ABA-BLOG

NAGEL-Redaktion – Gesunde Küche – direkt aus der Natur

Kinderrestaurant am 24. Oktober 2009

Die Eintrittskarte hilft Ihnen, bei Interesse zur Dokumentation des Projekts zu gelangen. Bitte anklicken!

Impressionen


Die Küche im Freien (Foto: Rainer Deimel)

Seit Ende Juli 2009 hat beim NaBeBa, dem Natur- und Begegnungsbauernhof für Kinder und Jugendliche in Waltrop an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel, ein neues spannendes Projekt begonnen. Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung lernen aktiv, wie man unterschiedliche Nahrungsmittel anbaut, erntet und auf verschiedene Arten zubereiten und konservieren kann. Ebenso sollen Wald- und Wiesenexpeditionen durchgeführt werden, bei denen die Kinder und Jugendlichen lernen, welche wild wachsenden Pflanzen und Kräuter essbar sind und wie man diese schmackhaft zubereiten kann.


Frische Eier von glücklichen Hühnern (Foto: Rainer Deimel)

Durch Bodenanalysen sollen die jungen Leute erfahren, welche Pflanzen in welchen Böden am besten gedeihen und wie mithilfe natürlicher Düngung den Pflanzen gute Bodenverhältnisse geschaffen werden können.


Nix für Veganer: Leckere Eier (Foto: Rainer Deimel)

Bestandteil des Projektes ist darüber hinaus der Bau eines Steinofens auf dem Gelände. Der Ofen wird derzeit von den Kindern mit viel ehrenamtlicher Unterstützung errichtet. Hier sollen demnächst Brote und Pizzen gebacken werden.

Baumeister beim Werk: Der Steinofen entsteht (Foto: Ulrike Prauß)

Als Höhepunkt soll gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Ende Oktober und in der Vorweihnachtszeit ein Jahreszeitenrestaurant veranstaltet werden. Mit Unterstützung eines bekannten Kochs werden die Kinder und Jugendlichen allen Gästen Speisen servieren, die aus selbst geerntetem Gemüse zubereitet wurden.


Mangold-Ernte (Foto: Rainer Deimel)

Das Projekt wurde gemeinsam mit dem ABA Fachverband geplant. Fachlich begleitet wird es ebenfalls vom Verband. Gefördert wird Konzept mit einem Anteil von 70 Prozent vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Projektinitiative „Pakt mit der Jugend“. Die Initiatoren hoffen noch, dass auch die „Aktion Mensch“ im Wege der Stiftungsinitiative „Die Gesellschafter“ einen Anteil der verbleibenden Restmittel übernimmt.


Die dicke Schale hat die Schnecke nicht geschafft! (Foto: Rainer Deimel)

Die Aktionen finden jeweils montag- und donnerstagnachmittags von 15 bis 18 Uhr statt. Die Angebote sind offen. Jeder, der Lust hat, kann gerne vorbeikommen und mitmachen. Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung oder anderen Handicaps sind immer besonders willkommen. Natürlich werden die selbst zubereiteten Speisen auch gemeinsam gegessen.


Allen hat es geschmeckt! (Foto: Rainer Deimel)

Die Einrichtung befindet sich in Waltrop im Stadtteil Leveringhausen/Ickersche Heide, dort am Ende der Straße „Am Rapensweg“. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.nabeba.de, Telefonisch kann man unter der Rufnummer 02309/78 38 89 Kontakt aufnehmen. Ansprechpartnerin für das Projekt vor Ort ist jeweils montags und donnerstags Susanne von Dewall.

Noch ein paar Eindrücke


Gesund, lecker und lehrreich: Essen machen! (Foto: Rainer Deimel)


Spannend zu beobachten und mitzumachen (Foto: Rainer Deimel)

Langeweile? Kennen wir nicht! (Foto: Rainer Deimel)


Gurken dürfen auch nicht fehlen! (Foto: Rainer Deimel)


Ganz schön flott, der Gast auf dem Kürbis! (Foto: Rainer Deimel)


Gewichtheber (Foto: Rainer Deimel)


Mais schälen (Foto: Rainer Deimel)


Und sich zwischendurch auch mal um andere wichtige Dinge kümmern! (Foto: Rainer Deimel)

Vorweihnachtliches Kinderrestaurant

Projektdokumentation

Das gesamte Projekt ist auf speziellen Seiten im ABA-Netz dokumentiert. Interesse? Vorstehendes Titelbild anklicken!

