spielefest zum Selbstkostenpreis zu mieten.
Circus Krullemuck
Der nächste Schritt auf der kommunalen Programmschiene war unser erster kulturpädagogischer Großspielraum, der „Circus Krullemuck“. Der erste Teil war ein einwöchiger Zirkus-Workshop auf unserer Naturstation mit einer festen Gruppe von behinderten und nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen. Ziel des Projektes war, mit der Gruppe ein komplettes Zirkusprogramm zu erarbeiten, wobei alle Teilnehmer sich ihren unterschiedlichen Fähigkeiten entsprechend einbringen konnten. Die Palette ging von echten artistischen Leistungen, wie bei den „Jumpies“ und Feuerspucken in der „Orientshow“, bis zu einfachen, kleinen Einlagen, wie den „One Jungles“ oder den Musizierenden Pinguinen, die erst in der Gesamtchoreographie einer großen Nummer zu ihrer Wirkung kamen. Das Projekt zeigte einen unerwarteten Erfolg. Auf unserer Tournee sahen wir uns zum Teil Zuschauermengen bis zu 700 Personen „ausgesetzt“. Der „Cirkus Krullemuck“ ist nunmehr seit 1991 im Einsatz.
Integrative Naturstation
Die Beweggründe für unser erstes stationäres Projekt, die „Integrative Naturstation“, waren die Erkenntnis über die wesentliche Bedeutung, die Sinneserfahrungen für die Entwicklung von behinderten und auch nichtbehinderten Kindern und Jugendlichen haben, und ein auf die ökologischen Notwendigkeiten in unserer Gesellschaft bezogenes Handlungsbedürfnis. Dazu trat das Bedürfnis nach einem neuen pädagogischen Denkmuster, das den Sinnen einiges Erkenntnisstreben zubilligt. Schon bei Aristoteles finden wir die drei Bildungsmodelle Poesis, den intellektuellen Schöpfungsakt, sowohl beim Schöpfer als auch beim Rezipienten (aber sinnlich offen), Mimesis, den Nachahmungsprozess mit subjektiver Bedeutungszuweisung, und Aisthesis, die Bildung der Sinne aufgrund des Strebens der Sinne nach eigener Erkenntnis (das Modell des sehenden Erkennens und wiedererkennenden Sehens). Die Naturstation gliedert sich in mehrere Themenblöcke.
Ein bedeutender Teil ist der Tierbereich. Wie bereits erwähnt, fielen uns bei den regelmäßig im Jahrmarkt der Freundschaft durchgeführten „Tagen des Tieres“ mehrere Dinge positiv auf.
Neben der Umkehr des üblichen Rollenbildes durch das Fehlen bestimmter Grundängste bei den behinderten Kindern bemerkten wir ganz allgemein die hervorragende Eignung von Tieren als Kommunikationsträger. Dazu kommt, dass gerade behinderten Kindern und Jugendlichen die Erfahrung eines eigenen Haustieres durch die äußeren Lebensumstände (Ganztagsbetreuung in Tagesstätte, Hort oder Heim) verwehrt wird und somit manch glückliches Erlebnis nicht eintritt (Tiere haben keine Vorurteile).
Er-fassen – Be-greifen
Ein weiteres Angebot ist ein museumspädagogisches Programm mit integrativer Thematik. Dies war eine Zusammenstellung von drei verschiedenen Ausstellungen in einer Präsentation mit Rahmenprogramm.
– Die erste Ausstellung war das Ergebnis des UNESCO/ICSID Interdesign Seminars in Dessau, das sich sehr intensiv mit Spielzeug für Kinder mit Handicaps befasst hatte.
– Im Zusammenhang mit dem Verein „Eltern helfen Eltern e.V.“ in Berlin entstand die zweite Ausstellung; sie befasste sich mit Spiel- und Fördermitteln aus einfachen Materialien für mehrfachbehinderte Kinder. Die Exponate beider Ausstellungen waren auch für nichtbehinderte Kinder durchaus interessant.
– Die dritte Ausstellung stammte aus unserer eigenen Arbeit und zeigte Kunstwerke geistigbehinderter junger Menschen.
4. Kooperationen, Partner – die Landesfachgruppe Integration
Neben den Kooperationen im kommunalen Bereich, wie vor allem auch der Mitgliedschaft in der „Spiellandschaft Stadt“, ist ECHO e.V. auch an Vernetzung und Zusammenarbeit auf landesweiter Ebene stark interessiert. Hier ist zunächst die Mitgliedschaft und Mitarbeit bei der LAG SpuK Bayern (Landesarbeitsgemeinschaft Kulturelle Jugendbildung, Kinder- und Jugendkultur, Spiel) zu nennen.
Außerdem ist ECHO e.V. Mitglied beim Deutschen Kinderhilfswerk und bei der Vereinigung für das Recht des Kindes zu spielen (IPA), Recht auf Spiel e.V. 1990 konnte ein Vertreter unseres Vereins unsere Arbeit auf dem Weltkongress der IPA in Tokio vorstellen. Im Rahmen der Tagungsreihe „Du mich auch … neue Perspektiven der Integration im Freizeitbereich“, die ECHO e.V. in Kooperation mit der LAG SpuK jährlich durchführt, entstand im März 1992 ein Forderungskatalog an Stadt, Bezirk, Land, Träger der Behindertenarbeit und der Offenen Jugendarbeit.
Als eine erste Folge dieses Forderungskataloges konstituierten sich im September 1992 in München in bescheidenem Umfang eine kommunale und eine Landesfachgruppe Integration. Die beiden Fachgruppen verstehen sich als Forum für Initiativen und Einrichtungen, die einen Beitrag zur Integration behinderter Menschen, vor allem Kinder und Jugendlicher, im Freizeitbereich leisten zu wollen. Aufgaben der Fachgruppen sind zum Beispiel: Kooperation und Austausch der beteiligten Gruppen, gemeinsame politische Äußerung, gemeinsame Vertretung in den relevanten Gremien der Kinder- und Jugendkulturarbeit oder der Behindertenarbeit, Schulungs- und Fortbildungsangebote, Förderung des Austauschs zwischen klassischen Behinderteneinrichtungen und Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, Unterstützung von entsprechenden Initiativen. Auch hier suchen wir noch nach interessierten Mitmachern und Partnern.
Weitere Informationen über:
ECHO e.V.
Verein für integrative
Spiel- und Kulturpädagogik
Telefon 089/5050148 oder 089/1239-1517
Westendstraße 115
80339 München
Vorstehender Artikel ist entnommen: DER NAGEL 56/1994
Martin Bügler ist als Sonderpädagoge in der Heilpädagogischen Tagesstätte Ebersberg und ehrenamtlich beim Verein ECHO tätig.
Karl-Michael Brandt ist als Kunsterzieher und Freizeitpädagoge im Franziskuswerk Schönbrunn und ehrenamtliche beim Verein ECHO tätig.
Anmerkungen:
1 Anm. d. Red. (2002): In der Zwischenzeit ist der Diskurs ein Stück weiter „gereift“. U.E. dürfte „Barrierefreiheit“ nicht nur eine Illusion bleiben; vielmehr ist eine „Barrierefreiheit“ auch gar nicht sinnvoll. Vielmehr geht es darum, Einrichtungen usw. „barrierebewusst“ zu planen. Auch nichtbehinderte Menschen müssen sich mit „Barrieren“ auseinandersetzen und diese als Lernmöglichkeiten begreifen. Ohne Barrieren bleibt Lernen oberflächlich.
Partizipation gehört – wie Emanzipation und Integration – zu den Leitzielen des ABA Fachverbandes. Brauchbare Hinweise zum Thema finden Sie weiter unten. Ferner werden hier nach und nach weitere Beiträge eingestellt.
Zur Seite Arbeitsgrundlagen und Ziele des ABA Fachverbandes
Zur Wikipedia-Seite „Partizipation“
Hier finden Sie Beiträge zum Thema „Partizipation von Kindern und Jugendlichen“. Diese Seite wurde 2006 begonnen. Besonders hinweisen möchten wir an dieser Stelle auf das Institut für Partizipation und Bildung, Kiel. Hier finden Sie bei Interesse am Thema hilfreiche Beiträge.
Positionspapier des ABA Fachverbandes zum Thema
„Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Kinder- und Jugend(sozial-)arbeit“
anlässlich der Sitzung der Kinderkommission des Bundestages am 28. November 2012
Was ist Partizipation? Definitionen – Systematisierungen. Ein Beitrag von Prof. Dr. Waldemar Stange, Universität Lüneburg. Herausgegeben vom Deutschen Kinderhilfswerk. 151 KB, 21 Seiten
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Leitfaden Partizipation – Viele Wege – ein Ziel. Partizipationsmöglichkeiten in der Kinder- und Jugendarbeit. Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche. Alternative Beteiligungsformen. Parlamentarische Beteiligungsformen. Jugend- und Auszubildendenvertretung. Herausgegeben vom Landesjugendring Baden-Württemberg 1997. 139 KB, 31 Seiten
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Partizipation in der Offenen Jugendarbeit. Ein Beitrag von Benedikt Sturzenhecker. Hier eingestellt mit seiner freundlichen Genehmigung am 14. Februar 2007. 201 KB, 48 Seiten
Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker ist an der Universität Hamburg tätig. Er gehört dem Beirat des ABA Fachverbandes an.
Partizipation in der Offenen Jugendarbeit. Ein Beitrag von Benedikt Sturzenhecker. Der Beitrag ist mit vorstehendem identisch, allerdings in der vom Deutschen Kinderhilfswerk herausgegebenen Version. 313 KB, 42 Seiten
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Partizipation – eine Anforderung an Professionalität. Ein Beitrag von Benedikt Sturzenhecker. Hier eingestellt mit seiner und der freundlichen Genehmigung des Landesjugendamtes Rheinland am 14. Februar 2007. Die Erstveröffetlichung erfolgte im Jugendhilfe-Report 4/2006 (Landschaftsverband Rheinland). 20 KB, 4 Seiten
Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker ist an der Fachhochschule Kiel tätig. Er gehört dem Beirat des ABA Fachverbandes an.
Die Verwirklichung der Kinderrechte in Einrichtungen und Diensten der Erziehungshilfe. Ein Beitrag von Prof. Dr. Mechthild Wolff (Fachhochschule Landshut) vom 8. Februar 2007. 5,4 MB, 38 Folien
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Partizipation – eine Aufgabe für die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Ein Beitrag von Martina Horlitz. Hier eingestellt mit ihrer freundlichen Genehmigung am 14. Februar 2007.
Martina Horlitz ist Fachberaterin für die Offene Arbeit im Landfesjugendamt Rheinland in Köln.
Partnerschaftliche Teilhabe: Wie selbstverständlich ist die Partizipation im Kindergartenalltag? Ein Beitrag Katrin Kogel
Partizipation – Alltägliche Selbstverständlichkeit oder Ausnahme-Prinzip?
Die Forderung kindlicher Partizipation ist im Laufe der letzten Jahre, nicht zuletzt durch die Bildungspläne für Kindertageseinrichtungen immer lauter geworden. Und das zurecht, wobei u. a. schon Maria Montessori durch ihre Leitidee „Hilf mir, es selbst zu tun“ Möglichkeiten kindlicher Selbsttätigkeit und somit auch Beteiligung in Betracht zog. Im folgenden Artikel möchte ich neben Möglichkeiten kindlicher Partizipation insbesondere im Alltag auf umfassende Konsequenzen des Handelns als Erwachsene hinweisen und einen Zusammenhang zum notwendigen Menschenbild, nicht nur von Erzieherinnen (im folgenden geschlechtsneutrale Verwendung) herstellen. Abschließend wird der Sprachtest Delfin 4 im Hinblick auf kindliche Partizipation (kritisch) beleuchtet.
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Partizipation – Mode oder Königsweg? Ein Beitrag von Remi Stork (Diakonisches werk von Westfalen, früher Landesjugendamt westfalen-Lippe) 29 KB, 7 Seiten
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Jugend & Politik – Politik & Jugend – Ein Beitrag in POLIS – Analysen – Meinungen – Debatten: Der konsequente Weg zur Beteiligung Jugendlicher – Eine Arbeitshilfe für Kommunen und politische Bildner von Axel Knobloch, Karsten Rudolf, Alexander Wicker und Melanie Zeller im Auftrag der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung. Wiesbaden 2001. 1.3 MB, 140 Seiten
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Warum die junge Generation politisch stärker partizipieren muss – Von Klaus Hurrelmann (Aus Politik und Zeitgeschichte B 44/2001). 848 KB, 5 Seiten
Dr. Klaus Hurrelmann ist Professor für Sozial- und Gesundheitsforschung an der Universität Bielefeld. Er gehört dem Beirat des ABA Fachverbandes an.
Gesellschaftliche Beteiligung der Jugend. Handlungsfelder, Entwicklungstendenzen, Hintergründe – Von Wolfgang Gaiser und Johann de Rijke (Aus Politik und Zeitgeschichte B 44/2001). 422 KB, 16 Seiten
Dr. Wolfgang Gaiser ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut (DJI), München
Johann de Rijke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut (DJI), München
Kinder- und Jugendforen als Beispiel neuer Formen der politischen Öffentlichkeit – Von Markus Ottersbach (Aus Politik und Zeitgeschehen B 44/2001). 54 KB, 7 Seiten
Dr. Markus Ottersbach ist wissenschaftlicher mitarbeiter bei NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien in Bonn und Lehrbeauftragter an der Univesität zu Köln
Wie stimmig sind die Ziele von Beteiligungsaktionen mit Kindern und Jugendlichen in der Kommune? – Von Stefan Danner (Aus Politik und Zeitgeschehen B 44/2001). 55 KB, 8 Seiten
Dr. Stefan Danner ist Professor für Erziehungswissenschaften an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Fachbereich Sozialwesen
Barrieren und Hindernisse bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in urbanen Umbruchssituationen – Von Wolf-Dietrich Bukow (Aus Politik und Zeitgeschehen B 44/2001). 57 KB, 9 Seiten
Dr. Wolf-Dietrich Bukow ist Universitätsprofessor am Seminar für Sozialwissenschaften der Universität zu Köln für Kultur- und Erziehungssoziologie und Direktor der Forschungsstelle für Interkulturelle Studien (FiSt).
„Ihr nennt uns die Zukunft, wir sind aber auch die Gegenwart“ – Begründungen für eine verstärkte Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Ein Beitrag von Prof. Dr. Thomas Olk und Prof. Dr. Roland Roth, April 2006 (3.792 KB, 96 Seiten)
Partizipation von Kindern und Jugendlichen als gesellschaftliche Utopie? – Ideale – Erfahrungen – Perspektiven. Dokumentation des Bundeskongresses am 12. und 13. November 2001 1.264 KB, 180 Seiten)
Bericht der Bundesrepublik Deutschland an die Kommission der Europäischen Union: Partizipation der Jugendlichen 2005 (959 KB, 41 Seiten)
Projektgruppe Evaluation des Aktionsprogramms für mehr Jugendbeteiligung: Berlin 08 – Festival für junge Politk – Ergebnisbericht der Evaluation (BMFSFJ, Bundeszentrale für politische Bildung, Deutscher Bundesjugendring). Herausgegeben vom Deutschen Jugendinstitut (DJI), Projekt „Evaluation des Aktionsprogramms für mehr Jugendbeteiligung), München 2008 – Herunterladen
Partizipation und nachhaltige Entwicklung: Vergleichende Studie der Partzipation von Mädchen und Frauen in Deutschland, Österreich und Italien. Beitrag von Dr. Maria Bitzan und Helga Huber, Tübinger Institut für frauenpolitische Sozialforschung. Tübingen 2003. 758 KB, 60 Seiten
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Partizipation und nachhaltige Entwicklung: Politische Beteiligung von Mädchen und jungen Frauen am Beispiel der Jugendkonferenzen in Deutschland zum „EU-Weißbuch Jugend“. Ein Beitrag von Dr. Barbara Tham, Zentrum für angewandte Politikforschung. München 2003. 629 KB, 27 Seiten
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Partizipation und nachhaltige Entwicklung: Zur Partizipation von Mädchen am naturwissenschaftlichen Wettbewerb „Jugend forscht“. Ein Beitrag von Dr. Angela Köhler-Krützfeld, Freie Universität Berlin, Berlin 2003. 434 KB, 22 Seiten
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Partizipation und nachhaltige Entwicklung: Partizipation von Mädchen in Umweltverbänden in Deutschland. Ein Beitrag von Gisela Enders. Berlin 2003. 639 KB, 31 Seiten
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Partizipation und nachhaltige Entwicklung: Länderstudie Deutschland. Voraussetzungen und vergleichende Auswertung dreier Teilstudien. Beitrag von Dr. Maria Bitzan und Helga Huber, Tübinger Institut für frauenpolitische Sozialforschung. Tübingen 2003.
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Jugendparlamente (oder ähnliches) in Deutschland. Eine unvollständige Aufstellung. Zusammenstellung der Servicestelle Jugendbeteiligung. Berlin 2002. Herunterladen
Schulhofumgestaltung. Als fächerübergreifendes Unterrichtsmaterial zur Projektplanung einer Schulhofumgestaltung mit Schülerinnen und Schülern entwickelt von Anja Beisenkamp und Sonja Fischer. Herausgegeben 2001 von der LBS West, Münster (409 KB, 33 Seiten)
Landesjugendamt Rheinland
Jugendhilfe-Report 4/2006
Schwerpunkt: Wir machen’s! Partizipation von Kindern und Jugendlichen. Weiter: Shell-Studie 2006, Kooperation Erziehungsberatung und Grundschule
Redaktioneller Hinweise
Weitere Beiträge zum Thema gibt es ferner auf der ABA-Seite Kinderpolitik/Kinderrechte.
Unabhängig von den hier eingestellten Beiträgen empfehlen wir Interessierten überdies, die Arbeitsmaterialien auf dieser Seite zu nutzen.

