ABA-BLOG

NAGEL-Redaktion – Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen

Die Evangelische Gesamtschule im Stadtteil Bismarck nahm ihren Betrieb im Sommer 1998 auf und wird zur Zeit von fast 1.000 Kindern besucht. Da die Schule noch im Aufbau ist, steigt deren Zahl ebenso wie die der derzeit knapp 70 Lehrerinnen und Lehrer weiterhin an. In diesem Schuljahr haben wir die Jahrgangsstufe 12 erreicht, die ersten 170 Schülerinnen und Schüler besuchen nun die Oberstufe der EGG (wie die Schule oft in Kurzform genannt wird).

Als Schule in privater Trägerschaft – sie ist eine Einrichtung der Evangelischen Kirche von Westfalen – ist die EGG einem besonderen reformpädagogischen Ansatz verpflichtet:

Die vier Buchstaben „F E L S“ stehen als Kürzel für ein Konzept, das sich so beschreiben lässt:

  • Als ‚Familienschule’ will sie zwar keine Konkurrenz zum häuslichen Umfeld sein, aber doch durch eine familiäre Atmosphäre für ein Klima sorgen, in dem sich die Kinder und Jugendlichen „zu Hause“ fühlen.
  •  Als ‚Erziehungsschule’ will sie Akzente setzen gegen eine Kultur des Wegschauens und die Charakterbildung nicht weniger ernst nehmen als die Wissensvermittlung.
  • Der Begriff der ‚Lebensschule’ verweist auf Lernkonzepte, die Musik, Theater, Handwerk, Sport, Spiel und alljährliche Klassenfahrten in den Unterrichtsalltag einbeziehen.
  • Schließlich versteht sie sich nicht zuletzt auch als ‚Stadtteilschule’, die in Gelsenkirchen-Bismarck in vielfältiger Weise mit dem lokalen Umfeld verknüpft ist.

Die Attraktivität der EGG ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und sorgt dafür, dass die Schulleitung das jährliche Anmeldeverfahren mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht. Von den deutlich mehr als 300 Aufnahmewünschen aus dem ganzen Stadtgebiet können maximal 150 berücksichtigt werden. Die dadurch bedingten vielen Absagen sorgen für Enttäuschung bei denen, die keinen der begehrten Plätze bekommen konnten.

Gute Voraussetzungen für die Umsetzung der pädagogischen Konzepte bietet auch die einzigartige und vielfach preisgekrönte Architektur. Da ist einmal ein großzügiges Hauptgebäude mit Bibliothek, Aula, Mensa, attraktiven Fachräumen und einem begrünten, offenen Lichthof, der eher an ein Caféhaus als an eine Schule denken lässt. Zum anderen bewundern Besucher immer wieder die Klassenhäuser, die auf zwei Etagen den Schülerinnen und Schülern viel Raum lassen und für jede Klasse einen eigenen Garten ebenso wie einen eigenen Sanitärbereich bereit halten.

Kinder unterschiedlicher Konfession und Nationalität leben und lernen gemeinsam an der EGG, die einen Schwerpunkt auch im Bereich des interkulturellen Lernens setzt. Gut 20% der Schülerschaft sind türkischer Herkunft, die meisten von ihnen sind Muslime. Ein eigener islamischer Religionsunterricht gehört für sie zum Stundenplan, eine Selbstverständlichkeit für eine Schule, in der die religiöse Dimension im Schulleben einen wichtigen Platz einnimmt.

Kontakt

Evangelische Gesamtschule Gelsenkirchen
Laarstraße 41
45889 Gelsenkirchen
0209/983030

Vorgestellt im i-Punkt 7/2005.

NAGEL-Redaktion – Katholische Schule St. Franziskus, Berlin-Schöneberg

Eine integrierte Reformschule: Katholische Schule St. Franziskus in Berlin-Schöneberg

An der katholischen Franziskus-Schule in Schöneberg müssen Schüler der siebten Klassen keine Angst mehr vor dem Sitzenbleiben haben. Die „integrierte Reformschule“ zeichnet sich durch vier wesentliche Neuerungen aus:

Die Oberschule bis zur 10. Klasse wird zusammengefasst, die Zweige Haupt- und Realschule sowie Gymnasium werden zusammengelegt. Anders als in einer herkömmlichen Gesamtschule bleibt der Klassenverband bestehen. Außerdem bekommt der Unterricht projektorientierte Schwerpunkte. Und: Keiner bleibt sitzen.