NAGEL-Redaktion – Klimaprojekt auf dem Abenteuerspielplatz Troisdorf 2007

Klimaprojekt auf dem Abenteuerspielplatz Troisdorf

25. bis 27. April 2007

Kontakt:

Abenteuerspielplatz Friedrich-Wilhelms-Hütte
Lahnstraße 16
53840 Troisdorf
02241/80 44 44

Klimakatastrophe auf dem Abenteuerspielplatz

Konzept und Reflexion

1. Kurzer Überblick

Auf dem Abenteuerspielplatz Friedrich-Wilhelms-Hütte e.V. in Troisdorf war für drei Tage vom 25. bis zum 27. April 2007 die Klimakatastrophe ausgebrochen. Der Spielalltag der Kinder war durch verschiedene, inszenierte Folgen des Klimawandels gestört. Große Bereiche des Platzes waren wegen Sturmgefahr abgesperrt und mit Trümmern übersäet, es gab kein fließendes Wasser und keinen Strom. Fotomontagen zeigten den Platz bei Extremhochwasser, Sandsäcke stapelten sich am Eingang des Platzes, wo ein großes Warnschild auf die Umstände hinwies. Immer wieder schallte eine Sirene über den Platz, die auch auf dem Tierartenfriedhof weiter hinten noch zu hören war. Es wurden viele Gespräche mit Kindern zu dem Thema geführt, die vor allem ihre Fragen, unterstützt durch selbst erstelltes Informationsmaterial, beantworteten. Am dritten Tag der Katastrophe wurde eine Kinder-Klimakonferenz einberufen. Hier wurden Klimaschutzmaßnahmen für den Abenteuerspielplatz beschlossen. Diese wurden im weiteren Verlauf umgesetzt, weitere Ideen werden gesammelt, um in nächster Zeit verwirklicht zu werden.

2. Situationsanalyse

2.1. Allgemein

Die Klimaproblematik beherrscht Anfang des Jahres die Medien, und es gibt ein reges öffentliches Interesse. In der Fachwelt ist die Existenz wie auch der Mensch als Hauptursache des Klimawandels nicht mehr umstritten. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Menschheit nur ein kleines Zeitfenster bleibt, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels aufzuhalten und den weltweiten Temperaturanstieg auf maximal 2°C zu begrenzen. Trotz der Dringlichkeit ist auf politischer Ebene bislang kaum ernstzunehmender Klimaschutz erfolgt.

2.2. Zielgruppe

Die (oft bildungsarmen) Besucher des Abenteuerspielplatzes, Kinder zwischen 4 und 14 Jahren, sind in der Regel bereits mit der Begrifflichkeit des Klimawandels nicht vertraut. Außerdem ist bei den Heranwachsenden ein unbewusster und oft verschwenderischer Umgang mit natürlichen Ressourcen festzustellen. Gebrauchsgüter, wie beispielsweise Fahrräder oder Schuhe, werden meist nicht gepflegt oder pfleglich behandelt. Sie gelten nach einem halben Jahr bereits als „alt“ und werden als „kaputt“ aussortiert. Für Unterhaltungselektronik, vom MP3-Player bis zum eigenen Fernseher, wird unbedacht Energie konsumiert. Müll wird bei vielen wie selbstverständlich auf der Straße oder in der Landschaft entsorgt, das Wasser laufen gelassen. Die Umweltthematik spielt weder bei Eltern noch bei Kindern eine Rolle. Das mag unter Berücksichtigung monetärer, sozialer und intellektueller Probleme verständlich sein, eine verstärkte Bewusstseinsbildung ist jedoch, insbesondere bei dieser Klientel, unter anderem aus oben genannten Gründen, dringend nötig. Letztlich kann mit einem bewussten Umgang mit Energie und Ressourcen auch eine Menge Geld gespart werden.

2.3. Institution

Der Abenteuerspielplatz bietet für die Thematisierung der Klimaproblematik gute Voraussetzungen. Die täglich durchschnittlich 60-90 Kinder und Jugendlichen kommen freiwillig und lernen somit auch freiwillig, anders als es oft in der Schule der Fall ist. Auf dem Platz ist (fast) alles möglich. Auf der Basis vorhandener Motivation und Kreativität können verschiedenste Veränderungen vorgenommen werden. Ausreichendes Material und Werkzeug ist meist vorhanden. Das Team der Hauptamtlichen ist der Thematik gegenüber sehr aufgeschlossen und sieht dringenden Handlungsbedarf. Dabei kann auf breites Wissen hinsichtlich der Klimaproblematik und möglicher (technischer) Lösungen zurückgegriffen werden. Erfahrungen in der Presse- und Umweltarbeit sind in ausreichendem Maße vorhanden.