Nachdenken über Pädagogik (Foto: Rainer Deimel)
Diese Seite wurde im März 2006 eingerichtet. Eingestellt werden hier pädagogische (und andere verwandte) Betrachtungen zu zeitgemäßen Themen, die man sich als Dateien herunterladen kann. In gewisser Weise versuchen wir damit auch, Ersatz für Inhalte und Themen zu schaffen, die wir früher in der Zeitschrift DER NAGEL publiziert haben.
Nach wie vor sind wir daran interessiert, den NAGEL in irgendeiner Weise wiederzubeleben. Leider sind unsere Kapazitäten so knapp, dass es augenblicklich zu einer Realisierung nicht kommen kann. Gleichzeitig hoffen wir allerdings, dass es uns mit dem Auf- und Ausbau unserer Internet-Seiten gelingen mag, diesen Verlust deutlich zu kompensieren.
Sie haben zwar dadurch als Interessierte mehr Arbeit bei der Auswahl. Wir allerdings trösten uns damit, dass „wirklich Interessierte“ auf unseren Seiten immer wieder etwas Passendes finden.
Wenn Sie sich öfter in/auf unseren Seiten bewegen, werden Sie feststellen, dass die neueren Verzeichnisse, Seiten und Inhalte einigermaßen gut zu bewältigen sind. Die älteren Seiten werden wir nach und nach an das neue Erscheinungsbild anpassen. Mit ein bisschen Übung bewegt man sich sogar ziemlich sicher durch das ABA-Internet. Das jedenfalls bestätigen uns etliche Nutzerinnen und Nutzer.
Angehängt finden Sie unsere Auswahl „pädagogischer Betrachtungen“ in Form von PDF-Dateien.
Wollen Sie unsere Arbeit als Mitglied unterstützen? Beitrittsformulare gibt es ebenfalls hier im Netz über das Verzeichnis „Mitglied im ABA Fachverband werden“.
Die NAGEL-Redaktion (März 2006)
Kinder und Jugendliche nicht draußen lassen – Plädoyer für eine nachhaltige Politik
Eine Aufgabe für die Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Ein Beitrag von Winfried Pletzer, München
Zur Seite
Die verhinderten Retter vom Jugendamt
Die Not in den Familien nimmt zu, staatliche Hilfen werden gekürzt. Wie viel Rationalisierung ist erlaubt, wenn es um das Leben gefährdeter und vernachlässigte Kinder geht? Ein Frontbericht aus Berlin-Wedding, wo „Case-Manager“ den Sozialarbeiter ersetzen sollen – Der Bericht von Anita und Marian Blasberg wurde am 21. Mai 2008 in DER ZEIT veröffentlicht. Bestätigt wird die Sicht von Prof. Wolf Ritscher, der die „Soziale Arbeit unter der Knute des neoliberalen Ökonomierungs- und Organsationsentwicklungswahns“ sieht (vgl. KONTEXT 2/2008 – Zeitschrift für Systemische Therapie und Familientherapie).
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Interview mit Wolfgang Bergmann, Kinder- und Familientherapeut aus Hannover: Eine teuflische Mischung
Die Kindererziehung scheint bei vielen Eltern aus dem Ruder zu laufen. Im „stern“-Interview spricht er über perfektionistische Eltern, überforderte Kinder und drüber, wie Erziehung gelingen kann.
Gespräch aus dem „stern“ Nr. 22 vom 21. Mai 2008 herunterladen
Interview mit Renate Zimmer: Die ersten drei Lebensjahre sind entscheidend – Bessere frühkindliche Betreuung gefordert
In Deutschland muss nach Ansicht von Renate Zimmer mehr in frühkindliche Bildung und Erziehung investiert werden. Gerade in die ersten drei Lebensjahren gehe es darum, dem Kind eine gute Basis für seine weitere Entwicklung zu geben, sagt die Vorstandsvorsitzende des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung.
Anmerkung der NAGEL-Redaktion: Prof. Dr. Renate Zimmer ist Mitglied im Beira des ABA Fachverbandes Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Gespräch mit Gabi Wuttke in „Deutschlandradio Kultur“ im Rahmen des Themenschwerpunkts Schule vom 26. Mai 2008 herunterladen
Bildungsillusionen
Der Glaube an die Heilkraft der Bildung gehört seit je zu den Grundpfeilern der deutschen Ideologie. In einem verträumten Land, das am liebsten seine Grenzen abdichten und gleichzeitig die ganze Welt umschlingen möchte, soll es im Notfall immer die Bildung richten. Jedes soziale oder persönliche Problem hält man hierzulande zuerst für eine Erziehungsfrage.
Politisches Feuilleton von Prof. Wolfgang Sofsky in „Deutschlandradio Kultur“ im Rahmen des Themenschwerpunkts Schule vom 26. Mai 2008 herunterladen
Pro und Kontra Krippe: Wie sich gute Betreuung auf die Entwicklung der Kinder auswirkt
Kleine Kinder können neben der Bindung an die Eltern weitere enge Beziehungen auch zu den Erzieherinnen einer Krippe aufbauen. Dabei entwickeln sie sich in guten Einrichtungen deutlich schneller und haben in der Schule einen Vorsprung. Die Krippen müssen dafür in Räume, in Erzieherinnen und in deren Ausbildung investieren.
Beitrag von Volkart Wildermuth in „Deutschlandradio Kultur“ im Rahmen des Themenschwerpunkts Schule vom 26. Mai 2008 herunterladen
Interview mit Wolfgang Tietze: Pädagogische Qualität ist messbar – Bildungsforscher Tietze plädiert für Kindergartengütesiegel
Die Investionen in frühkindliche Bildung lohne sich für die Öffentlichkeit, sagt der Professor für Kleinkindpädagogik Wolfgng Tietze und fordert die Einführung eines Qualitätssiegls für deutsche Kindergärten. Entwicklungsunterschiede von bis zu einem Jahr seien bei Kindern auf die unterschiedliche Qualität von Betreuungseinrichtungen zurückzuführen.
Gespräch mit Liane von Billerbeck in „Deutschlandradio Kultur“ im Rahmen des Themenschwerpunkts Schule vom 26. Mai 2008 herunterladen
Interview mit dem Erziehungswissenschaftler Peter Fauser
„Gute Schulen spielen in einer anderen Liga.“ Peter Fauser über pädagogische Qualität. er glaubt, dass gute Schulen mehr bieten als bloßen Unterricht. Dort würde vieles passieren, „was die Schule interessant und lebenswert macht“. Zudem hätten sie gelernt, mit Vielfalt umzugehen, Mitbestimmung und Verantwortung zu fördern sowie einfühlsam das Umfeld der Schule miteinzubeziehen. Fauser ist Mitglied der Jury für den Deutschen Schulpreis.
Interview in „Deutschlandradio Kultur“ vom 29. Mai 2008 herunterladen
Traurige Ballade von der nutzlosen Eins
Ein politisches Feuilleton von Florian Felix Weyh
Beitrag in „Deutschlandradio Kultur“ vom 29. Mai 2008 herunterladen
Allein gelassen: Schulen in Problemvierteln
Schön lange gibt es, nicht nur in Berlin, viele Schulklassen, in denen kein Kind die deutsche, die Unterrichtssprache richtig beherrscht. Es hat Jahre gedauert, bis die ersten Studien zum Sprachvermögen, richtiger wäre Unvermögen, der Migrantenkinder vorlagen. Seitdem sind Millionen Euro für Förderstunden, für die Qualifizierung der Lehrer, für Sozialstationen, Sozialarbeiter, für Müttersprachkurse und vieles mehr ausgeben worden. Der durchschlagende Erfolg ist dennoch ausgeblieben.
Beitrag von Regina Mönch in „Deutschlandradio Kultur“ vom 27. Mai 2008 herunterladen
Wie erleben Kinder Werte und welche brauchen sie?
Zusammenfassung des Vortrags von Dr. Rainer Strätz (Sozialpädagogisches Institut NRW) anlässlich der Fachtagung des „Bundesforums Familie“ „Werte reflektieren und erlebbar machen! Wertevermittlung in jungen Jahren“ am 22. November 2007 in Hannover.
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Ohne Respekt ist Toleranz wertlos
Integration: liberal oder republikanisch? Integration und Demokratie sind nicht zu trennen
Jürgen Klinsmann und die Pädagogik – Ein Beitrag von Andrea Bethge (Universität Erfurt) – gefunden auf den Internet-Seiten der Deutschen Gesellschaft für Systemische Pädagogik
Die Verrohungsgesellschaft entsetzt sich
Die Väter als Komplizen ihrer mörderischen Kinder. Horst-Eberhard Richter in der Frankfurter Rundschau am 30. März 2007 zum Thema, wie schuldig die deutsche Gesellschaft am Aufkommen des Terrorismus war. Ihn beschäftigt über die RAF hinaus das Thema „Versöhnung“.
Miserables Prestige pädagogisch tätiger Menschen in Deutschland: Eine Frage des Anstands. Ein Kommentar von Prof. Rolf Dobischat (Universität Duisburg-Essen). Hier eingestellt am 18. April 2007.
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Sprachtests in NRW: Wer das Sprechen verbietet, kann Sprache nicht fördern. Ein Beitrag von Bernhard Eibeck, Referent für Jugendhilfe beim GEW-Hauptvorstand. Hier eingestellt am 18. April 2007.
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Verwahrlosung der Unterschicht? Leitbildfunktion der Oberschicht? Überlegungen zu einer neuen Fürsorglichkeit. Ein Beitrag von Dr. Matthias Nauert, Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit und Diakonie, Hamburg (2006). Hier eingestellt am 14. Mai 2007. Wir danken den KollegInnen vom Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg für die freundliche Veröffentlichungsgenehmigung.
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Erziehungsauftrag und Integration – Eine Auseinandersetzung mit Integrationshemmnissen
Von Necla Kelek
Der Beitrag erschien in „deutsche jugend“, 2/2007
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Meines kann schon mehr! Englisch für Babys, Ökonomie für Vierjährige. Wenn Eltern dem Frühförderwahn verfallen.
Dieser Beitrag von Jeanette Otto erschien am 6. September 2007 in der Wochenzeitung DIE ZEIT. Hierin beschäftigt sie sich mit dem sinnlosen Unterfangen, kleine Kinder bereits als Säuglinge und im Kindergartenalter mit „Bildung“ zuzupflastern. Dieses Treiben nennt der Neurowissenschaftler Henning Scheich „Scharlatanerie“. Auch die Zürcher Lernforscherin Elsbeth Stern warnt vor dieser vermeintlichen „Synapsenpflege“.
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Bertrand Stern: Stellen wir uns vor, „Kinder“ wären auch Menschen … Widersprechens isch Jugendwohlfahrt und Mündigkeit? Referat auf der Tagung „meine Meinung – (k)eine Meinung?!“ – Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der Sozialen Arbeit im Feld der Jugendwohlfahrt, veranstaltet von der Steirischen Kinder- und Jugendanwaltschaft und der Fachabteilung Sozialwesen der Steirischen Landesregierung in Graz am 8. Juni 2006, gefunden auf der Seite von Bertrand Stern.
Zum Inhalt: Nur der radikale Abschied vom Bild des „Kindes“ als einem defizienten, hilfbedürftigen, elenden „Zögling“, „Minderjährigen“ oder „Schüler“, dem Fürsorge zuteil werden soll, wird ermöglichen, die neuen Horizonte eines endlich demokratischen Zusammenlebens anzupeilen.
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Extrablatt 7/2005 des ABA Fachverbandes zum Thema „Super Nanny“
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Insekten auf natürliche Art verscheuchen
Vegetarisches Essen für Kinder
Der i-Punkt hat sich zwischenzeitlich zu einem regelmäßigen Kompendium weiterentwickelt. Wir können es kaum glauben: Inzwischen (2006) erscheint er im 5. Jahr und übertrifft die Auflagenhöhe mancher Fachzeitschrift. Wir erhalten Reaktionen wie folgende:
„Ich danke Ihnen für Ihre ‚wahnsinnige‘ Sammlungs-, Aufarbeitungs- und Verbreitungsarbeit. Aus vielen Beiträgen habe ich wieder ‚Honig gesaugt‘. DANKE.“
Wir recherchieren einigermaßen intensiv, bemühen uns um Korrektheit und Fairness bei der Wiedergabe, ein Konzept, das zu funktionieren scheint.
Anfänglich glaubten wir, wir könnten auch all jene wichtigen Beiträge ins Netz einstellen, die der i-Punkt veröffentlicht hat. Das hat sich als Illusion – an die wir immer wieder glauben – herausgestellt. Insofern bleibt diese Seite fragmentarisch.
Den i-Punkt allerdings könnenSie entweder regulär zugesandt bekommen, indem Sie ihn einfach bestellen. Sie können ihn allmonatlich von unserer Startseite aus laden. Oder Sie nutzen unser i-Punkt-Archiv, das Sie hier finden.