Ihre Wissenslücken können sie stattdessen in kleinen Gruppen im Nachhilfeunterricht schließen. Mit gezielter Förderung sollen die Leistungen der Schüler verbessert werden. Wenn sie eine Klasse wiederholen, ändern sich die Noten oft kaum, so die Erfahrungen der LehrerInnen. Unter dem Motto „Das Kind in die Mitte“ soll sich künftig auch der Unterricht ändern. Die Franziskus-Schule vereinigt unter ihrem Dach Grund- und Oberschule bis zur zehnten Klasse. Die Aufteilung der Schüler in Haupt-, Realschul- und Gymnasialklassen gehört vom neuen Schuljahr an der Vergangenheit an. Nach dem Reformkonzept lernen Hauptschüler mit Gymnasiasten gemeinsam. „Wir müssen Unterrichtsmaterialien für schwache, mittlere und gute Schüler parat haben“, sagt Englischlehrerin Janette Beckmann. An der Franziskus-Schule werden etwa 750 Schülerinnen und Schüler aus mehr als 25 Nationen in Grund- und Oberschule unterrichtet. Diese Vielfalt prägt die Schulgemeinschaft; Lehrer und Schüler leben hier im christlichen Sinne friedlich zusammen. Die Franziskus-Schule hat sich immer als eine Schule verstanden, die für alle Kinder da ist. Sie will die Kinder dort abholen, wo sie stehen, das Schulkonzept wird daher kontinuierlich weiterentwickelt.

Seit 1990 wird ein Zweig der Grundschule nach den Prinzipien der Montessori-Pädagogik unterrichtet. Der Kernsatz „Hilf mir, es selbst zu tun“ dient als Grundlage für die Planung und Durchführung des Unterrichts. In jahrgangsübergreifenden Klassen (Klasse1-3) beginnen die Schüler um 8.05 Uhr mit Freiarbeit. Diese endet mit dem gemeinsamen Frühstück. Während der Freiarbeit wählen die Schüler eine Arbeit aus der vorbereiteten Umgebung selbstständig aus, entscheiden sich für eine Arbeitsform und die Arbeitsdauer. Die Aufgaben des Lehrers bestehen darin, die Kinder gut zu beobachten, damit er weiß, welche Angebote bereitzustellen sind, und eine Entscheidung zwischen Abwarten und Eingreifen zu treffen.

Die Erfahrung zeigt, dass Schüler, die in jahrgangsübergreifenden Gruppen lernen, in jeder Hinsicht davon profitieren: die jüngeren von den älteren, weil sie von ihnen und mit ihnen lernen können; die älteren müssen beim Erklären Gelerntes verbalisieren, dabei entwickeln sich neue Strukturen, und es tauchen eventuell neue Fragen auf, die zu klären sind.

Geplant sind mehr Gruppenarbeit sowie projektorientiertes, selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen. Teamarbeit wird künftig auch von den Lehrern gefordert. Mit der Reformschule ändert sich auch der Stundenplan. So sieht die Stundentafel der siebten Klasse in den Hauptfächern wie Deutsch, Englisch, Mathematik nur drei anstatt bisher vier Wochenstunden vor. In den neu gewonnenen Stunden werden Lerntechniken vermittelt und Wochenarbeitspläne entwickelt. Auf dem Programm stehen auch Bildungsreisen.

Am Nachmittag kooperiert die St. Franziskus-Schule mit Mitarbeitern des Malteser Hilfsdienstes, die zur Kinder- und Jugendbetreuung an der Schule ein dreijähriges Modellprojekt gestartet haben.


Adresse

Katholische Schule St. Franziskus
Hohenstaufenstraße 1
10781 Berlin
030/21 635 12

Wir bedanken uns bei Katja Heßling, Referentin bei der LAG Kath. Offene Kinder- und Jugendarbeit NRW, für den Hinweis auf die St. Franziskus-Schule.

NAGEL-Redaktion – Realschule des Freeien Grundes, Neunkirchen/Siegerland

Wie in jeder Schule lernen unsere Schüler im Unterricht Mathe, Deutsch, Englisch, Geschichte, Physik und und und …

An unserer Schule haben die Schüler aber die Möglichkeit, neben den Fachkenntnissen noch ganz andere Fähigkeiten zu erwerben:

Firmen

In unseren sieben Schülerfirmen lernen unsere Schüler, wie man organisiert, mit Kunden umgeht, Geld ausgibt, einnimmt und damit haushaltet.

Schülersanitätsdienst

In unserem Schülersanitätsdienst lernen unsere Schüler mit Krankheiten und Verletzungen ihrer Mitschüler umzugehen und sie liebevoll zu betreuen.

Streitschlichtung

In unserer Streitschlichtungsausbildung lernen unsere Schüler, Konflikte untereinander selbst und gewaltfrei durch Schlichtungsgespräche zu lösen.

Methodenkompetenztraining

In unserem Methodenkompetenzunterricht erwerben unsere Schüler Arbeitstechniken, die ihnen helfen selbstständig Wissen zu erarbeiten und gezielt anzuwenden.

Stufenplan

Im Rahmen unseres Stufenplans lernen unsere Schüler, ihr Fehlverhalten selbst zu benennen, einzuschätzen und durch selbst gefundene Lösungen einzustellen.

Rock-Pop-Theater

Durch Einüben und Aufführen unserer Rock-Pop-Theaterstücke lernen unsere Schüler, ein positives Körpergefühl zu gewinnen und ihre kreativen Fähigkeiten einzusetzen.