3. Zielsetzung

Den Heranwachsenden soll die subtile und wenig greifbare Gefahr des Klimawandels bewusst gemacht werden, damit sie eventuelle Auswirkungen auf ihr Leben und auf ihren Abenteuerspielplatz realisieren. Die Kinder und Jugendlichen sollen umweltfreundliche, ‚Ressourcen schonende Handlungsalternativen kennen lernen und in ihren Alltag (auf dem Abenteuerspielplatz) integrieren, ebenso zu Hause sowie in der Schule Klimaschutzmaßnahmen thematisieren und anwenden. Über die Kinder können möglicherweise auch die Eltern erreicht werden. Die ernüchternde und vielleicht realistischere Zielsetzung ist, dass die Kinder die Klimaproblematik und eventuelle Gegenmaßnahmen kennen lernen und ihnen das Thema zumindest nicht fremd bleibt.

4. Didaktisch-methodische Überlegungen

Um unsere Klientel zu erreichen, brauchen wir einen Ansatz, der die globale und wenig fassbare Bedrohung des Klimawandels erlebbar macht und die Folgen ohne viele Worte veranschaulicht. Die Heranwachsenden sollen eventuelle Auswirkungen der Klimakatastrophe auf ihren Abenteuerspielplatz in ihrem Viertel erleben können. Die Abläufe auf dem Platz bleiben somit im Grunde gleich, allerdings unter „katastrophalen Umständen“. Die Spielabläufe der Kinder werden immer wieder gestört, sie werden an verschiedenen Stellen wiederholt mit der Thematik konfrontiert. Über die Tage soll sich ein Leidensdruck entwickeln, der die Besucher zum Nachfragen und Umdenken anregt und einen Willen zur Veränderung und Verhinderung schafft. Während der Katastrophentage stehen die Betreuer natürlich für Fragen der Kinder und Jugendlichen zu Verfügung. Am letzten Tag sollen in einer Kinder-Klimakonferenz Vorschläge zum Klimaschutz auf dem Abenteuerspielplatz gesammelt und zur Abstimmung gestellt werden. Zudem müssen themenbezogene Informationen kindgerecht gestaltet sein und auch die wenig gebildete Zielgruppe erreichen. Einfache und knappe, dafür bebilderte Texte sind nötig.

5. Vorbereitung und Projektaufbau

5.1. Vorbereitung

Zunächst ist es natürlich wichtig, dass die Pädagogen über den Klimawandel, die Auswirkungen und die möglichen Maßnahmen informiert sind, um Gespräche mit den Platzbesuchern führen zu können. Informationsmaterial muss beschafft und auf Eignung für die Kinder geprüft werden. Wir haben beschlossen, die Klima-Info für Kinder selbst zu erstellen (zum Herunterladen im Internet oder anzufordern auf dem ASP). Weitergehend haben wir überlegt, wie den Kindern der Klimawandel bewusst und erlebbar gemacht werden kann und wie wir sie damit konfrontieren können. Wir haben uns die Folgen des Klimawandels vorgenommen und Ideen gesammelt, in welcher Form diese auf dem Platz sichtbar umgesetzt werden können:

a) Hochwasser

(Extrem-)Hochwasser ist schlecht in der Realität umzusetzen. Aus Fotos vom Platz sollen mittels Hochwasserfotos aus dem Internet Fotomontagen des überfluteten Platzes erstellt werden. Diese werden in Postergröße am Eingang ausgestellt, begleitet von einer Sandsackbarriere, die die Kinder schon beim Ankommen über die Thematik stolpern lassen soll.

b) Stürme

Beim Orkan Kyrill hat es von einem der zwei großen Holztürme einige Dachbleche heruntergerissen. Deshalb nehmen wir die mitten auf dem Gelände stehenden Türme als sturmgefährdete Objekte an und sperren diese weiträumig mit Flatterband, Gittern und Pylonen ab. Dazwischen inszenieren wir ein Trümmerfeld, wie es ein Sturm anrichten könnte: Wellbleche, Balken und Bretter liegen verstreut, Fahrräder und Anhänger umgekippt herum. Die Absperrung soll dabei auch die „Hauptverkehrsader“ des Platzes trefffen, sodass die Kinder Umwege laufen und fahren müssen.

c) Stromausfall

Vielleicht keine direkte Folge des Klimawandels, aber wohl mögliche Folge von Hochwasser oder Sturm. Wir stellen auf dem gesamten Platz den Strom ab. Für eine Sirene, die die Katastrophe untermalen soll, wird hin und wieder ein Notstromaggregat angeworfen.

d) Wassermangel

Im ganzen Haus wird das Leitungswasser abgestellt. Die Toiletten werden mit Regenwasser aus nebenstehenden Gießkannen gespült, die Hände mit selbigem gewaschen.

e) Artensterben

15 Holzkreuze mit vermutlich auf Grund des Klimawandels aussterbenden Tierarten werden aufgestellt, mit Bildern der Tiere versehen und mit Grablichtern dekoriert. Zudem sind unsere Kaninchen und Meerschweinchen „(aus)gestorben“ und werden nachmittags im Stall versteckt.

f) Trockenheit/Wüstenbildung

Für Trockenheit müssen wir in dem ungewöhnlich trockenen April nicht sorgen. Es gibt die Idee, den Reitplatz (Sandboden) als Wüste umzugestalten. Davon sehen wir jedoch ab.