Der ABA Fachverband arbeitet mit dem bundesweiten
Arbeitskreis „Städtische Naturerfahrungsräume“
eng zusammen. Als Verbandsvertreter ist unser Referent für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit, Rainer Deimel (Pädagoge und Systemischer Berater), berufenes Mitglied im Arbeitskreis. Sprecher des Arbeitskreises ist Dr. Hans-Joachim Schemel aus München.
Die Botschaft des Arbeitskreises lautet: „Kinder und Jugendliche brauchen Natur in ihrem Wohnumfeld, um sich gesund und kreativ zu entwickeln. Daher müssen dafür geeignete Räume in der Stadt planerisch gesichert und gegen andere Nutzungsansprüche verteidigt werden.“
Mit Dr. Schemel haben wir geklärt, dass die nachfolgenden Beiträge als PDF-Dateien hier ins Internet gestellt werden können. Sie wenden sich nicht nur an Pädagoginnen und Pädagogen, sondern auch an Kolleginnen und Kollegen aus Planungs- und Grünflächenämtern sowie solche aus Planungsbüros und andere Interessierte.
Weitere Beiträge, die sich mit dem Thema befassen, nehmen wir gern entgegen.
Zu unseren Hinweisen zum aktuellen GEO-Tag der Artenvielfalt gelangt man über das nachfolgende Logo. Der ABA Fachverband empfiehlt – wie im vergangenen Jahr – eine Beteiligung.
ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Dr. Hans-Joachim Schemel (München) stellte der NAGEL-Redaktion den Leitfaden freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung. Sie gelangen mittels eines Mausklicks auf vorstehenden Schriftzug auf eine spezielle Seite mit dem Leifaden. Dort können Sie diesen auch herunterladen. Wir wünschen hilfreiche Erkenntnisse.
Zurück auf die Bäume! Das Recht der Kinder auf Wildnis, Freiheit und Natur! So lautete die Titelgeschichte der GEO-Ausgabe im August 2010. Ein bachtlicher Beitrag! Auf den Seiten von GEO heißt es: „Kinder, raus in die Natur!
Kinder lieben die Natur – und sie brauchen sie. Dass sie kaum noch im Freien herumstrolchen, hält der Biologe und Naturphilosoph Andreas Weber für eine zivilisatorische Katastrophe.“ Wir haben den Beitrag hier verlinkt und empfehlen die Lektüre von Andreas Weber auf Wärmste! Um zu GEO zu gelangen, bitten den vorstehenden Titel anklicken!
Hans-Joachim Schemel, Konrad Reidl, Baldo Blinkert: Naturerfahrungsräume in Städten – Ergebnisse eines Forschungsprojekts (92 KB)
Hans-Joachim Schemel: Gesundheit, Bewegung und Naturerleben (32 KB)
Hans-Joachim Schemel: Naturerfahrungsräume auf kommunaler und regionaler Ebene als Beitrag zur Wohnqualität und zur touristischen Wertschöpfung (35 KB)
Hans-Joachim Schemel: Neue Räume für Naturerfahrung – Ist eine neue Flächenkategorie „Naturerfahrungsraum“ sinnvoll? (80 KB)
Hans-Joachim Schemel: Erleben von Natur in der Stadt – Die neue Flächenkategorie „Naturerfahrungsräume“ (38 KB)
Hans-Joachim Schemel: Emotionaler Naturschutz – Zur Bedeutung von Gefühlen in naturschutzrelevanten Entscheidungsprozessen (54 KB)
Studie Naturerfahrungsräume (Hans-Joachim Schemel et al.): Zur kommunalen Haftung in naturnahen Spielräumen (21 KB)
Studie Naturerfahrungsräume (Hans-Joachim Schemel et al.): Naturerfahrungsräume – Das Beispiel Oppenheim (15 KB)
Herbert Zucchi: Revitalisierung von Fließgewässern aus Sicht der Umweltbildung (61 KB)
Herbert Zucchi: Naturentfremdung bei Kindern und was wir entgegensetzen müssen (93 KB)

Weitere Dokumente zum Thema:
Tanja Sperling setzte sich 2003 in ihrer Examensarbeit mit den Grundlagen und Zielen der naturnahen Arbeit mit Kindern in städtischen Wohnumfeldern auseinander. Freundlicherweise gab sie uns zur Ihrer Unterstützung ihre Arbeit. Sie können sie hier herunterladen. Zuvor gab es die Arbeit auf unserer Seite „Haus- und Examensarbeiten“. Die NAGEL-Redaktion hat diese Seite wegen einer befürchteten Unattraktivität vom Netz genommen. Tanja Sperling ist mit ihren Ansichten allerdings zeitgemäß. Deshalb finden Sie ihre Aufführungen hier. Die Arbeit wurde am 4. Oktober 2006 neu eingestellt. (85 Seiten, 179 KB)
Ist Wildnis planbar? Werte- und Interessenkonflikte in der raumbezogenen Umweltplanung anhand von ausgewählten Wildnis-Projekten. Ein Beitrag von Ellen Brouns, den diese uns freundlicherweise am 24. Oktober 2007 zur Verfügung stellte. (7 Seiten, 153 KB)
Beitrag herunterladen
Ist Wildnis planbar? Werte- und Interessenkonflikte in der raumbezogenen Umweltplanung anhand des Wildnis-Projektes Nationalpark Bayerischer Wald. Ein Beitrag von Ellen Brouns, den diese uns freundlicherweise am 24. Oktober 2007 zur Verfügung stellte. (34 Seiten, 429 KB)
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Broschüre „Naturnahes Spielen“. Die Broschüre wurde 2006 von der Spiellandschaft Bremen herausgegeben. (14 Seiten, 782 KB). Hier eingestellt mit freundlicher Genehmigung der SpiellandschaftStadt Bremen.
Broschüre herunterladen
Naturnahe Spielräume
Broschüre der Gesetzlichen Unfallversicherung mit zahlreichen Anregungen (GUV-SI 8014, 19 Seiten, 4,4 MB)
Spiel(t)räume naturnah mit Kindern gestalten. Eine Broschüre des Landesjugendreferats Oberösterreich, Linz 2001 (68 Seiten, 3,9 MB)
Die Bedeutung pädagogisch betreuter Spielplätze als außerschulische Lernorte der Natur- und Umweltbildung. Ein Beitrag von Marion Metzger und Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann (Bundesamt für Naturschutz). Dieser Artikel wurde zuerst in der Zeitschrift „Natur und Landschaft“ (März 2007) veröffentlicht. Hier handelt es sich um eine geringfügig erweiterte und korrigierte Version vom 13. Oktober 2007. Die NAGEL-Redaktion bedankt sich bei Marion Rike Metzger und Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann für ihre hilfreiche Arbeit, ihre Mithilfe bei der Überarbeitung und der freundlichen Erlaubnis, den Artikel hier zugänglich machen zu können.
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Broschüre Naturspielräume
Die Natur- und Umweltschutzakademie des Landes Nordrhein-Westfalen in Recklinghausen (NUA) hat eine hilfreiche Broschüre „Natur-Spiel-Räume für Kinder – Eine Arbeitshilfe zur Gestaltung naturnaher Spielräume in Kindergärten und anderswo“ herausgegeben. Dort heißt es:
Gebt den Kindern ihre Lebensräume zurück! Mit diesem an alle Erwachsenen gerichteten Appell soll die Schaffung kindgerechter, naturnaher Spiel- und Freiräume in Grünanlagen, auf Spielplätzen, an Kindergärten und an Schulen gefördert werden. Dazu macht das Heft praktikable und machbare Gestaltungsvorschläge, wie z.B.: Mit Weiden zaubern; Elementare Spielräume; Weiden- und Lehmhütten; Sinneswege.
Die Broschüre (11. überarbeitete Auflage, 2005) lässt sich in neun Teilen aus dem Internet herunterladen (sämtlich externe Links zur NUA):
1. Titelseite und Impressum (2 Seiten, 423 KB)
2. Vorwort und Einführung (4 Seiten, 592 KB)
3. Kindgemäße Geländegestaltung, von der Spielgerätesammlung zu Spielräumen, grüne Räume schaffen (8 Seiten, 906 KB)
4. Mit Weiden zaubern (12 Seiten, 1,2 MB)
5. Elementare Spielräume (4 Seiten, 722 KB)
6. Kinder-Garten im Kindergarten (7 Seiten, 822 KB)
7. Der Sinnen-Weg (5 Seiten, 697 KB)
8. Arbeiten mit Kopf, Herz und Hand (2 Seiten, 266 KB)
9. Literaturempfehlungen, Kontaktadressen (4 Seiten, 465 KB)
Zu unserer Unterseite mit zahlreichen Praxistipps
Die Biologische Station östliches Ruhrgebiet in Herne sieht sich im Einklang mit der Philosophie des bundesweiten Arbeitskreises „Städtische Naturerfahrungsräume“. Ihr Ziel ist ein „grünes Netz“ für die Stadt: Bergehalden, Industriebrachen, Bergsenkungsgebiete, Parks, Friedhöfe und die vielen privaten Gärten sollen die natürlichen Lebensräume für Pflanzen und Tiere ergänzen.
Naturschutz im Ballungsraum
Auch mitten im Ruhrgebiet gibt es sie: Intakte Natur. Das Team der Biologischen Station arbeitet dafür, diese Oasen in Bochum und Herne zu entdecken, zu pflegen und zu erleben.
Glückauf Natur!
„Glückauf Natur!“ heißt der Erlebnispfad der Biologischen Station über die ehemaligen Zechen Hannover und Königsgrube. Hier und in vielen anderen betreuten Gebieten finden naturkundliche Führungen für Groß und Klein statt.
Wildnis für Kinder
Dafür setzt sich die Biologische Station ein: Wer als Kind Natur erleben darf, entwickelt als Erwachsener Verantwortung für seine Umwelt.
Jeder kann mitmachen
Ob Nisthilfe für seltene Insekten, Vogelschutzgehölze im eigenen Garten oder Fassaden- und Dachbegrünung: Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten. Die Biologische Station berät Sie gern.
Arbeiten im Grünen
Das Engagement der Biologischen Station für neues, lebendiges Grün – sogar im Gewerbegebiet – bringt Natur in die Stadt zurück.
Organisatorischer Rahmen
Die Biologische Station Östliches Ruhrgebiet arbeitet seit 1991 für den Naturschutz in Bochum und Herne. Die Zusammensetzung des Trägervereins macht sie zu einem Bindeglied zwischen amtlichem und ehrenamtlichem Naturschutz.
Was sonst noch?
Die Biologische Station betreibt den Naturgarten in der Kleingartenanlage „Kraut & Rüben“ in Bochum-Hordel an der Günningfelder Straße 161, sie verleiht den „Herner Spatz“, einen Umweltpreis für engagierte Bürgerinnen und Bürger, und sie lässt sich von Einrichtungen kostenlos einladen für den spannenden Vortrag „Abenteuer RuhrNatur“.
Mitglieder des Trägervereins sind
Die Finanzierung erfolgt durch Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen, der Städte Bochum und Herne sowie des RVR und der Emschergenossenschaft. Projektzuwendungen, Sponsoring und Spenden unterstützen den Haushalt der Naturschutzeinrichtung.
Der ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V. ist Kooperationspartner der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet.
Leiter der Biologischen Station ist Jürgen Heuser.