Alle diese Betätigungsbereiche erfordern ein gemeinsames Miteinander. Die Schüler lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und erwerben Selbstvertrauen, weil sie sich als ernst genommenes Mitglied einer Gruppe erfahren können.

Na? Neugierig geworden?

Dann stöbern Sie auf unserer Homepage, dort werden Sie noch vieles mehr finden!!!

Anmerkung der Redaktion: Dass es gelingt, alle Jugendlichen nach dem Verlassen der Schule in eine Lehrstelle bzw. eine weiterführende Schule zu vermitteln, erscheint besonders erwähnenswert. Die Bewerbungsprofile der jungen Leute sind ebenfalls im Internet zu finden.

Kontakt

Realschule des Freien Grundes
Am Kirchweg 1
57290 Neunkirchen/Siegerland
02735/4041

NAGEL-Redaktion – Freie Schule Bochum

Wir empfehlen einen Blick auf die Internet-Seiten der Freien Schule Bochum. Die Freie Schule Bochum wurde 1981 gegründet und ist eine private Gesamtschule besonderer pädagogischer Prägung für die Jahrgangsstufen 1 bis 10. Die Schule ist eine Ganztagsschule.

Frühstück und Mittagessen werden an allen Tagen gemeinsam in der Schule eingenommen. Derzeit besuchen unsere Schule 170 SchülerInnen im Alter von 6 bis 16 Jahren. Nach ausführlichen Gesprächen mit Eltern, Kind und Lehrkräften wird zu Beginn eines jeden Schuljahres eine Gruppe von 16 Kindern neu aufgenommen. Einmal im Monat findet in jeder Klasse ein Elternabend statt. Eltern sind eingeladen, in unterschiedlichen Gremien der Selbstverwaltung mitzuarbeiten.

Wie jede andere Gesamtschule auch, hat auch die Freie Schule Bochum das Recht, staatlich anerkannte Zeugnisse für den Hauptschulabschluss und die Fachoberschulreife – auch mit Qualifikationsvermerk für die gymnasiale Oberstufe – zu vergeben.

Die Termine der regelmäßig stattfindenden Informationsveranstaltungen können im Sekretariat erfragt werden. Dort werden auch Voranmeldungen für Neuaufnahmen entgegengenommen.

Das Konzept der Schule knüpft zum einen an Elemente der traditionellen Reformpädagogik an, zum anderen richtet es sich nach erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen der Gegenwart. In der über 20-jährigen Praxis der Schule haben sich vor allem folgende Besonderheiten bewährt:

  • vielfältige und handlungsbezogene Unterrichtsmethoden und Lernformen (Wochenplanarbeit, Freiarbeit, Kurse, AGs, vier Projektstunden pro Woche und vier Projektwochen pro Jahr, drei mehrwöchige Betriebspraktika ab Klasse 8, häufige Exkursionen und Klassenfahrten),
  • andere Formen der Beurteilung: statt Zensuren und Sitzenbleiben Gespräche und Jahresbriefe, die über das Lerngeschehen und die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler berichten,
  • weitgehende Mitbestimmungsrechte für die Schülerinnen und Schüler, aber auch mehr Verantwortung und Pflichten, z.B. beim Aufräum- und Küchendienst oder in der Projektzeit.

Anschrift

Freie Schule Bochum
Wiemelhauser Straße 270
44799 Bochum
(0234)72648

NAGEL-Redaktion – Gesamtschule Holsterhausen, Essen

Wir empfehlen den Blick auf die Internetseiten der Gesamtschule Essen-Holsterhausen. Noch relativ jung in der Schullandschaft – 1997 gegründet – kann sie sich vor Anmeldungen Jahr für Jahr „kaum retten“. Viele Interessierte müssen leider „abgewiesen“ werden. Qualität spricht sich eben herum. Wir dokumentieren hier Auszüge aus dem Selbstverständnis der Schule.

 

Im Leben lernen – Im Lernen leben: Selbstverständnis

Wir verstehen unsere Schule als einen Lebens- und Erfahrungsraum in der Verantwortungsgemeinschaft von Kindern und Jugendlichen, ihren Eltern, den pädagogischen Professionellen und den Partnern unserer Schule. Wir verstehen uns als Schule, die sich den Herausforderungen der AGENDA 21 in besonderer Weise verpflichtet weiß. Wir heißen darum „AGENDA-Schule“. Wir sind ein „Haus des Lernens“, in dem allewillkommen („Inclusion“) sind , in dem alle Lernende sind. Viele Kinder aus vielen Kulturen mit Begabungen aller Art (auch lern-, körper-, geistig behinderte Kinder) sollen sich in unserer Schule zu Hause fühlen.

  • Lernen: Wissen zu erwerben
  • Lernen: zusammen zu leben
  • Lernen: zu handeln

sind die Fundamente, auf dem unser „Haus des Lernens“ immer weiter aus- und fortlaufend auch umgebaut wird.