Die Kinder-Klimakonferenz wird in drei Teile gegliedert. Zunächst wird der Klimawandel kurz noch einmal erläutert und die gesamte Aktion erklärt. Dann sollen Vorschläge für Klimaschutzmaßnahmen auf dem Platz gesammelt und per Handzeichen mehrheitlich beschlossen werden. Am Schluss werden dann Energiesparpotenziale für daheim besprochen und Informationen verteilt. Außerdem muss die Presse informiert werden. Die Presseeinladung soll spätestens eine Woche vorher an regionale Zeitungen, Wochenblätter, Radio- und Fernsehsender geschickt werden.

5.2 Material

Es werden benötigt:

– jede Menge Bretter, Wellbleche, Äste, Gebrauchsgegenstände für das Trümmerfeld

– etwa 20 Dachlatten für die Holzkreuze

– einige Grablichter

– Gießkannen und ausreichend Regenwasser

– ca. 20 Sandsäcke (Feuerwehr) und Füllmaterial (Sand, Splitt, Erde …)

– Absperrband (100 m)

– Pylonen, Baustellenzaun

– Aufsteller (aus alten Tischtennisplatten) für Bilder und Informationen

– Recyclingpapier für die Klimainfos

– 60 Poster mit 33 Energiespartipps (kostenlos beim Greenpeace-Magazin)

– CD-Player, Verstärker, Box und Notstromaggregat für Sirene, CD mit Sirenen- und Katastrophensounds


6. Durchführung & Rückblick

Die Maßnahmen wurden wie oben erläutert umgesetzt und die Katastrophe an einem Vormittag aufgebaut und so für die Kinder inszeniert. Als wir am ersten Tag der Katastrophe das Tor öffneten, begegneten uns, neben Zeitungsreportern und einem Kameramann von RTL, Kinder mit fragenden Gesichtern. Häufigste Frage der jüngeren Kinder war: „Wann ist das passiert?“ Von den Älteren war eher ein „Was soll das?“ zu hören. Beides bot gute Möglichkeiten, mit den Kindern über die Thematik zu sprechen. Während der Katastrophentage haben wir etliche Male mit Kindern über Ursachen und Folgen des Klimawandels und über mögliche Handlungsweisen geredet. Die Kinder waren oft erstaunt, wenn sie erfuhren, wie real die Gefahren des Klimawandels bereits schon sind, wenn man ihnen als Beispiele etwa das Elbe-Hochwasser, den Orkan Kyrill oder den trockenen April nannte. Alle drei sind zwar nicht nachweisbar Folgen des Klimawandels, aber die Häufigkeit solcher Extremereignisse wird zunehmen und deshalb sind diese als Indikatoren tauglich. Dass die globale Erwärmung direkte Folgen auf ihr Umfeld und ihren „Abenteuer“ haben könnte, hat viele Kinder erstaunt und erschreckt. Mitunter mussten wir, bei einigen jüngeren Kindern, diffuse Ängste bearbeiten. Vor allem die Fotomontagen haben manche erschreckt, und wir haben anhand der grafischen Fehler gezeigt, dass das nicht real war und so schnell auch nicht sein wird. Im Laufe der drei Tage gewöhnten sich die Kindern recht schnell an die Situation, sodass wir die Situation gerne noch verschärft hätten, um den Handlungsbedarf der Kinder herauszukitzeln. Hierfür fehlten allerdings in kurzer Zeit umsetzbare Ideen.

Freitags gegen fünfzehn Uhr läuteten wir dann eine Kinder-Klimakonferenz ein, an der sich etwa 40 Kinder beteiligten. Zunächst wurde der Klimawandel noch einmal in einfachen Worten erklärt, anschließend suchten wir zusammen mit den Kindern nach Möglichkeiten, der Klimakatastrophe auf dem Platz (und zu Hause) entgegenzuwirken. In der eineinhalbstündigen Konferenz waren die Kinder zu einem großen Teil sehr aufmerksam und arbeiteten mit. Vielen fehlte jedoch das nötige Wissen, um Vorschläge zu machen. Wir waren sehr froh um ein älteres Mädchen, dass die Thematik bereits auf der Realschule behandelt hatte. Folgende Maßnahmen wurden von den Kindern der Konferenz mehrheitlich beschlossen:

a) Trecker

Der Trecker, mit dem die Kinder auf dem Platz fahren, wird weniger genutzt und zur Hälfte mit Salatöl betankt.

b) Kinder-PC

Der Kinder-Computerraum steht nur noch montags, mittwochs und freitags zum Spielen zur Verfügung, um Energie zu sparen. Somit werden zwei Tage gestrichen.