Kontakt
Biologische Station Östliches Ruhrgebiet
Vinckestraße 91
44623 Herne
02323/555 41
nua: Natur- und Umweltschatzakademie NRW
Oben stehendes Logo anklicken!
Regionalverband Ruhr – Bereich „Landschaft & Umwelt“
Oben stehendes Logo anklicken!
Planungsbüro Stadt-Kinder, Dortmund
Oben stehendes Logo anklicken!
Das Ökotop Heerdt in Düsseldorf kann überdies Interessierten als wahre Fundgrube empfohlen werden. Neugierig? Klicken Sie in die oben stehende Abbildung!
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Graslöwe – Umweltbotschafter der DBU für Kinder – Spannende Umweltbildung
In den „Tiefen“ des Internets gibt es zum Teil beachtliche, gewaltige Schätze. Aus diesem Grund haben wir uns Anfang 2012 entschlossen, solche Schätze – sofern wir auf sie stoßen – sichtbar zu machen.
Zum zweiten Mal in Folge konnten wir feststellen, dass inzwischen jährlich auf über 2 Millionen Seiten im ABA-Netz zugegriffen wird. Nahezu 200.000 unterschiedliche Besucher(innen) tummeln sich auf den ABA-Seiten im Internet. Zahlreiche finden uns über die diversen Suchmaschinen, die sonst möglicherweise gar nicht wüssten, dass es den ABA Fachverband überhaupt gibt.
Traditionell ist der Verband – aus guten Gründen – an vielen Stellen sinnvoll vernetzt. Das betrifft in erster Linie die fachliche Ebene. Unsere Aktivitäten in sogenannten „sozialen Netzwerken“ im Internet (seit 2011) hat dem Ganzen noch mal einen Schub gegeben. Immer wieder lernen wir interessante Menschen kennen und gewinnen auf diese Weise auch neue Freundinnen und Freunde unserer Arbeit.
Wir haben uns dazu entschlossen, deren hilfreiche „Produkte“ hier zugänglich zu machen, zumal dort auch immer wieder Hinweise zu finden sind, die dabei helfen können, die eigene (pädagogische) Arbeit weiterzuqualifizieren.
Wir wünschen gute Erkenntnisse!
ABA Fachverband
Nachdenkenswertes und „Anstößiges“ – nicht nur für Pädagog_inn_en -> Weiter zur speziellen Seite
Was ihr wichtig ist, schreibt sie auf. -> Weiter zur speziellen Seite
seiten für sinn-suchende! -> Weiter
Lotar Martin Kamm über sich: „Als bildender Künstler komme ich natürlich nicht umhin, mich zunehmend einzumischen in die Belange meiner Mitmenschen. Somit fand ich den Weg in den Weiten des Internets zur Buergerstimme und helfe von Beginn an im Buergerstimme-Redaktionsteam, hauptsächlich sowohl als Lektor als auch beratend. So manch anderes über mich ist der Homepage zu entnehmen.“
– Seite wird fortgesetzt –
Gute Partner: Kulturelle Kinder- und Jugendarbeit und Ganztagsschulen
Bundesweit existiert eine breite Palette an kulturellen Angeboten für junge Menschen zum Beispiel in Kindermuseen, Medienwerkstätten, Theatern, Musik- und Jugendkunstschulen, auf Abenteuerspielplätzen, bei Spielmobilen und in Jugendzentren. Sie sind Bildungsanbieter, die die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen unterstützen und ihr kreatives, kognitives, soziales und emotionales Lernen fördern.
Diese Träger und Einrichtungen der kulturellen Bildungsarbeit sind geeignete Partner für Ganztagsschulen. Auf der Basis ihrer langjährigen Erfahrungen bei Kooperationen mit Schulen und ihren spezifischen Methoden und Inhalten sind sie in der Lage, gemeinsam mit Schulen ein verlässliches und qualitätsvolles, ganztägiges Bildungsangebot zu schaffen.
Die Projektverantwortung liegt bei der BKJ (Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung).
Folgende Newsletter „Kultur macht Schule“ können hier heruntergeladen werden:
Newsletter 1/2007 (Februar 2007) 249 KB
Newsletter 2/2006 (Juli 2006) 260 KB
Newsletter 1/2006 (April 2006) 299 KB
Newsletter 5/2005 (Dezember 2005) 1.967 KB
Newsletter 4/2005 (September 2005) 164 KB
Newsletter 3/2005 (Juni 2005) 868 KB
Newsletter 2/2005 (März 2005) 406 KB
Newsletter 1/2005 (Januar 2006) 408 KB
Newsletter 1/2004 (September 2004) 351 KB