 

Maximen unserer AGENDA-Schule

  • Unser Grundverständnis: Jede zählt, jeder ist einzigartig!
  • Wir wollen alles Leben achten und schützen und Gewalt zurückweisen.
  • Probleme sehen wir als Herausforderung an. Fehler sind Chancen zum Lernen.Verschiedenheit schätzen wir als Bereicherung.
  • Unsere Schule soll ein Ort der interkulturellen Begegnung, der interkulturellen Erfahrungen, des interkulturellen Lernens, des interkulturellen Verstehens, der interkulturellen Achtung sein.
  • Wir gehen achtsam und nachhaltig mit Ressourcen um, vermeiden Müll, sparen Energie.Wir ermutigen zum demokratischen Miteinander. Eltern sind willkommene Partner in der Schule.Im Klassenrat regelt die Klasse ihre eigenen Angelegenheiten.
  • Die wöchentliche Versammlung ist ein Ort des öffentlichen Diskurses vor der gesamten Schulgemeinde.
  • Beim „Koseln“ kooperieren Schüler, Eltern und Lehrer.
  • Im „Forum Lernen“ erfahren und reflektieren wir die Bedingungen gelingenden Lernens.
  • Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung in der Schule und für die Schule in der Form von Schülerfirmen, in der Rolle als Streitschlichter, als Energie-Experten, als AGENDA-Detektive, als Moderatoren der Versammlung, als technischer Dienst, alle im „Projekt: Verantwortung“.
  • Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung im Gemeinwesen: z.B. in von der Stadt zertifizierten AGENDA-Projekten.
  • Der kleine große Mut im Alltag erfährt Stützung und Stärkung – „Civil-Courage: Ausgezeichnet!“
  • Leistungen und besonderes Engagement erfahren Anerkennung und Würdigung. Wir loben bewusst und gerne. Mutkarten spornen an. In einer „Belohnungs-Kiste“ schlummern Belohnungen. Am Ende jedes Halbjahrs sprechen wir viele Auszeichnungen aus. Auf einem Fest feiern wir, was an Verantwortung erbracht wurde. Auf einem anderen Fest würdigen wir gezeigte Civil-Courage. Arbeiten, in denen Anstrengungen zu erkennen sind, werden öffentlich präsentiert. Wir stellen vieles gerne aus.
  • Expertinnen und Experten sind uns Partner beim Weiter-Lernen.
  • Unsere Schule öffnet sich als ein kulturelles Zentrum im Gemeinwesen.

 

 

Anschrift:

Gesamtschule Holsterhausen
AGENDA-Schule
Böcklinstraße 27
45147 Essen
0201/878 49-30

NAGEL-Redaktion – Sudbury-Schule Berlin-Brandenburg, Berlin (November 2005)

Stell dir eine Schule vor, in der Schüler jeden Alters selbst entscheiden, womit sie ihre Zeit verbringen, und in der Entscheidungen von allen gemeinsam demokratisch getroffen werden. Sudbury-Schulen sind solche Schulen. Weltweit gibt es mehr als 20 davon. Die älteste, die Sudbury Valley School in den USA arbeitet seit 35 Jahren erfolgreich nach diesen Grundsätzen. 

In Berlin arbeiten engagierte Menschen daran, eine Schule nach dem Sudbury-Modell zu gründen. Auf ihren Internetseiten wird sowohl die in Berlin in Gründung befindliche Schule als auch das Sudbury-Schulmodell im Allgemeinen vorgestellt. 

Grundsätze einer Sudbury-Schule  

  • Die Kinder und Jugendlichen entscheiden selbst, wie sie ihre Zeit verbringen. 
  • Niemand wird gezwungen oder gedrängt, bestimmte Dinge zu lernen oder an bestimmten Aktivitäten teilzunehmen. Es gibt keinen Lehrplan.Unterricht kommt nur zustande, wenn Schüler dies ausdrücklich verlangen.
  •  Schüler und Mitarbeiter sind gleichberechtigt. 
  • Es gibt Regeln; diese werden von der wöchentlichen Schulversammlung, bei der jeder Schüler und jeder Mitarbeiter eine Stimme hat, diskutiert und per Mehrheitsentscheidung beschlossen. Regeln gelten für Schüler und Mitarbeiter gleichermaßen. 
  • Ein von der Schulversammlung bestimmtes Justizkomitee untersucht Beschwerden über die Verletzung von Regeln und ist berechtigt, Strafen zu verhängen. Die Möglichkeit zur Berufung besteht. 
  • Die Schulversammlung entscheidet in geheimer Wahl, wer im nächsten Jahr Mitarbeiter sein wird. 
  • Es gibt keine Klassenstufen und keine Trennung nach dem Alter. 
  • Es gibt keine fremde Bewertung – weder Zensuren, noch schriftliche Beurteilungen.