c) Solarzellen

Das Radlager (Fahrradwerkstatt und -ausleihe) wird zukünftig über Solarzellen mit Strom versorgt.

d) Toiletten

Um Wasser zu sparen, werden die Toiletten weiterhin mit Regenwasser gespült.

e) Energiesparlampen

Im ganzen Haus werden nur noch Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen benutzt.

f) Radio

Das Radio in der Werkzeugausgabe läuft erst ab 15 Uhr, um Energie zu sparen. Zwei Stunden pro Öffnungstag werden damit eingespart.

g) Heizung

Im Winter wird die Heizung um 2°C heruntergedreht. Die Fenster werden nur kurz zum Stoßlüften geöffnet.

h) Handys

Auf dem Platz gilt ein Verbot von lauter Musik vom Handy.

Einige der Maßnahmen benötigen weitere Vorbereitungen (wie etwa die Solarzellen), andere wurden sofort umgesetzt und für die Kinder durch Schilder gekennzeichnet. Wir sammeln weitere Ideen mit den Kindern und auch im Team. Zwei ältere Kinder schrieben in diesem Zusammenhang einen Brief an die Bundeskanzlerin Angela Merkel, in dem sie von ihr Anstrengungen für den Klimaschutz fordern. Auf eine Antwort warten wir bislang noch. Zukünftig nutzen wir fast ausschließlich Recyclingpapier und überlegen, für die Kinder einen Energiepass einzuführen. Um den Kinder-PC oder den Ghettoblaster benutzen zu dürfen, müsste man dann eine bestimmte Anzahl Umweltpunkte vorweisen. Die würden etwa durch das Aufsammeln von Müll oder Erzeugung von elektrischem Strom gesammelt. Dieser könnte mit einem umgebauten Fahrrad, zusätzlich zur Solaranlage, für das Radlager produziert werden.

Das Projekt ist insgesamt auf einen längeren Zeitraum ausgelegt. Eine Info-Wand erinnert, neben Hinweisen der Mitarbeiter, die Kinder an klimafreundliches Verhalten. Informationen und Energiespartipps verteilen wir weiterhin. Sollte die Thematik bei den Kindern zu weit im Hinterkopf verschwinden, kann es auch sein, dass die Katastrophe nochmals den Platz heimsucht.

Die Presseresonanz war in Ordnung. Es erschienen zwei größere Artikel mit Fotos, einige kleinere Randnotizen und ein kurzer Beitrag in den RTL-Nachrichten für Nordrhein-Westfalen. Von einigen regionalen Medienvertretern (zwei Tageszeitungen, WDR) waren wir aufgrund des unverständlichen, aber offensichtlichen Desinteresses sehr enttäuscht. Die selbst erstellte Klimainformation beinhaltete für unsere Klientel offenbar noch zu viel Text. Dabei sind nur die allerwichtigsten Informationen enthalten, sodass unseres Erachtens weitere Kürzungen nicht möglich sind. Es besteht jedoch von externen Einrichtungen bereits Interesse, das Faltblatt (etwa im Unterricht) zu verwenden.

Auf dem Sommerfest der Einrichtung wurde ein Klimastand eingerichtet, wo Kinder an einer Aktion der BUNDjugend teilnehmen konnten, um mit einem Brief an den Bundesumweltminister wirksamen Klimaschutz zu fordern. Erwachsene Besucher konnten sich per Unterschrift an einer Klimaschutz-Petition von Greenpeace beteiligen, welche die Aufnahme des Klimaschutzes in die UN-Charta sowie die Verfassungen aller Länder fordert. Außerdem konnte Ökostrom auf einem umgebauten Fahrrad, der ein Radio speiste, produziert werden.

Presseberichte und Dokumente

Faltblatt des Abenteuerspielplatzes: Kinder-Klima-Kämpfer
Faltblatt herunterladen

Rhein-Sieg Rundschau vom 27. April 2007

Extra-Blatt vom 2. Mai 2007

Rundblick Troisdorf vom 8. Mai 2007
Rundblick.jpg

Die NAGEL-Redaktion bedankt sich bei Simon Sakowski und dem Team des Abenteuerspielplatzes Friedrich-Wilhelms-Hütte in Troisdorf für das freundlich gelieferte Material, das wir hier gern zur Verfügung stellen.

Dortmund, 4. September 2007

NAGEL-Redaktion – Kinder machen Kunst

Projekt „Kinder machen Kunst“ mit dem Spielbus Tummelhummel (Herne)

„Wir haben hier in einer Woche mehr gelernt als in einem Jahr in der Schule!“

In Zusammenarbeit mit dem ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V. veranstaltete der Spielbus Tummelhummel des Jugendamtes Herne eine Kunstwoche im Stadtbezirk Sodingen. Das Projekt fand auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Teutoburgia statt; im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Emscherpark (IBA) wurde dieses zum „KunstWald“ umgestaltet. Der Spielbus hat hier einen regelmäßigen Standort.