Foto: KRÄTZÄ, Berlin
Die Rubrik Kolumne war seit 1990 ein fester Bestandteil in unserer früheren NAGEL-Reihe. Die Redaktion hat sich dazu entschlossen, die Kolumnen auf diesem Wege Interessierten zur Verfügung zu stellen. Beachtlich, wie sich manche Entwicklungen anscheinend pausenlos wiederholen, wie Sie beim Lesen feststellen werden. Wir wünschen gute Unterhaltung und hoffen, Ihnen hilfreiche Argumente an die Hand geben zu können.
Da für uns unter anderem die Presse- und Meinungsfreiheit ein hohes Gut einer demokratischen Gesellschaft ist, lassen wir auch Menschen zu Wort kommen, deren Ansichten nicht immer dem Zeitgeist entsprechen.
Seit dem April 2008 haben wir die Kolumne erneut aufgegriffen. Sie erscheint aktuell einmal im Quartal im i-Punkt und wird anschließend hier eingestellt.
NAGEL-Redaktion
Mobbing – nur ein Missverständnis? Eine erste systemische Annäherung an ein bedeutsames Phänomen
Franziska Klinkigt hat sich dem häufig diskutierten Phänomen „Mobbing“ auf die Spur begeben. Sie hat herausgefunden, dass es sich beim Mobbing in seinem ursprünglichen Sinne um ein sinnvolles Verhalten handelt, nämlich eine Lösungsstrategie in Notsituationen, ein Ausdruck des Erlebens von Gefahr. Auf dieses Verhalten würde zurückgegriffen, um eine vermeintlich oder tatsächliche Gefahr abzuwenden. Sie beschreibt Mobbing als ein Symptom, dass das System, in dem es auftrete, gestört sei. -> Artikel lesen
Beschneidung – Schnipp-schnapp die Vierte oder: Wie man ein schlechtes Gesetz macht
Dass die Politik in der Beschneidungsdebatte keine „Lösung“ finden würde, war für Heinricht Schmitz zu befürchten. Jetzt liegt der Gesetzesentwurf vor und sein Inhalt löst – völlig unabhängig, welche Position man in der Beschneidungsfrage selbst vertritt – nur erstauntes Kopfschütteln aus. Weiter lesen? -> Hier klicken!
Kindheit damals – ein klein wenig wehmütig
Kindheit 1961 sah anders als heute aus, meint Ria Garcia. Und sie beschreibt einige ihrer Erinnerungen, berichtet davon, keine Langeweile gekannt zu haben und wie Spielen und Freundschaften seinerzeit stattfanden und organisiert wurden. Dieses Zeitdokument hielten wir für veröffentlichungswürdig und haben dies im i-Punkt 10/2012 getan. -> Zur Seite
Schnipp-Schnapp – Beschneidung der Religionsfreiheit?
Der SPIEGEL tut’s, die Zeit, die FAS, die FAZ – alle tun es. Alle kommentieren das Urteil des Kölner Landgerichts und dessen angebliche Folgen für die Gesellschaft, meint Rechtsanwalt Heinrich Schmitz. Einige der zahlreichen eifernden oder aufgeregten Kommentare haben ihn geärgert. Und gleichzeitig freut es sich, dass die Urteilsbegründung des LG Köln die nun laufende gesellschaftliche Diskussion ausgelöst hat. Aufgegriffen hatten wir den Beitrag zunächst im i-Punkt 9/2012. -> Zur Seite wechseln
Im Verbieten sind sie groß …
Rechte Themen seien es – Kopftuch, Minarett und Beschneidung. Das meint Lutz Debus. Es böten sich archaische Formen der Religionsausübung im Sommerloch gut an, „als Schwein durch das feuilletonistische Dorf gejagt zu werden“. Und er hält die Debatte für bigott.
Arbeitszwang: Sklavenmarktgeschrei aus dem Hause von der Leyen
Jeder von uns kennt aus der Beobachtung, was geschieht, wenn bei der Drehbewegung des Schraubstocks unaufhörlich die Backen das festzuklemmende Werkstück sehr kräftig zusammendrücken, meint Lotar Martin Kamm von der Internetzeitschrift Buergerstimme. Und kommt zu der Feststellung, all jene seien diesem Druck ausgesetzt, die – in die Arbeitslosigkeit geraten – sich der Bundesanstalt für Arbeit und den Jobcentern bzw. Argen zur Verfügung zu stellen hätten. Dort erfolge nach kurzer Zeit die Entrechtung auf dem „Hartz-IV-Tablett“. Die „unfähigen Versager“ hätten, nachdem sie keinen Job ergattern konnten, widerstandslos Zwangsmaßnahmen über sich ergehen zu lassen. -> Zur Seite wechseln
Kinderwachstumsbeschleunigungsgesetz (KiWaBez): Eine Satire
Zur Veröffentlichung hat uns Detlef Träbert vom Schulberatungsservice aus Niederkassel eine nette kleine Satire zur Verfügung gestellt. Als Ergänzung zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz habe die Bundesregierung Maßnahmen zur Förderung des Wachstums von Kindern und ihrer Bildung beschlossen. Kindertagesstätten zum Beispiel hätten demnach Wachstumsförderung durch ein verbessertes Essensangebot, tägliche Spezialgymnastik mit Streckübungen sowie Elternschulung zu betreiben. -> Zur Seite wechseln
Recht auf Bildung statt Schulpflicht
Zum Experiment ermuntert Michael Karjalainen-Dräger, u.a. Dipl. Pädagoge, Supervisor und Elterncoach aus Wien, nämlich zu dem Experiment, sich gedanklich vorzustellen, es gebe keine Schulpflicht, sondern ein Recht auf Bildung. Er vermutet, dass sich viel vorstellen, keiner ginge mehr zur Schule. Sollte dies tatsächlich so sein, spräche das nicht gegen die Kinder und Jugendlichen, sondern gegen die Schule selbst. Weiterlesen? -> Zur Seite wechseln
Inklusive Grundschule: ein starkes Glied in der „Kommunalen Präventionskette“ gegen Kinderarmut
Deutschland tue wenig für frühkindliche Bildung und vernachlässige geradezu sträflich die präventive Förderung von Kindern in Armutslagen. Aus dem Mangel an frühzeitiger öffentlicher Verantwortungsübernahme für das Wohlergehen der Kinder erwüchsen den Kommunen, den Ländern und dem Bund tendenziell steigende Kosten wegen teurer und ineffektiver nachsorgender Unterstützungsmaßnahmen für unzureichend qualifizierte und integrierte Jugendliche, meint Dr. Brigitte Schumann. – Zur Seite wechseln
Beobachtete Bewegung – Bewegte Beobachtung – Grundsätzliche Überlegungen
Die Diskussionen um Bildung bleiben bewegt. Kaum wieder am Schreibtisch, erinnert sich Ulla Keienburg an einen Text, der nicht er einmal publiziert wurde. Sie meint, manche Erkenntnisse seien „zeitlos“. Kinder hätten Erwachsenen gegenüber einen riesigen Vorteil. Sie lernten schneller, verarbeiteten zügiger, seien aufmerksamer, mutigen und neugieriger, falls man sie lassen würde.
Der Text erschien zuerst in Ulla Keienburg’s Blog. Wir bedanken uns, hin hier weiter verwenden zu dürfen. Unsererseits hatten wir ihn in den i-Punkt 2/2012 übernommen. -> Kompletten Beitrag lesen
Da es zahlreiche andere empfehlenswerte Beiträge von Ulla Keienburg gibt, haben wir über das ABA-Netz einen Weg zu ihrem Blog angelegt.
Normal besonders oder besonders normal?
„Eigentlich kann ich nicht meckern!“, sagte Ulla Keienburg mitunter, wenn sie mal wieder etwas durchgekämpft hatte. Seit ihr Sohn vor 28 Jahren auf die Welt kam, sind Behörden und Organisationen bis heute eine echte Herausforderung. Was hatte sie zuvor mit Sozialamt, Versorgungsamt, Frühförderstellen, Sozialen Hilfsdiensten, Familienkassen und Pflegekassen zu tun? Als ein Mittelschichts- und Bildungsbürgerkind: NICHTS. Rein gar nichts.
Diese nachdenkenswerten Ausführungen haben wir im i-Punkt 12/2011 veröffentlicht. Alles lesen
Da es zahlreiche andere empfehlenswerte Beiträge von Ulla Keienburg gibt, haben wir über das ABA-Netz einen Weg zu ihrem Blog angelegt.
Der tägliche und weit verbreitete Rassismus
Der Rassimus hat viele Gesichter, nicht nur das von Neonazis, findet Grazyna Gintner. Er begleite Menschen auf Schritt und trit und kaum jemand ärgere sich darüber. Dies war in der Kolumne im i-Punkt 9/2011 zu lesen. Alles lesen
Wie man Ausschuss produziert – Integrationsrassismus und Alltagsrenitenz
Das Ekelhafte am Fall Sarrazin, findet Dr. Thomas Seibert, seien nicht die Ergüsse eines „Geisteskretins aus den besten Kreisen“, sondern die die Deckung, die ihm auf breitester Front zuteil werde. Dabei würden „perfiderweise“ zwei scheinbare Debatten miteinander verquickt. Einerseits wünschten sich beispielsweise zahlreiche SPD-Mitglieder den Ausschluss Sarrazins aus der Partei, andererseits stellten sich zahlreiche Deutsche auf Sarrazins Seite nach dem Motto „Das wird man wohl doch sagen dürfen!“. Nach dieser „Zauberformel“ werde rassistisches und antisemitisches Gequatsche schon immer legitimiert.
Der Beitrag erschien zunächst als im „attac-Rundbrief 4/2010“. Freundlicherweise gestattete uns sowohl Thomas Seibert, Mitarbeiter bei „Medico International“, sowie Attac Deutschland die Verwendung hier sowie im i-Punkt 2/2011. Zur Seite wechseln
Bildung statt Pillen
Kinder und Jugendliche brauchen keine Luxusmedizin für einen gesunden Start ins Leben, viel wichtiger sind gute Vorbilder und Lernmöglichkeiten. Vor allem bedürftige Familien können davon profitieren. Das meint Birgit Taffertshofer in ihrem Beitrag, der im i-Punkt 3/2010 veröffentlicht wurde. Zunächst erschien er im DJI Bulletin 7/2009 (Heft 87). Für die Genehmigung, ihn weiter verwenden zu beürfen, bedanken wir uns sehr. Nachlesen kann man dort auch, dass Armut krank macht. Sie schildert hier erneut die Auffassung, die auch vom ABA Fachverband vertreten wird, Gesundheit bedeute nicht die Abwesenheit von Krankheit, sondern die Fähigkeit, Erreger und andere Krankheitsursachen erfolgreich zu bekämpfen.
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Leichen pflastern ihren Weg – Kommunen in Not
Die Verschuldung der deutschen Kommunen wird durch die Regierungen verursacht. Mancherorts werden inzwischen Verstorbene , für die die Kommune zuständig ist, in anderen Bundesländern unter die Erde gebracht – um zu sparen. Schulen, Bäder, Bürgerbüros, Jugendzentren werden geschlossen. Theatern droht die Schließung. Parks verwildern. Straßenlöcher bleiben Straßenlöcher. Ganztagsplätze in Kindergärten und Horten werden gestrichen. Freie Träger im sozialen und kulturellen Bereich erhalten keine Zuschüsse mehr. Welche Verwüstungen in einem der reichsten Länder der Welt! Das ist erst der Anfang – und die angeblich immer noch beliebte Bundeskanzlerin Merkel blicket stumm in der Wüstenei herum.
Die Kolumne von Dr. Werner Rügemer wurde zunächst in der „ver.di public 4/2010“ veröffentlicht. Erfreulicherweise haben uns der Autor sowie die Redaktion von „ver.di public“ die Verwendung hier sowie im i-Punkt 6/2010 gestattet. Immerhin hat der ABA Fachverband etliche Kommunen als Mitglieder organisiert. Wir hoffen, dass wir hier auch den „Nerv der Zeit“ bei den Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden sowie den Aktiven in der Kinder- und Jugendarbeit treffen.
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Was haben Abenteuerspielplätze mit Abenteuer zu tun?
Dieser Frage ist Rainer Deimel, Mitarbeiter des ABA Fachverbandes, aktuell 2010 nachgegangen. Veröffentlicht wurde der Text zunächst als Kolumne im i-Punkt 9-10/2010. Hier finden Sie diese Auseinandersetzung bei Interesse auf einer speziellen Seite.
Behauptungen zum „Spannungsfeld öffentliche und freie Träger“
Siegfried Kühbauer von der Weddinger Kinderfarm in Berlin hat am 20. September 2010 im Auftrag der Gewerkschaft ver.di vor der Berliner Fachgruppe Sozialarbeit einen beachtlichen Vortrag zum Thema „abgeliefert. Diesen hat er uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt, sodass wir ihn als Kolumne im i-Punkt 12/2010 veröffentlichen konnten. Aufgegliedert hat er seine Ausführungen in mehreren Kapiteln:
1. Privatisierung – eine Form der „Enteignung“ öffentlichen Vermögens?
2. Meinungsführung durch Henkel und Esel
3. Privatisierung in Berlin durch die Expertenkommission Staatsaufgabenkritik
4. Freie Träger als Leiharbeitsfirmen des öffentlichen Dienstes
5. Privatisierung durch das Berliner „Leitbild Jugendamt“
6. Privatisierung der Berliner Jugendarbeit duirch Steria Mummert Consulting
Die Ausführungen finden Sie bei Interesse auf einer speziellen Seite.
Abenteuer – nur im Kinderbuch? (November 2009)
Die Anziehungskraft erfolgreicher Kinderbücher mache vor allem eins aus: das selbstbestimmte Leben der Kinder oder Phantasiegestalten, von denen das Buch handelt, stellt Dr. Christiane Richard-Elsner, Mitglied im Beirat des ABA Fachverbandes, in ihrer Kolumne fest. Diese stehe im Gegensatz zu den immer geringeren Freiräumen, die heutige Kinder haben, um ihre Vorstellungen und ihre Kreativität auszuleben. Lesen bilde und die fördere die Sprachkompetenz. Im Gegensatz zum Fernsehen sei Lesen mit Aktivität verbunden. Allerdings, so die Autorin, sei Phantasie nicht nur eine Sache von von Erwachsenen geschriebenen Büchern: Kinder wollen selbst Erfahrungen machen, um unabhängig und selbständig zu werden. Die Kolumne gibt sowohl hilfreiche Anregungen zur Kinderliteratur als auch Reflektionshilfe hinsichtlich einer Auseinandersetzung zum Thema Funktion von Abenteuer im kindlichen Erleben.
Zur Seite
Demografischer Wandel: Handeln statt klagen (September 2009)
Birgit Taffertshofer (Deutsches Jugendinstitut) kritisiert, der demografische Wandel werdeoft als Katastophe beschrieben: zu wenig Kinder, zu vielle Rentner, kollabierende Sozialsysteme. Ihrer Meinung nach lassen sich die befürchteten Probleme verhindern, würden die Generationen in einen Dialog treten. Abschließend verweist sie in der Kolumne auf Perikles, der der Auffassung war, es käme nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen. Vielmehr müsse man auf sie vorbereitet sein.
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Von der Unverzichtbarkeit der Utopie – Überlegungen jenseits des gängigen Geschmacks (Juli 2009)
Naturgemäß ist die Umsetzung von Theorie in Praxis ein äußerst schwieriges Unterfangen, meint unser Kolumnist Oscar Borkowsky. Es gelinge wohl nur dann, wenn die Theorie die Praxis dabei kritisch begleite und andererseits die Praxis bereits eine verlässliche theoretische Grundlage habe.
Der gesamte Text wurde im i-Punkt 7/2009 veröffentlicht.
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Von der Unfähigkeit zum Mit-Leiden (Mai 2009)
Die Kolumne im Mai 2009 stammt von Tissy Bruns. Sie ist Journalistin beim Tagespiegel in Berlin. Freundlicherweise haben uns Tissy Bruns und die Redaktion des Tagesspiegels erlaubt, den Kommentar – veröffentlicht im Tagesspiegel vom 15. März 2009 – als Kolumne zu verwenden. Veröffentlicht haben wir ihn im i-Punkt 5/2009.
Tissy Bruns vertritt die Auffassung, der Amoklauf von Winnenden sei der Ausdruck einer Kluft. Die Erwachsenenwelt sei nie so weit von der Einsamkeit der Heranwachsenden entfernt gewesen. Und sie gibt Hinweise, wie dieser Zustand geändert werden kann.
Interessierte können die Kolumne auch als PDF-Datei hier herunterladen.
Werteverfall oder: Die Achtundsechziger haben uns zu Egoisten gemacht (März 2009)
Die März-Kolumne ist von Christian Rickens, Redakteur beim „Manager-Magazin“. Der Beitrag wurde zunächst als 3. Kapitel in seinem vorzüglichen Buch „Die neuen Spießer – Von der fatalen Sehnsucht nach einer überholten Gesellschaft“ veröffentlicht. Sie können sie hier als PDF herunterladen. Herzlichen Dank an Christian Rickens und den Ullstein Verlag für die freundliche Genehmigung, den Beitrag verwenden zu dürfen!
Die Rezension zum Buch – veröffentlicht im i-Punkt 3/2009 – kann per Klick auf den vorstehenden Titel heruntergeladen werden.
Renaissance der sozialen Marktwirtschaft (Januar 2009)
Angesichts der Finanzkrise fordert der IG BCE-Vorsitzende Hubertus Schmoldt eine Renaissance der sozialen Marktwirtschaft und eine breit geführte gesellschaftliche Wertedebatte. der Beitrag wurde nach kurzer Abstimmung mit der Redaktion der DGB-Zeitschrift „einblick“ der Ausgabe 22/2008, in der die Erstveröffentlichung erfolgte, entnommen. Unser Dank geht an die „einblick“-Redaktion, dass wir den Beitrag hier verwenden dürfen.
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Unsere neuen Kolumnen erscheinen seit April 2008 wieder im i-Punkt (im monatlichen Wechsel mit der Sparte Qualität: Inspiration). Nachfolgend können Sie sie herunterladen.
Der Stress mit dem Stress (April 2008)
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Demokratie – ein Geschenk? (Juni 2008)
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Im Netz der Wachträume – Ungehaltene Rede wider die Aufgekratztheit (August 2008)
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Wir brauchen Denker! (Oktober 2008) – Herunterladen

Foto: Rainer Deimel
Die Stunde der Idioten – Kolumne von Wolf Lotter (Wirtschaftsjournalist und Autor), zunächst veröffentlicht im Internet-Wirtschaftsmagazin brand eins (Mai 2008). Wolf Lotter schreibt einleitend: „Fünf Minuten vor der Wissensgesellschaft drehen wir die Uhren zurück: Das Bildungssystem versucht, Wissen und Kreativität zu industrialisieren. Das schafft jede Menge Auftrieb für Hohlköpfe.“(Dezember 2008) – Herunterladen
Von der herzlichen Vernetzung oder Wie die soziale Pädagogik klammheimlich geopfert wird.
„Der Krieg der Schimpansen“ oder „Erziehung zur Gewalt“
Vom Gejaule, vom Zorn und vom aufrechten Gang
Woher nehmen, wenn nicht stehlen?