Anschrift:
Sudbury-Schule Berlin-Brandenburg e.V.
Pappelallee 19
10437 Berlin
030/42 80 23 02

NAGEL-Redaktion – Laborschule, Bielefeld (Oktober 2005)

Wir empfehlen den Blick auf die Internetseiten der Laborschule Bielefeld. Sie ist staatliche Versuchsschule des Landes Nordrhein-Westfalen und wurde zusammen mit dem benachbarten Oberstufen-Kolleg 1974 nach den Vorstellungen und unter der Leitung des Pädagogen Hartmut von Hentig gegründet. Sie hat den Auftrag, neue Formen des Lehrens und Lernens und des Zusammenlebens in der Schule zu entwickeln und diese Ergebnisse der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Ihre Arbeit ist also sowohl praktischer als auch theoretischer Natur. Die Laborschule ist ein Dauerversuch. Was wir nicht verstehen: Obwohl sie Spitzenwerte in der PISA-Studie (1) geholt hat, bleibt sie ein Versuch, wird aus diesem Modell nicht die Regelschule.

Schule als Lebens- und Erfahrungsraum: Die Laborschule möchte ein Ort sein, wo Kinder und Jugendliche gern leben und lernen. Sie möchte ihnen wichtige Grunderfahrungen ermöglichen, die viele von ihnen sonst nicht machen könnten. Leben und Lernen sollen, soweit dies möglich und sinnvoll ist, eng aufeinander bezogen sein. Der Unterricht folgt dem Prinzip, Lernen an und aus der Erfahrung (und nicht primär aus Belehrung) zu ermöglichen. Die Schule ist mit Lerngelegenheiten ausgestattet, die solches Erfahrungslernen begünstigen. Darüber hinaus versteht die Schule sich als In-die-Stadt-hinein-Schule, die die nähere und weitere Umgebung, die Natur, die Kommune, die Region als Lernmöglichkeiten in ihre Arbeit einbezieht.

Mit Unterschieden leben: Die Schule will die Unterschiede zwischen den Kindern bewusst bejahen und als Bereicherung verstehen. Daraus ergibt sich eine weitgehende Individualisierung des Unterrichts, die Rücksicht auf das unterschiedliche Lerntempo der Kinder und ihre individuell verschiedenen Bedürfnisse und Fähigkeiten nimmt. LaborschülerInnen leben und lernen gemeinsam in leistungs-, teilweise auch altersheterogenen Gruppen. Die Schule will niemanden aussondern, es gibt auch kein „Sitzenbleiben“ und keine äußere Leistungsdifferenzierung, an deren Stelle die Differenzierung der Angebote tritt.

Schule als Gesellschaft im Kleinen: Die Schule versteht sich zugleich als Gemeinschaft aller in ihr tätigen Personen, die einander in ihrer Unterschiedlichkeit akzeptieren und achten. Die Verhaltensweisen, die von erwachsenen BürgerInnen unserer Gesellschaft erwartet werden, sollen hier im Alltag gelernt werden: das friedliche und vernünftige Regeln gemeinsamer Angelegenheiten. Solches Lernen geschieht durch Verantwortung und Beteiligung. In dieser „Gesellschaft im Kleinen“ lernen die Einzelnen, für übernommene Aufgaben und zunehmend auch für den eigenen Lernweg verantwortlich einzustehen.

Stufung: Die Schule ist eine Brücke zwischen dem Leben des kleinen Kindes in der Familie und dem Leben des Erwachsenen in der Gesellschaft. Sie ist selbst in sich gestuft. Dieser Stufung entspricht auch die Gliederung des Lernfeldes. Die kleinen Kinder lernen ganzheitlich-ungefächert „am Tag entlang“. Mit zunehmender Differenzierung des Lernens und der verschiedenen Zugänge zu seinen Gegenständen ergeben sich Erfahrungsbereiche, die nach und nach eine zunehmende Spezialisierung der Lerntätigkeiten herausformen.

Anschrift:

Laborschule an der Universität Bielefeld
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld
0521/106-6990

 

(1) Die Laborschule wurde im Rahmen der PISA-Studie einzeln und umfassend getestet.

NAGEL-Redaktion – Fridtjof-Nansen-Schule, Hannover (September 2005)

Als „etwas andere“ Schule finden Sie hier die Fridtjof-Nansen-Schule (FNS) aus in Hannover-Vahrenheide. Mit dem Thema „Bewegte Schule – Schule als lernendes System im Stadtteil“ hat sie sich auf den Weg gemacht, Schule konkret auf die Bedürfnisse der Gegenwart und der Zukunft zu beziehen.

Die FNS baut auf die bereits gesammelten Erfahrungen

  • als Pilotschule im internationalen WHO-Projekt „Netzwerk gesundheitsfördernder Schulen“
  • als eine volle Halbtagsschule mit integriertem Hort
  • als Modellschule am Schulprojekt „Opus“ (offenes Partizipationsnetz und Schulgesundheit)
  • als Mitglied im Netzwerk Innovativer Schulen der Bertelsmann Stiftung

 

Fridtjof-Nansen-Schule
Leipziger Straße 38
30179 Hannover
0511/168-40499

Zum Besuch der Internetseiten der Fridtjof-Nansen-Schule auf das vorstehende Logo klicken!