Unterstützt wurde das Projekt durch das Land Nordrhein-Westfalen; dies im Rahmen einer Förderung „Besondere Maßnahmen/Innovative Projekte und Experimente“ durch den Landesjugendplan.

Ziele

Die Kinder sollten stärker für ihre örtliche Umgebung interessiert und sensibilisiert werden und somit die Chance bekommen, in ihrem Stadtteil eigeninitiativ tätig zu werden. Als „Nebeneffekt“ war beabsichtigt, den Schutz öffentlicher Räume gleichsam zu vergrößern.

Die Kinder sollten unter Anleitung professioneller Künstler selbst schöpferisch tätig und auf ganz praktische Art und Weise an die Kunst herangeführt werden, um somit auf lustvolle Weise ihre kreativen Kompetenzen erweitern zu können.

Engagiert wurden für das Projekt die beiden Kunstpädagogen und Bildhauer Catharina und Dieter Wagner.

Da die von den Kindern geschaffenen Kunstwerke im Park verbleiben sollten, war es erforderlich, ein spezielles Konzept zu entwickeln. Neben der Erweiterung durch die Kunst der Kinder ging es auch darum, die bereits im KunstWald vorhandenen Objekte respektvoll zu behandeln. Die Kunstwerke der Kinder sollten sich anpassen und nicht stören. Gleichzeitig war beabsichtigt, die von Künstlern in der Vergangenheit geschaffenen Achsen zu verlängern. So entstand ein Konzept aus einem Haupt- und mehreren Nebenpfaden. Unter Anleitung von Catharina und Dieter Wagner war vorgesehen, dass die Kinder Großskulpturen in Form von Findlingen aus Holz schufen. Während des Projekts sollten die Kinder die Möglichkeit haben, den KunstWald – wie er ist und wie er später sein könnte – zu erfassen. Als Nebenpfad sollten Bäume in dem anliegenden Wald gekälkt werden , um spannende Marken zu setzen. Für das gesamte Projekt war die Möglichkeit gegeben, in einer Holzwerkstatt Zwergwächter zu bauen, die während der Projektwoche als Windspiele in den Bäumen aufgehängt werden sollten. Aus einem großen Granitstein sollte eine Vogeltränke entstehen, um in einem anderen Teil des Waldes im Schutz eines selbstgebauten Nestes zu verbleiben. Kleinere Skulpturen sollten aus Speckstein geschaffen werden, die die Kinder direkt mit nach Hause nehmen konnten. Als Ausklang des Projekts war eine Vernissage geplant, zu der Politiker, Eltern, die Presse und alle Interessierten eingeladen werden sollten.

Bei der Planung zu berücksichtigen war neben der Altersgruppe der Kinder der offene Charakter des Angebots; es war nicht vorhersehbar, wie viele Kinder an dem Projekt teilnehmen würden. Unter Berücksichtigung der Jahreszeit (Herbst), ging es ferner darum, in der freien Natur Arbeitsplätze für die Kinder zu schaffen, die sowohl bei Regenwetter als auch bei freundlicher Witterung zu nutzen waren. So wurde ein Tag vor Projektbeginn am üblichen Spielbusstandort ein Dorf errichtet, bestehend aus einem Jurte-Zelt mit Feuerstelle und mehreren „Ruckzuck“-Pavillons. Zur Unterbringung der Werkzeuge, Materialien sowie der Tische und Bänke standen Anhänger zur Verfügung.

Unter dem Motto Kinder machen Kunst konnte es losgehen. Eingeladen waren alle Kinder im Alter von 5-12 Jahren. In der Zeit von 11.00 bis 16.00 Uhr sollten nun die Kinder über fünf Tage eine kreative, erlebnis- und erfahrungsreiche Woche verbringen können. Für das leibliche Wohl wurde mit belegten Brötchen und Getränken wie Tee und Wasser gesorgt.

Der erste Tag schien zunächst – meteorologisch betrachtet – nicht vielversprechend zu werden. Es regnete ununterbrochen. Doch ließen sich die Kinder nicht davon abhalten, in Scharen in den KunstWald zu strömen. Zum Versammlungsort wurde nun allmorgendlich das Jurte-Zelt, in dem sich täglich über 100 Kinder um das Feuer versammelten. Die Kinder waren zum größten Teil durch die reguläre Spielmobilarbeit an diesem Standort und durch unterschiedliche Aktionen im Stadtgebiet bekannt.

Nach dem täglichen Eröffnungsritual – Begrüßung und Klärung des Tagesablaufs – fanden sich die Kinder in den einzelnen Werkstätten ein.