Markt in Dubrovnik (Foto: Dirk Makoschey)
Bereits seit längerem ist zu beobachten, dass es vielen Kindern, die unsere Einrichtungen besuchen, an vernünftiger Ernährung mangelt. Deshalb hatten wir bereits 2006 eine Initiative ergriffen, von prominenter Seite Unterstützung zu erfahren, Unterstützung dergestalt, Kochrezepte für kreative Kochideen liefern zu können. Wir hatten uns an die bekannte (Fernseh-)Köchin Sarah Wiener gewandt, um solche von ihr zu bekommen. Die Reaktion in ihrer Firma war zunächst durchaus positiv. Trotz zigfacher Anrufe ist das Vorhaben leider auf der Strecke geblieben. Aufgefallen ist uns zwischenzeitlich, dass Frau Wiener zwar eine Stiftung unterhält („Für gesunde Kinder und was Vernünftiges zu essen“), doch leider konnte die „gute Idee“ (Fa. Wiener), die Praxis mit regelmäßigen Rezepten zu unterstützen, nicht realisiert werden. Dass Sarah Wiener jetzt Stiftungsgelder für gesund ernährte Kinder sammelt, sei ihr gegönnt.
Wir haben unsere Augen und Ohren in der Praxis aufgehalten, und erfreulicherweise ist uns erst Peter Hermann „über den Weg gelaufen“. Wir trafen ihn bei einem Besuch auf dem Abenteuerspielplatz in Dormagen-Horrem, einer Einrichtung, die sich seit einiger Zeit erfolgreich in Trägerschaft des Diakonischen Werks befindet. Erfahren konnten wir, dass Peter schon als Kind Besucher auf dem Abenteuerspielplatz war. Zwischenzeitlich war er wieder aktiv, nämlich als ehrenamtlicher Mitarbeiter – und kochte mit den Kindern. So war er es auch gewohnt, die Nahrungsmengen für größere Gruppen einzuschätzen. Gern war er bereit, uns mit Rezepten zu versorgen, die wir in der speziellen Rubrik Peters Kochrezepte veröffentlichen haben. Durch eine berufliche Veränderung konnte er seinen Service leider nicht auf Dauer aufrechterhalten. Die Rezepte haben wir auf eine spezielle Seite gestellt.
Erfreulicherweise gelang es uns, eine Nachfolgerin zu finden, die uns seit Februar 2010 die Rezepte liefert, nämlich Anika Labus aus Dortmund. Sie finden sie auf der Seite Anikas Kochrezepte (und den entsprechenden Unterseiten, auf die Sie von dort aus gelangen).
Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die Idee, für die Kinder- und Jugendarbeit Kochrezepte anzubieten, erneut aufgreifen zu können. Zu verdanken haben wir dies Koki.
Koki? Wir möchten ihn gern vorstellen bzw. ihn sich selbst vorstellen lassen. Dahinter verbirgt sich Horst Köckeritz aus Essen. Er betreibt im Netz die Seiten Kochen mit Koki, die wir auf diesem Weg gern empfehlen wollen.
Lassen wir ihn sich selbst vorstellen: „Als Bäcker und Konditor begebe ich mich in die Welt der Gourmets und Feinschmecker, blicke in die normale Haushaltsküche und koche hin und wieder nach ‚Omas‘ Rezepten. Ein ‚Schlüssel zur Kochkunst‘ war die Grundidee meiner Webseite. ‚Verfasse doch einmal ein Online-Kochbuch für die ganz unerfahrenen Frauen und Männer, die keine Ahnung vom Kochen haben‘, hieß es – und für alle, die einfach Spaß am Kochen haben und auch Neues aus der kulinarischen Küche kennenlernen möchten. Ich komme damit wohl auch einem inneren Wunsch nach. Ich habe über Jahre Informationen aus der Kochwelt gesammelt und zusammengetragen, sortiert und aufgearbeitet. Ich bin davon überzeugt, dass auch Feinschmecker und Gourmetfreunde interessante Artikel finden werden. Sollten hier Artikel veröffentlicht werden, die nicht meiner Gedankenwelt entsprungen sind, werden Quellen und Autoren in den Artikeln erwähnt. Bilder zu den Themen sind von mir in künstlerischer Handarbeit erstellt, als Collagen, Feder- und Bleistiftzeichnungen oder in sonstiger Technik. Den ABA Fachverband dabei unterstützen zu können, die Kinder- und Jugendarbeit mit Rezepten zu versorgen, freut mich sehr.“
Von Februar 2010 bis Dezember 2011 belieferte Anika Labus aus Dortmund die Redaktion mit erprobten Kochrezepten für die Kinder- und Jugendarbeit.
2009 begann Peter Hermann aus Dormagen, Rezepte, die er in der Kinder- und Jugendarbeit erprobt hat, an die Redaktion zu liefern. Aufgrund beruflicher Verpflichtungen war dies nach August 2009 leider nicht mehr möglich.
Im Rahmen des „Pakts mit der Jugend NRW“ wurde 2009 in Kooperation mit dem ABA Mitglied NaBeBa e.V. (Naturwerkstatt für Menschen mit und ohne Behinderung) in Waltrop ein großangelegtes Projekt „Gesunde Küche direkt auf den Tisch“ durchgeführt. Das Projekt ist auf speziellen im ABA-Netz dokumentiert. Entstanden ist hier auch ein beachtliches Kochbuch, das von den Doku-Seiten heruntergeladen werden kann.
UN-Kinderrechtskonvention 
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Aktuell
20 Jahre Kinderrechte in Deutschland – Aus diesem Grund haben kürzliche „Die Falken“ eine Broschüre „Kinderrechte ins Grundgesetz – Vom Wo und Warum“ herausgegeben. Zu Wort kommen unter anderem: Lore Maria Peschel-Gutzeit (ehemalige Justizsenatorin in Hamburg und Berlin), Heinz Hilgers (Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes) und Gabriele Gruber-Pruner (Österreichische Kinderfreunde). Die Broschüre begreift sich als eine Aufforderung an die Politik und die Gesellschaft, den Mut endlich aufzubringen, alle Kinder und Jugendlichen gemäß ihrer Rechte als eigenständige Persönlichkeiten anzuerkennen und sie mit altersgerechten Methoden an demokratischen Prozessen zu beteiligen. -> Broschüre herunterladen
Weltweit einmalig werden in Hagen/Westfalen die Kinderrechte im öffentlichen Raum präsentiert und sind somit jederzeit sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen nachlesbar. Das gibt es selbst am Standort der Vereinten Nationen nicht.
Den Mittelpunkt bildet die Bronze-Skulptur „BalanceAkt Kinderrechte“. Dazu gehören 12 Stelen zu den Themen Kinderrechte und „Was Kinder brauchen“. Der Standort im Dr. Ferdinand-David-Park liegt idealerweise genau am Rathaus, dem Allerwelthaus und „Ein Haus für Kinder“ des Kinderschutzbundes. Besser kann das Zusammenspiel von Politik, engagierten Vereinen und Bürgern nicht dokumentiert werden.
Der ABA Fachverband gehört ebenso zu den Organisationen, die sich für die Kinderrechte engagieren. Insofern freuen wir uns, dem Hagener Projekt hier eine eigene Seite einrichten zu können. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern, hilfreiche Erkenntnisse und freuen uns, wenn Sie – falls Sie mal nach Hagen kommen – diesen Park in Rathausnähe besuchen würden. -> Zur Seite Kinderrechtepark Hagen
Inspiriert durch eine Erzählung von Astrid Lindgren hat David Aufdembrinke (DAGO Kinderlobby, Hamburg) den sechsminütigen Spielfilm „Niemals Gewalt“ produziert. Es ist ein Film, der berührt. Er kommt mit wenigen Worten aus. Herausgekommen ist eine packende und spannende Interpretation der Geschichte. Der Film zeigt kurz und prägnant die Unsinnigkeit von Gewalt in der Erziehung auf. Wir haben ihn hier verlinkt. Bei Interesse das Bild anklicken! Für den Einsatz auf Elternabenden oder bei anderen Anlässen kann er beim Verein DAGO Kinderlobby bestellt werden.
Konturen einer neuen Jugendpolitik
Das Bundesjugendkuratorium hat 2009 eine Stellungnahme zu einer kohärenten Jugendpolitik veröffentlicht. Dort wird konstatiert, die Lebenswelt von Jugendlichen habe sich gravierend verändert. Zu Ihrer Information finden Sie die Ausführungen hier.
Nationaler Aktionsplan – Für ein kindgerechtes Deutschland – 2005-2010 (315 KB, 100 Seiten)

Foto: Rainer Deimel
Kinder haben Rechte! Die UN-Kinderrechtskonvention. Die Broschüre wurde anlässlich des 20-jährigen Bestehens der UN-Kinderrechtskonvention 2010 vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW in Kooperation mit der National Coalition für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland herausgegeben. Inhalt: Vorwort National Coalition. Einführung. Übereinkommen über die Rechte des Kindes. Wie es zu der Vereinbarung kam. Wen das Übereinkommen schützt. Was die Regierungen und Eltern zu beachten haben. Von der Geburt an hat jedes Kind seine Rechte. Wenn Kinder nicht bei ihren Eltern leben. Wenn sich Kinder eine eigene Meinung bilden. Wer für die Kinder sorgt, wie Kinder beschützt werden sollen. Hilfe für Kinder mit Behinderungen und kranke Kinder. Damit sich Kinder gut entwickelen können. Damit Kinder nicht ausgebeutet werden. Wenn geschehen ist, was nicht geschehen soll. Es gelten die Gesetze, die Kinder am besten schützen. Zur Verwirklichung der Rechte der Kinder. Jeder Staat soll dem Übereinkommen beitreten. In dieser 52-seitigen Broschüre ist der Text der Konvention „kindgerecht übersetzt“. In der Übersetzung zum Artiekl 31 (Recht auf Ruhe und Freizeit) heißt es unter anderem: „Kinder wollen spielen. Die Städte und Gemeinden müssen dafür sorgen, dass genügend Spielplätze und Jugendhäuser gebaut werden.“ Herunterladen? Titel anklicken!
Zwölf populäre Irrtümer hat terre des hommes benannt, beschrieben und entsprechend kommentiert. Der gesamte Text kann hier nachgelesen werden.