Die Zeit interviewte den Schulleiter Hermann Städtler für ihre Ausgabe 8/2002. Mit einem Klick auf den Schriftzug der ZEIT können Sie sich das Interview herunterladen.

Auf der Abbildung am Anfang dieser Seite ist das so genannte „Stangengestrüpp“ zu sehen, dass an der Fridtjof-Nansen-Schule entwickelt wurde und sich dort seit etlichen Jahren in Aktion befindet. Es ist bis fünf Meter hoch. Bisweilen tummeln sich fünfzig Kinder auf diesem Klettergerät. Unfälle gab es keine. Kinder trauen sich eben in der Regel nur soviel zu, wie sie können. Ein gutes Beispiel für Risiko als Spielwert! Das hat auch den niedersächsischen Gemeindeunfallversicherungsverband veranlasst, dieses Gerät offiziell zu genehmigen. Das Stangengestrüpp wird inzwischen von der Firma Richter Spielgeräte vertrieben.

NAGEL-Redaktion – Grundschule am Sandsteinweg, Berlin (August 2005)

Aufmerksam gemacht wurden wir auf die Grundschule am Sandsteinweg im Rahmen eines mehrstündigen Gesprächs zur Vorbereitung einer Examensarbeit. Dort erfuhren wir vom Stress der angezeigten Schule, bevor sie sich veränderte. Und sie hat sich verändert! Sie hat keinen Schülerstress mehr. Und wir empfehlen sie zur Nachahmung.

Adresse:
Grundschule am Sandsteinweg
30. Grundschule Berlin-Neukölln
Hornblendeweg 2
12349 Berlin
030/762 86-11

NAGEL-Redaktion – ABA Fachverband empfiehlt

Peter Weskamp/Jürgen Zinnecker (Hrsg.)
Bildung und Beteiligung

„Bildung und Beteiligung – Die Qualität des Sozialen und die Zukunft der jüngsten Generation“ heißt ein umfassendes Buch, das Dr. Peter Weskamp und Prof. Dr. Jürgen Zinnecker über die Soziale Akademie Siegen-Wittgenstein herausgegeben haben. Es fußt auf Beiträgen des 2. Regionalen Jugendhilfetages 2002, der an der Universität Siegen stattfand. Erfasst werden neben veränderter Kindheit und Jugend in zahlreichen Beiträgen Bildung und Kindertageseinrichtungen, Schule und Sozialraum, Beteiligung und Qualität im Jugendamt, Jung und Alt sowie Existenzgründungen in der Sozialen Arbeit.

Veröffentlicht werden die Plenarvorträge von Klaus Hurrelmann (Universität Bielefeld) zum Thema „Der veränderte Stellenwert von Kindheit und Jugend im Lebenslauf“ und Bernt-Michael Breuksch (Ministerium für Schule, Jugend und Kinder NRW) zur Bildungsvereinbarung des Landes NRW mit den Kindertageseinrichtungen.

Zum Themenkomplex „Bildung und Kindertageseinrichtungen“ können nachgelesen werden der „Vorschlag zu einem offenen Bildungplan für frühkindliche Bildung in NRW“ von Gerd E. Schäfer (Universität Köln) sowie „Bildung versus Leistung – Zwei konkurrierende Prinzipien in der (Grund-)Schule“ von Isabell Diehm (Universität Frankfurt am Main).

In der Sparte „Schule und Sozialraum“ beschäftigt sich Argyro Panagiotopulou (Universität Siegen) mit der „Einführung von SchulanfängerInnen in die Schriftkultur“. Sie stellt dabei die Ergebnisse aus einer ethnographischen Feldstudie vor. Christian Klöckner (Universität Bochum) beschreibt anhand von Ergebnissen aus dem LBS-Kinderbarometer das „Wohnumfeld und die Partizipationswünsche von Kindern“. Sabine Maschke und Ludwig Stecher (beide Universität Siegen) stellen „Soziale Räume – Wohnen und Infrastruktur“ vor. Ferner beschreiben sie, dass junge Leute Engagement zwar bejahen, Politik aber ablehnen. Richard Schröder (seinerzeit noch Leiter der ProKids-Instituts in Herten) beschreibt „Kommunale Partizipation von Kindern“.