1. Tag

Aktivitäten: Findlinge schnitzen, Specksteinwerkstatt, Holzwerkstatt

Die Befürchtung, durch die Menge der Kinder könne sich Chaos ausbreiten, bewahrheitete sich ganz und gar nicht. Vielmehr entwickelte sich eine angenehme schöpferische Arbeitsatmosphäre, zu der einerseits das pädagogische und organisatorische Engagement der MitarbeiterInnen beitrug; andererseits lieferten die Kinder einen eindrucksvollen Beweis ihrer wunderbaren Selbstorganisationskräfte. Gemeinsam mit jungen TeilnehmerInnen wurden die einzelnen Arbeitsbereiche aufgebaut und mit den dazugehörigen Materialien ausgestattet. Während die Anleitung der Findlings-Bearbeitung von den Künstlern übernommen wurde, unterstützten und begleiteten die Mitarbeiter des Teams die Kinder in der Holz- und Specksteinwerkstatt.. Das Vorhandensein von gut sortiertem Werkzeug, viele unterschiedliche Feilen, Hämmer und Schleifpapier, Öle und Wachse, verschiedene Holzarten in diversen Stärken., Nägel und Korken, aber auch die Beratung und Unterstützung seitens der MitarbeiterInnen, waren hilfreich. Die Kinder konnten sich so schnell in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche einfinden. Die Phantasie der Kinder wurde vor allem durch die Beschaffenheit und die unterschiedlichen Formen des Materials stimuliert.

Mit unermüdlicher Ausdauer und großem Schaffensdrang wurden die Platanenfindlinge bearbeitet. Es herrschte ein geschäftiges Treiben, das nur durch den Aufruf zur Mittagspause und die knurrenden Mägen der Kinder unterbrochen werden konnte. Nach einer kleinen Stärkung nahmen die Aktivitäten bis zum Ausklingen des Nachmittags ihren Lauf. Zu beobachten war, dass dieser erste Tag vor allem auch ein Experimentieren mit Werkzeugen und Materialien war. So wurden etwa die Specksteine zu glatten, glänzenden Steinen bearbeitet, ohne ihre Form zu verändern; und in der Holzwerkstatt wurden Bretter gesägt, zusammengenagelt oder mit Heißklebepistole geklebt.

2. Tag

Aktivitäten: Bearbeiten der Findlinge, Speckstein, Figurenwerkstatt, Anmalen der Bäume

Unter Anleitung der Kunstpädagogin Catharina Wagner, fand das neue Angebot „Anmalen der Bäume“ statt. Zu diesem Zwecke rührten die Kinder eine weiße Grundfarbe, bestehend aus Kalk, Quark, Wasser und Hirschhornsalz (1) an. Anschließend suchten sich die jungen Künstler einen von der Art zu ihnen passenden Baum und grundierten diesen mit der vorbereiteten Farbe. Nach dem Antrocknen sollten die Bäume dann mit bunten Farben versehen werden. Offensichtlich machte diese Aktion den Kindern sehr großen Spaß und es war ein nachhaltiges Erlebnis, zu beobachten, wie sehr sich die Kinder mit „ihren“ Bäumen identifizierten. Manche umarmten gar „ihren“ Baum und bezeichneten ihn als „mein Freund“. So entstand im Wald ein von den Kindern geschaffener Pfad, durch den gleichzeitig der Aktionsradius erweitert wurde und neues “ Gebiet“ erobert werden konnte. Einige Platanenfindlinge konnten zum Ende des Nachmittags schon fertig gestellt werden, und die Speckstein- und Holzwerkstatt waren zum Ende des Nachmittags noch voll im Gange. Der ungebremste Ideenreichtum der Kinder führte in der Holzwerkstatt zu den ersten fertigen Holzfiguren(Wächterfiguren), die auch schon an diesem Tag teilweise mit Dispersionsfarbe angemalt wurden. Auch die Specksteine nahmen zunehmend mehr Gestalt an; dies in Form von Fischen, Seehunden und anderen Figuren.


3. Tag

Aktivitäten: Findlinge schnitzen, Figurenwerkstatt, Bäume anmalen, Nestbau

Das Schnitzen der Findlinge wurde inzwischen von einer Spielbusmitarbeiterin begleitet und unterstützt, sodass der Künstler Dieter Wagner den Nestbau beginnen konnte. Dazu begab er sich mit den Kindern in den Wald. Erst einmal wurde ein geeigneter Platz für das Projekt „Nest mit Ei“ ausgekundschaftet. Es fand sich ein zauberhafter Platz im direkt angrenzenden Gehölz, an dem es verblüffenderweise alte, hohe Weißdornbäume gab, die im Halbkreis gewachsen waren – der „perfekte Ort“ für dieses Vorhaben! Dieter Wagner erläuterte die mythologische Bedeutung des Weißdorns: Schutz vor bösen Zauberern und Hexen!