Titelbild der Broschüre (Foto: DKHW/Katharina Ecklebe)
20 Jahre UN-Kinderrechtskonvention – so der Titel einer Broschüre des Deutschen Kinderhilfswerks. Detailliert wird auf 20 Forderungen, die aus diesem Anlass aufgestellt wurden, eingegangen. Der ABA Fachverband unterstützt diese ausdrücklich. Interesse? Vorstehendes Titelbild anklicken!
Prof. Dr. Manfred Liebel von der Internationalen Akademie an der FU Berlin hat auf dem Fachkongress des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend „Schützen, fördern, beteiligen – Für ein kindergerechtes Deutschland“ am 4. Dezember 2008 ein beachtliches Referat „Für eine kindergerechte Republik – politische und gesellschaftliche Herausforderungen“ gehalten. – Herunterladen
Kinder haben Rechte. Als Unterrichtsmaterial entwickelt von Richard Schröder, Sabine Lukas und Sonja Fischer. Herausgegeben 2001 von der LBS West (806 KB, 37 Seiten)
Ein Bild der eigenen Zukunft. Als fächerübergreifendes Unterrichtsmaterial zur Bearbeitung der Zukunftsvorstellungen, -wünsche und -ängste von Schülerinnen und Schülern entwickelt von Christian A. Klöckner und Sonja Fischer. Herausgegeben 2001 von der LBS West, Münster (514 KB, 45 Seiten)
Kinderrechte. Hier finden Sie unter anderem „Haben Kinder ein Recht auf Spielen?“. Die Publikation wurde 2005 veröffentlicht. Wir danken der „Spiellandschaft Stadt Bremen“ für die freundliche Genehmigung, Ihnen diese Schrift hier zugänglich zu machen.
Die Verwirklichung der Kinderrechte in Einrichtungen und Diensten der Erziehungshilfe. Ein Beitrag von Prof. Dr. Mechthild Wolff (Fachhochschule Landshut) vom 8. Februar 2007. 5,4 MB, 38 Folien
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Plädoyer für Kinderrechte: Warum Kinderrechte der beste Schutz gegen Kinderarbeit sind
Zwei „Flugschriften“ hat die Aktion 3. Welt Saar zum Thema herausgegeben (2006: Gute Kinderarbeit – schlechte Kinderarbeit; 2009: Kinderarbeit – Wem nützt sie?) Intereresse? Per Mausklick auf die nachfolgenden Titel kann man die erhellenden Publikationen herunterladen.
Warum die junge Generation politisch stärker partizipieren muss – Von Klaus Hurrelmann (Aus Politik und Zeitgeschichte B 44/2001). 848 KB, 5 Seiten
Dr. Klaus Hurrelmann ist Professor für Sozial- und Gesundheitsforschung an der Universität Bielefeld. Er gehört dem Beirat des ABA Fachverbandes an.
Gesellschaftliche Beteiligung der Jugend. Handlungsfelder, Entwicklungstendenzen, Hintergründe – Von Wolfgang Gaiser und Johann de Rijke (Aus Politik und Zeitgeschichte B 44/2001). 422 KB, 16 Seiten
Dr. Wolfgang Gaiser ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut (DJI), München
Johann de Rijke ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut (DJI), München
Kinder- und Jugendforen als Beispiel neuer Formen der politischen Öffentlichkeit – Von Markus Ottersbach (Aus Politik und Zeitgeschehen B 44/2001). 54 KB, 7 Seiten
Dr. Markus Ottersbach ist wissenschaftlicher mitarbeiter bei NAVEND – Zentrum für Kurdische Studien in Bonn und Lehrbeauftragter an der Univesität zu Köln
Wie stimmig sind die Ziele von Beteiligungsaktionen mit Kindern und Jugendlichen in der Kommune? – Von Stefan Danner (Aus Politik und Zeitgeschehen B 44/2001). 55 KB, 8 Seiten
Dr. Stefan Danner ist Professor für Erziehungswissenschaften an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Fachbereich Sozialwesen
Barrieren und Hindernisse bei der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in urbanen Umbruchssituationen – Von Wolf-Dietrich Bukow (Aus Politik und Zeitgeschehen B 44/2001). 57 KB, 9 Seiten
Dr. Wolf-Dietrich Bukow ist Universitätsprofessor am Seminar für Sozialwissenschaften der Universität zu Köln für Kultur- und Erziehungssoziologie und Direktor der Forschungsstelle für Interkulturelle Studien (FiSt).
Kinderbeauftragte als aktuelles Auslauf-Modell des Jugendhilfe-Marktes
Kooperationsprojekt zwischen Schule und Bauspielplatz
„Abenteuerspielplatz“ an der Schnittstelle zwischen Freizeit und Schule
Offene Arbeit mit Kindern und Schule
Aktion: Kooperationsvereinbarung Jugendhilfe-Schule
Kooperation zwischen Jugendhilfe und Schule
Welche Bildung leistet die Offene Arbeit
Beispiel für eine Kooperationsvereinbarung zwischen einem Abenteuerspielplatz und einer Schule
Kooperation von Schulen mit außerschulischen Akteuren – Chance für eine neue Lernkultur? (DJI Bulletin 71/2005, 16 Seiten, 2,5 MB)
Den Wandel gestalten – Gemeinsame Wege zur integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung. Eine Veröffentlichung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe/Landesjugendamt (90 Seiten, 1,8 MB)
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Partner machen Schule – Bildung gemeinsam gestalten. Herausgeber: Sozialpädagogisches Institut – Text von Jürgen Rolle, Edith Kesberg (Projektleitung), Ilona Matheis, Jutta Schiersmann, Ulrich-A. Eschment, Walter Hospelt (108 Seiten, 1,3 MB)
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Foto: Rainer Deimel
Die Debatte um sexuellen Missbrauch, Führungszeugnisse für Mitarbeiter, aber auch Phänome wie Pornos auf dem Handy Jugendlicher und anderes haben bisweilen dazu geführt, Sexualität trotz ihrer scheinbaren alltäglichen Präsenz in der pädagogischen Arbeit wieder stärker zu tabuieren. Zumindest ist eine gewisse Unsicherheit beim Umgang mit dem Thema in der Praxis nicht zu übersehen.
Und einmal mehr überholt die Realität die vermeintlichen Fakten. Bei Durchsicht der aktuellen Presse (Anfang September 2010) stellt man hingegen eher eine Art Ernüchterung fest: seltener, später, Wunsch nach fester Partnerschaft … Und es wird räsoniert: „Die Jugend ist besser als ihr Ruf!“ Sokrates lässt grüßen!
Die Kinder- und Jugendarbeit ist gefordert, sich dem Thema trotz möglicher Verunsicherungen qualifiziert zu nähern. Dass sie in der Verlautbarung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ausgeblendet wird, ist bedauerlich, aber nicht ungewöhnlich. Die Arbeitsfelder sind gefordert, sich selbst stärker – auch in Beziehung zum Thema „Jugend und Sexualität“ – qualifiziert zu positionieren und entsprechend einzubringen bzw. das Thema angemessen in die Alltagsarbeit zu intergrieren.
Wenn man sich die Ergebnisse der Studie anschaut, wird man auch schnell zu der Einschätzung gelangen, wie wichtig nach wie vor beispielsweise geschlechtsspezifische Angebote in den Einrichtungen sein könnten.
Im Nachfolgenden gibt es die Untersuchungsergebnisse der BZgA.
ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Sexuelle Aktivitäten gehen zurück – Verhütung so gut wie nie zuvor
Seit 1980 untersucht die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) regelmäßig Einstellungen und Verhaltensweisen 14- bis 17-jähriger Jugendlicher zu Aufklärung, Sexualität und Verhütung. Keine andere Studie in Deutschland zu diesem Thema kann auf einen so langen Vergleichszeitraum zurückblicken. Für die neue Studie „Jugendsexualität 2010“ wurden insgesamt 3.542 Jugendliche befragt, darunter 1.014 Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund. Die vollständigen Ergebnisse liegen nun vor.
Deutsche Mädchen und Jungen sind verglichen mit der letzten Repräsentativerhebung aus dem Jahr 2005 seltener früh sexuell aktiv. Bei den 14-jährigen Mädchen sank der Anteil derer mit Geschlechtsverkehrerfahrung deutlich von zwölf auf sieben Prozent, bei den gleichaltrigen Jungen sogar von zehn auf vier Prozent. Bei den 17-jährigen Mädchen reduzierte sich der Anteil von 73 auf 66 Prozent, bei den gleichaltrigen Jungen blieb er mit 65 Prozent nahezu konstant. Dies bedeutet zugleich, dass bis zu einem Alter von 17 Jahren mehr als ein Drittel der jungen Frauen und Männer noch keinen Geschlechtsverkehr gehabt haben. „Annahmen, wonach immer mehr junge Menschen immer früher sexuell aktiv werden, bestätigen sich nicht“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Die aktuelle Repräsentativerhebung zeigt, dass seit Mitte der neunziger Jahre die sexuelle Aktivität Jugendlicher fast unverändert und jetzt sogar rückläufig ist.“
In der Regel erleben deutsche Jugendliche ihr „erstes Mal“ in einer festen Beziehung. Darüber hinaus ist die Hälfte der sexuell aktiven Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren bislang lediglich eine Partnerbeziehung eingegangen. Für deutsche Jungen trifft das auf 40 Prozent zu.
Jungen aus Migrantenfamilien sind früher und damit insgesamt häufiger sexuell aktiv als deutsche Jungen. Mädchen mit Migrationshintergrund sind deutlich zurückhaltender und begründen das damit, zu jung zu sein. Vor allem bei jungen Frauen muslimischen Glaubens, insbesondere bei türkischen Mädchen, sind nur wenige sexuell aktiv. Die Mehrheit von ihnen findet einen engen Kontakt zum anderen Geschlecht vor der Ehe nicht richtig.
Erfahrungen mit sexueller Gewalt sind Jugendlichen nicht unbekannt. So berichten 13 Prozent der deutschen Mädchen und 19 Prozent der Mädchen mit Migrationshintergrund über Situationen, in denen sie sich gegen unerwünschte sexuelle Übergriffe oder Gewalt zur Wehr setzen mussten. Von den Jungen berichten dies ein bzw. drei Prozent.
Verhütungsverhalten wird immer besser – Kondom beliebtestes Verhütungsmittel
Sexuell aktive deutsche Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren verhüten heute bereits beim ersten Mal besser als je zuvor: Nur je acht Prozent der Mädchen und Jungen geben an, keine Verhütungsmittel benutzt zu haben. 1980 lag dieser Anteil mit 20 Prozent bei den Mädchen und 29 Prozent bei den Jungen um ein Vielfaches höher. Die neuen Zahlen zeigen zudem, dass Jungen beim ersten Mal mittlerweile ebenso gut verhüten wie Mädchen.
Auch bei den Jugendlichen mit Migrationshintergrund hat sich das Verhütungsverhalten verbessert. Doch verglichen mit ihren deutschen Altersgenossen verhüten sie noch immer seltener. So geben zwölf Prozent der Mädchen und 18 Prozent der Jungen mit Migrationshintergrund an, beim ersten Geschlechtsverkehr keine Verhütungsmittel benutzt zu haben. Im Jahr 2005 waren es noch mehr als ein Drittel der Jungen und etwa jedes fünfte Mädchen.
Das Kondom ist mit deutlichem Abstand das Verhütungsmittel Nummer eins beim ersten Mal. Drei Viertel der deutschen Jungen und Mädchen wenden es beim ersten Geschlechtsverkehr an. Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund greifen beim ersten Mal meistens zum Kondom: 75 Prozent der Mädchen und 59 Prozent der Jungen verhüten auf diese Weise. Mit zunehmender sexueller Aktivität ändert sich das Verhütungsverhalten jedoch. Mädchen mit und ohne Migrations-hintergrund verwenden dann häufiger die Pille.
Eltern und Schule: Starke Partner für Jugendliche
69 Prozent der deutschen Mädchen und 58 Prozent der deutschen Jungen sprechen heute ausführlich mit ihren Eltern über das Thema Verhütung. Das war vor 30 Jahren noch anders: Nur etwas mehr als ein Drittel der Mädchen und nur jeder vierte Junge hatte damals ein Verhütungsgespräch mit seinen Eltern. Eine ähnliche Situation gilt heute noch für viele Jugendliche mit Migrationshintergrund. Lediglich die Hälfte der Mädchen und nur 41 Prozent der Jungen aus Migrantenfamilien erhalten eine Verhütungsberatung im Elternhaus. Bei der Wissensvermittlung rund um die Themen Liebe, Sexualität und Verhütung wird die Schule immer bedeutender. Für Jungen mit Migrationshintergrund ist sie sogar der wichtigste Ort der Aufklärung.
„Eltern und Schule sind heute starke Partner für Jugendliche“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der BZgA. “Das einmalige verschämte Aufklärungsgespräch von früher ist endgültig vorbei. Die verantwortungsbewusste Sexualaufklärung durch Elternhaus und Schule, vielfältige Beratungsmöglichkeiten und die Informationsangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu den Themen Liebe, Sexualität und Verhütung haben entscheidend dazu beigetragen, dass Deutschland eine der niedrigsten Teenagerschwangerschaftsraten in Europa hat.“
Aufklärungsmaterialien stehen bei Jugendlichen nach wie vor hoch im Kurs. Das gilt ganz besonders für das Internet. Deswegen entwickelt die BZgA ihre Informationsangebote kontinuierlich weiter. Die BZgA bietet Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund ein immer aktuelles, auf ihre Bedürfnisse abgestimmtes Medium an.
Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung/BZgA vom 2. September 2010
Studie der BZgA: Jugendsexualität 2010
Die BZgA hat – die Studie begleitend und erläuternd – am 2. September 2010 ein übersichtliches, fünfseitiges Hintergrundpapier herausgegeben.
Zum Vergleich: Die Vorgängerstudien aus den Jahren 2006 und 2001