Im Kapitel „Beteiligung und Qualität im Jugendamt“ stellt Michael Schumacher (Universität Siegen) die Ergebnisse eines Modellversuchs aus Sicht der wissenschaftlichen Begleitung vor, die Qualitätsentwicklung zum Ziel hat. Entwickelt wurden daraus die Wirksamkeitsdialoge. Reinhard Liebig (Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut mit der Universität Dortmund) präsentiert ein weiteres neues Instrument: Die Strukturdatenerhebung zur Offenen Kinder- und Jugendarbeit in NRW. 1  Martin Lengemann (Landesjugendamt Westfalen-Lippe) beschreibt eindrucksvoll das Modellprojekt „Qualität durch Beteiligung an der Hilfeplanung“. Martin Wüst (Evangelische Jugendhilfe Friedenshort) dokumentiert in „Familie aktiv“ eine neue Form der Familienhilfe. Sabine Wagenblass (Institut für soziale Arbeit, Münster) und Manfred Heiler (Sozialdienst Siegen-Wittgenstein) schließlich runden das Kapitel ab durch Dokumente aus dem Bereich „sozialer Frühwarnsysteme“.

Unter dem Aspekt „Jung und Alt“ schaut Insa Fooken (Universität Siegen) auf das „dritte Lebensalter“ und fragt nach Bereitschaften zum freiwilligen Engagement. Hierzu wurde in der Stadt Siegen eine Befragung durchgeführt. Christel Ruback (Universität Siegen) geht dem Thema nach, ob Senioren Opfer von Gewalt sein können. Aus dem Blickwinkel einer Supervisorin beschäftigt sich Andrea Dittmann-Dornauf mit „Generationsunterschieden bei den Professionellen der Sozialen Arbeit und deren Auswirkungen auf die Praxis“.

In einem abschließenden Kapitel stellt Susanne Schmidt (föbe GmbH) die Möglichkeiten und Chancen sozialer Dienstleistungsbetriebe vor. Klaus Mertens (Unternehmensberatung Mach- und Tagewerk) befasst sich abschließend erneut explizit mit „Existenzgründungen in und aus der sozialen Arbeit“.

ISBN 3-00-012174-9, Soziale Akademie Siegen-Wittgenstein, Siegen 2003, 266 Seiten

1 Der Bericht kann inzwischen angefordert werden über das Ministerium für Schule, Jugend und Kinder des Landes NRW (www.bildungsportal.nrw.de). Düsseldorf 2003.

NAGEL-Redaktion – ABA Fachverband empfiehlt

Esel halten
240 Seiten, zahlreiche Fotos, Zeichnungen und Tabellen, Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2002, EUR 29,90

Die Autorin plädiert für eine artgerechte Haltung und Nutzung der Esel, dementsprechend viele und vielseitige Fakten und Informationen enthält dieses Handbuch: Wesen und Herkunft, Gesundheit, Unterkunft, Ernährung, Pflege, Alter, Zucht, Erkrankungen, Erziehung, Reiten, Basten, Fahren sowie Kauf (samt Equidenpass) werden Details sachlich und nachvollziehbar thematisiert. Ein Anhang mit zahlreichen eselspezifischen (auch Tierschutz-) Adressen sowie ein ausführliches Register runden diese umfassende Praxishandbuch ab. (S.H. – gekürzte Fassung aus der fs 12/2003)

NAGEL-Redaktion – ABA Fachverband empfiehlt

Freizeit im Sattel (Hrsg.)
Pferdehaltung rund ums Jahr
Zahlreiche Farbfotos und Zeichnungen, 176 Seiten, Spiralbindung, Kosmos Verlag, Stuttgart 1998

Viele Pferdehalter träumen davon, ihr Pferd naturgemäß zu halten und ihm ein artgerechtes, gesundes Leben in einem Herdenverband zu ermöglichen. Wer sich für die Pferdehaltung in eigener Regie entscheidet, findet in den Rubriken, Tabellen und Checklisten dieses klar gegliederten Buches das ideale Instrument zur jahreszeitlichen Planung und fachgerechten Durchführung aller anfallenden Arbeiten. Monat für Monat geben erfahrene Praktiker wertvolle Tipps und Hinweise zu Auslaufhaltung und Weidepflege, Fütterung und Vorratshaltung, Stallbau, Zucht und Gesundheitsvorsorge. Ein unentbehrlicher Ratgeber rund ums Pferdejahr. Das Buch ist erhältlich über den fs-Medien-Shop: 0228/5301221 (zuzüglich Versandkosten)

NAGEL-Redaktion – ABA Fachverband empfiehlt

Ingolf Bender (Bearbeitung)
Planungshilfe für artgerechte Pferdehaltung. Mit einer Einführung von Ursula Bruhns. 52 Seiten, 35 Graphiken, 15 Fotos, Ordner, Freizeit im Sattel, Bonn 1999, EUR 23.-

Für Pferdehalter stellen sich immer wieder dieselben Fragen: Wie bringe ich meine Tiere artgemäß und gesund unter, wie plane ich Stallbau und Auslauf arbeitssparend und rationell, welche Materialien verwende ich, und wie halte ich trotzdem die Kosten gering? Oder haben Sie gerade einen alten Bauernhof gekauft und wollen ihn pferdegerecht umbauen? Lösungen dazu bietet diese Broschüre, die auch auf juristische, haltungstechnische und baurechtliche Sachverhalte eingeht. Alle Beiträge dieser Broschüre basieren auf den praktischen Erfahrungen der Autoren und haben sich seit vielen Jahren bestens bewährt.