Studie der BZgA: Jugendsexualität 2006
Studie der BZgA: Jugendsexualität 2001

Foto: Rainer Deimel
Ein eigenes Profil im Internet zu haben, ist für viele Jugendliche heutzutage ein Muss, die digitalen Freunde im Internet zu treffen, gehört zum Alltag. Private Daten und Informationen werden ins Netz verlagert, wodurch die Grenzen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit verschwimmen. Neben drohenden Gefahren wie Cybermobbing entstehen durch soziale Online-Netzwerke aber auch Chancen, z.B. zur Nutzung für politische Kommunikation. Diese Themen bestimmten die Tagung „Responsibility 2.0 – Engagement und Verantwortung im Internet“ am 20. und 21. Januar 2011 an der Universität Siegen. Mehr lesen
Sozialwissenschaftler warnt vor Unruhen
Durch die Wirtschaftskrise haben sich die Zukunftschancen der jungen Generation massiv verschlechtert, meint der Bielefelder Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann. Er warnt vor Aufständen.Wenn auch größere Bemühungen um den Berufseinstieg nicht mehr fruchteten, steige die Unzufriedenheit, so Hurrelmann zu WAZ. „Die Angst, nicht ins Erwachsenenleben eingelassen zu werden, könnte zu Protesten führen”, glaubt der renommierte Jugendforscher.
Ein Funke genügt
Die Jugend sei zwar unpolitischer denn je, doch zugleich habe sie ein großes Interesse an einer gesicherten Zukunft. Geringes politisches Wissen gepaart mit schlechteren Zukunftsaussichten könne in offene Aktionen umschlagen. Ein emotionaler Funke könne dafür ausreichen. Hurrelmann, Leiter der Shell-Jugendstudie 2006, wagt die Prognose, dass dies in zwei bis vier Jahren passieren könnte.
„Jahr für Jahr entlassen wir 80.000 junge Menschen ohne Schulabschluss in die Gesellschaft. Viele bleiben ohne Berufsausbildung. Dies ist ein erschreckend großes Heer von Leuten, denen gesagt wurde: Wir brauchen euch nicht.” Dies erzeuge eine große Unzufriedenheit. Hurrelmann: „Es ist bemerkenswert, dass die junge Generation so still hält.” Hurrelmann fordert die Politik auf, sich der prekären Lage der Jugend offensiv zu stellen. Die Wirtschaftskrise dürfe nicht auf Kosten der Jugend bewältigt werden.
Quelle: WAZ vom 12. Februar 2009 – Beitrag von Christopher Onkelbach

Foto: Rainer Deimel
Die Jugend hat allen Grund zur Sorge. Da kübelt die Politik Milliarden in die leeren Tresore von Großbanken, verschickt pralle Rettungspakete an die Wirtschaft, hilft Automobilkonzernen und Bauunternehmen – und der junge Mensch, der gerade seine x-te Absage auf seine Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz erhält, wird sich sagen: Super! Und was habe ich davon?
Zwar werden wohl auch Ausbildungsplätze durch das Konjunkturprogramm der Bundesregierung gerettet. Doch dieses rationale Argument kommt nicht an gegen das schleichend wachsende Gefühl, seiner Zukunfts-Chancen beraubt zu werden. Dass einige Milliarden auch in den Bildungsbereich fließen, ist ein Scheinargument. Denn eine energetische Sanierung von Schulen oder eine reparierte Klimaanlage an Universitäten hat mit Bildung nichts zu tun.
Die Jugend hat allen Grund zur Sorge: Für Dreijährige fehlen Kitaplätze, an Schulen die Lehrer. Packen sie die Hochschulreife, müssen sie um einen der knappen Studienplätze kämpfen – und sitzen dann in überfüllten Hörsälen. Wer in die Wirtschaft ausweichen will, findet noch lange keinen Ausbildungsplatz. Und schaffen sie es tapfer bis zur Rente, erwartet sie eine Versorgung, die niemals das Niveau heutiger Rentner erreichen wird. Keine rosigen Aussichten.
Was den Frust der Jugend noch verstärken mag: Bis 2020 darf der Staat sich weiter verschulden, erst dann soll die „Schuldenbremse“ greifen. Die Zinsen für das viele Geld, das der Staat heute ausgibt, zahlt die Jugend. Die Wirtschaftskrise trifft die junge Generation mit voller Härte. Man kann sich mit Hurrelmann tatsächlich nur wundern, dass von Rebellion nichts zu spüren ist. Eine „übergangene Generation“ wird sich irgendwann zu Wort melden, und womöglich nicht besonders friedvoll.
Doch dass die Alten die Politik bestimmen und das Geld verteilen, müssen sich die Jungen zum Teil selbst vorwerfen. Eine Demokratie lebt von Mitsprache, von Interesse, von Gemeinsinn, von Mitwirkung und dem Willen, sich zu informieren. Nur so lassen sich Zusammenhänge begreifen und Entscheidungen verstehen. Doch das politische Interesse ist unter Jugendlichen so gering wie nie, das lässt sich auch an der schwachen Wahlbeteiligung ablesen.
Wer sich aber resigniert ins Private zurückzieht, darf sich nicht wundern, wenn seine Meinung übergangen wird. Politisches Desinteresse, Frustration und Zukunftsangst sind eine gefährliche Melange.
Quelle: WAZ vom 12. Februar 2009 – Kommentar von Christopher Onkelbach
Zur Erinnerung stellen wir hier noch einmal folgende Dokumente zur Verfügung:
15. Shell-Studie „Jugend 2006“: Eine pragmatische Generation unter Druck (Zusammenfassung) – Herunterladen
Bericht „Mensch, Alter“ („Die neue Shell-Jugendsstudie zeigt eine Generation, die Gründe hat zu rebellieren – aber nicht will“) von Susanne Gaschke in der „Zeit“ vom 21. September 2009 – Herunterladen
Bericht „Jugendliche blicken in eine düstere Zukunft“ vom 21. September 2006 in der „Tagesschau“ – Herunterladen
Interview mit Prof. Dr. Klaus Hurrelmann in der ARD vom 4. April 2007: Sie ist pragmatisch, die Jugend von heute. Aber auch skeptisch. Sie hat Angst vor der Zukunft, bleibt aber optimistisch. Werte sind ihr wichtig, Sündenböcke auch. Wer soll schlau werden aus dieser Generation? Jugendforscher Klaus Hurrelmann hat’s versucht. – Herunterladen

Foto: Rainer Deimel
Die junge Generation hat gelernt, mit fundamentalen Zukunftsängsten zu leben – allerdings zu einem hohen Preis. Mentale Probleme, psychische Störungen und die Meinung, dass das Lebens sinnlos sei, nehmen zu.Einst war es „Cool Britannia“, derzeit sinken die Temperaturen in Großbritannien allerdings in Richtung einer neuen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Eiszeit. Wie sehr darunter vor allem eine Bevölkerungsgruppe leidet, unterstreicht eine Studie des „Prince’s Trust“, die dieser Tage veröffentlicht wurde: die Jugend. Laut einer Umfrage der von Prinz Charles ins Leben gerufenen Stiftung unter rund 1.000 britischen Jugendlichen zwischen 16 und 25 ist jeder zehnte der Meinung, dass das Leben entweder kein Ziel hat, bedeutungslos oder nicht lebenswert ist. Diese Zahlen steigen deutlich an, wenn es sich dabei um Jugendliche handelt, die weder einen Job haben noch in Ausbildung sind.Ein rein britisches Phänomen, begründet in einer besonders wettbewerbsorientierten Ellbogengesellschaft und verstärkt durch die weltweite Wirtschaftskrise, die den Inselstaat besonders schwer getroffen hat? Keineswegs, sagen Wissenschaftler. Die britischen Ergebnisse spiegeln vielmehr einen gesamteuropäischen Trend wider: von einer Jugend, die das Morgen nicht mehr sehnsüchtig erwartet, sondern sich davor fürchtet.„Diese junge Generation hat gelernt, mit Zukunftsangst zu leben“, sagt etwa der deutsche Bildungs- und Jugendforscher Klaus Hurrelmann im Interview mit der „Presse“: „Junge Leute wissen, dass Themen wie Jobmangel, Terror oder Umweltentwicklungen einschneidende Auswirkungen auf ihr Leben haben können.“Dieses Wissen fordere aber seinen Preis – und der werde in Form zunehmender mentaler Probleme und psychologischer Störungen bezahlt. „Den jungen Leuten wird einerseits abverlangt, dass sie sich einen sicheren Platz innerhalb der Gesellschaft erobern, andererseits wird genau das immer schwieriger. Das birgt hohe psychosoziale Kosten – und die Quittung dafür wird der jungen Generation in besonderem Maße präsentiert“, meint Hurrelmann.Junge Arbeitslose stark betroffenWie negativ sich diese fundamentale wirtschaftliche Unsicherheit auf das Lebensgefühl junger Menschen auswirkt, zeigt sich in den Ergebnissen der Prince’s-Trust-Studie. Sind schon allgemein zwischen zehn und 14 Prozent aller 16- bis 25-Jährigen der Meinung, dass ihr Leben sinnlos oder nicht lebenswert ist, nehmen diese Werte bei denjenigen dramatisch zu, die keine Beschäftigung in Form eines Jobs oder einer Ausbildung haben: Aus dieser Gruppe meinen 27 Prozent, ihr Leben habe kein Ziel, 21 Prozent halten es für bedeutungslos und 17 Prozent für nicht lebenswert.Jeder Zweite gibt an, belastet oder ängstlich zu sein. „Obwohl die Mehrheit der jungen Leute noch immer relativ zufrieden ist, gibt es eine signifikante Zahl derer, die ihr Leben für sinnentleert halten“, schreibt Martina Milburn, Geschäftsführerin des „Prince’s Trust“.Dass Jugendliche unter dieser Situation besonders leiden, ist einerseits auf den prekären Lebensabschnitt der Pubertät zurückzuführen. Wurden die Leiden der Jungen früher nonchalant als „Weltschmerz“ abgetan, belegen neuere Forschungsergebnisse, dass Pubertierende tatsächlich anders ticken als Erwachsene – und zwar nicht nur psychologisch, sondern auch physiologisch (siehe unten).
Andererseits aber ist auch die traditionelle gesellschaftliche Rolle der Jugend – als Heilsbringer und Garant für eine der Gegenwart mindestens ebenbürtige Zukunft – heute schwerer zu erfüllen als früher. „Die zentrale Rolle der Jugend ist es, für den Arbeitsmarkt fit zu werden und in diesen hineinzuwachsen“, sagt Hurrelmann. Die heutzutage damit verbundenen Schwierigkeiten wie Jobunsicherheit strahlten dementsprechend bereits in die Zeit vor der Berufstätigkeit aus und erhöhten die Belastung der Jugend. Das Resultat sei eine messbare Zunahme depressiver Stimmungen und psychischer Störungen unter jungen Leuten.
In dieses Bild passe auch, dass die älteren Generationen die jüngere heute in einem noch nie da gewesenen Ausmaß mit Argusaugen beobachteten: aus Sorge um die gemeinsame Zukunft, gepaart mit einer gestiegenen Bereitschaft, das Verhalten der Jüngeren als pathologisch zu klassifizieren. Nach Hurrelmanns Ansicht nicht gerade eine hilfreiche Mischung, die nicht nur den Druck auf die Jugend noch erhöht, sondern auch das ohnedies prekäre Verhältnis zwischen den Generationen empfindlich stört.


Quelle: DiePresse.com (Wien) vom 11. Februar 2009 – Artikel von Doris Kraus

Projekt Speelhuis Manenberg

Aus unserer Aachener Mitgliedschaft bekamen wir den Hinweis auf ein interessantes Projekt, das in Südafrika, nämlich im Kapstadter Stadtteil Manenberg, einem ehemaligen Township, organisiert wird. Manenberg soll, so die Projektinitiatoren, eine Chance bekommen hin zur Entwicklung zu einem lebenswerten Stadtteil. Dabei soll möglichst vielen Kindern und Jugendlichen der Weg zu einer gesunden Entwicklung mit angemessener Ausbildung ermöglicht werden. Federführend in Aachen ist das dortige Welthaus. Kooperationspartner in der Offenen Arbeit sind beispielsweise das Spielhaus Kennedyparkund der Abenteuerspielplatz Kirschbäumchen.
Programm/Terminplan Aachen – Kapstadt 2010 herunterladen
Ein gelungenes Beispiel einer Kooperation zwischen dem Mehrgenerationenhaus des Deutschen Kinderschutzbundes, Kommune und Wirtschaft
Ist das Zusammenspiel von Mehrgenerationenhäusern, der Kommune und der Wirtschaft zu schaffen? Viele MGH-Häuser haben bereits gute Erfahrungen sammeln können. Ein 2010 entstandenes, äußerst interessantes Projekt in Hagen zeigt auf, wie es im Einzelfall gelingen kann. In diesem Fall ist es ein Skulpturenprojekt für Kinderrechte, das trotz knapper Finanzen realisiert wird. Kostenpunkt: ca. 40.000,- Euro. Weiter lesen