Der Ordner ist erhältlich im fs-Medien-Shop, Telefon 0228/5301221

Mit einer Einführung von Ursula Bruns. Bearbeitet von Ingolf Bender. Neu März 1999. 52 Seiten, 35 Grafiken, 15 Fotos, 1 Tabelle, im Ordner.

NAGEL-Redaktion – ABA Fachverband empfiehlt

Nikola Fersing
Offenstallhaltung. Das ABC für artgerechte Pferdehaltung. Ein Fotoratgeber mit Bildern von Cornelia Koller. Cadmos Verlag, Lüneburg 2000, 25 Seiten, broschiert (ISBN 3-86127-237-7)

Offenstallhaltung ist mehr als Pferdehaltung in einer Weidehütte auf einer schlammigen Winterkoppel. Richtig durchgeführt, bietet sie allen Pferden angenehme Lebensbedingungen und eine weitreichend artgerechte Unterbringung. Sie sollte deshalb zum Nutzen aller Pferde weiteste Verbreitung finden! Leider hält sich teilweise hartnäckig ihr Image, das vom „Stehen im Schlamm“ bis zum Bild des vernachlässigten, verdreckten Freizeitpferdes reicht. Gute gepflegte Offenstallanlagen können dieses Image abbauen helfen.

In der pädagogischen Arbeit sind Offenstallanlagen zunehmend im Trend. In den Einrichtungen wurde inzwischen vielfach der Nutzen des Offenstalls erkannt. Offenställe sorgen nicht neben zahlreichen anderen Aspekten auf hervorragende Weise für eine verbesserte Gesundheit der Tiere. Offenställe sind nicht nur für Pferde, sondern auch für andere Tiere – wie Ziegen – geeignet.

NAGEL-Redaktion – ABA Fachverband empfiehlt

Sylvia Kroll, Fred Meyerhoff, Meta Sell (Hrsg.)
Sichere Orte für Kinder 
Handlungsmodell zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor pädophilen Übergriffen in Offenen Freizeiteinrichtungen

Erfahrungen zeigen, dass pädophile Personen oft gezielt Kinder aus sozial schwierigen Herkunftsfamilien und mit emotionalen Defiziten ansprechen. Dies geschieht häufig an bevorzugten Aufenthaltsorten solcher Kinder, zu denen auch gemeinwesenorientierte Offene Einrichtungen gehören. Diese halten in der Regel sowohl für Kinder als auch für Erwachsene Angebote bereit und sind leicht zugänglich. Weiterhin ist bekannt, dass ein Teil der pädophilen Personen Berufe ergreift, in denen sie Kontakt zu Kindern aufbauen können. Darüber hinaus nutzen pädophile Menschen z.T. Kinder und Jugendliche, die schon in einschlägigen Kreisen verkehren und bereits sexuelle Übergriffe erleben mussten, als „Schlepper“, um in Freizeiteinrichtungen Kontakte zu bisher nicht betroffenen jungen Menschen aufzunehmen

Was kann ich als Mitarbeiter einer Offenen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung tun, um der Gefahr pädophiler Übergriffe auf Kinder innerhalb der Einrichtung entgegenzuwirken?

Antworten auf diese Fragen sind in dem Buch „Sichere Orte für Kinder“ zu finden. Es ist das Ergebnis eines vierjährigen Praxis- und Forschungsprojektes des Abenteuerlichen Bauspielplatzes (ASP) Kolle 37 im Netzwerk Spiel/Kultur Prenzlauer Berg e.V., der Beratungsstelle Kind im Zentrum im EJF und der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin.

Die Autoren haben aus ihren unterschiedlichen professionellen Bezügen analysiert, welche strukturellen, personellen und prozessualen Bedingungen zu berücksichtigen sind, damit Offene Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen zu „Sicheren Orten für Kinder“ werden.

Konkret beschäftigte sich das Projekt am Beispiel des ASP mit Themen wie Organisationsentwicklung, Entwicklung der Kommunikationsprozesse bezüglich der Thematik sexueller Missbrauch, Entwicklung von Regeln für den Umgang von Erwachsenen und Kindern sowie Verfahrensweise bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch MitarbeiterInnen. Die Wahrnehmung der vorhandenen Strukturen auf dem ASP durch die Kinder und Jugendlichen wurde mit Hilfe eines Fragebogens erfasst und floss in die Struktur- und Regelentwicklung ein.

Im Buch sind die Ergebnisse in Form eines Handlungsmodells zusammengestellt, das sich auf dem ASP bereits bewährt hat. Dieses Handlungsmodell ist auch für andere Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe geeignet und bietet zudem eine Diskussionsgrundlage für Praxis und Fachöffentlichkeit.

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