Derart eingestimmt, begannen die Kinder Äste und Reisig für die nun anstehende Arbeit zu suchen. Ergänzt wurden die Materialien durch angespitzte Tomatenpflöcke. Das Nest erhielt die Form einer Spirale, die mit den stabilen Pflöcken vorgesteckt und mit dem gesammelten Material durchwoben wurde. Die Arbeit ging schnell voran ,sodass nur noch die Fixierung mittels Draht und das Anmalen des Objekts innerhalb der nächsten beiden Tage zu besorgen war. Auch dieser Tag endete mit zufriedenen, glücklichen Kindern und MitarbeiterInnen. Einziger Kritikpunkt seitens der Kinder war das fehlende Specksteinangebot. Das Team hatte angenommen, dieses Angebot wäre bereits „ausgelaufen“ und wurde nun eines Besseren belehrt. Situations- und bedarfsentsprechend wurde für den nächsten Tag neues Specksteinmaterial besorgt.

4. Tag

Aktivitäten: Speckstein, Figurenwerkstatt/Holzwerkstatt, Fertigstellung des Nestes, Vogeltränke aus Granitstein

Neu auf dem Tagesplan war das (Bild-)Hauen einer Vogeltränke. Eigens dafür wurde ein großer Granitstein in Form eines Eis zur Bearbeitung ausgewählt, der schwer genug war, um zu verhindern, dass er unbefugterweise entfernt werden könnte.. Die Bearbeitung des Granitsteins war allerdings aufwendiger und schwieriger als die relativ einfach Umgang mit dem Speckstein. Die Arbeiten mit letztgenanntem allerdings waren eine hilfreiche „Vorabübung“ für diejenigen Kinder, die sich am Bildhauen an dem massiven Granit beteiligten. Aufgrund seiner massiven Beschaffenheit wurden Schutzbrillen benötigt, um zu verhindern, dass umherfliegende Splitter die Augen verletzen. Mittels einer Flex wurde eine Mulde auf der Oberfläche des Ei eingearbeitet. Anschließend wurde die Vogeltränke von den Kindern mit Hammer und Meißel fertiggestellt. Das Nest erhielt wie die Bäume eine Farbgestaltung in allen möglichen Grün- und Blautönen. In den anderen Bereichen waren eine Vielzahl an Skulpturen, Figuren und Bildern bereits gefertigt.


5. Tag

Aktivitäten: „Fertigstellung“ der einzelnen Kunstwerke, Gestaltung der Präsentation, Vernissage

„Auf goldenem Grund!“ (2) Unter diesem Motto stand der letzte Projekttag, der mit einer öffentlichen Vernissage endete: An diesem Ort, einer ehemaligen Kohlengrube (Zeche), wurde früher „schwarzes Gold“ gefördert – ein Ort der für viele schicksalhaft und lebensbestimmend war. Heute sind die Kinder, das „Gold“ , das gefördert werden will. Zahlreiche individuelle Fähigkeiten konnten in dieser Woche „zu Tage befördert“ (gefördert) werden. Die Vernissage wurde von Rainer Deimel, dem Referenten für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit des ABA Fachverbandes, eröffnet. Auf außerordentliche Bestätigung durch die Kinder stieß unter anderem die geäußerte These, die Handlungsorientierung und die gleichzeitige Reflexion des einwöchigen Projekts hätte womöglich mehr an Bildungsarbeit geleistet, als die Schule innerhalb eines ganzen Schuljahres dazu imstande ist. Begrüßt werden konnten neben zahlreichen Eltern und Verwandten, die Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie im nordrhein-westfälischen Landtag sowie etliche VertreterInnen aus der Herner Politik und anderen Organisationen. Die Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages hat ebenfalls angekündigt, den Kunstwerken der Kinder gelegentlich ihre Referenz zu erweisen. Schätzungsweise 250 Personen beteiligten sich an dem Abschlussrundgang; die Kinder erläuterten mit Dieter Wagner, die Kunstwerke und den Weg ihrer Entstehung. Großer Applaus bestätigte allen TeilnehmerInnen den Erfolg der einwöchigen Arbeit, der für das Wohnumfeld wunderbare – selbstgeschaffene – Kunstwerke zurücklässt. Die Identifikation der Kinder mit ihrer Umgebung konnte – wie gewollt – gesteigert werden. Das gilt auch für ihre Eltern.

Erwähnenswert auch die gewinnbringende Kooperation des Spielmobil-Teams mit den Künstlern: Neben dem erfolgreichen gemeinsamen Planen und Durchführen des Projekts konnten alle während dieser gemeinsamen Zusammenarbeit voneinander lernen und profitieren.

Das Projekt fügte sich hervorragend in den Park ein und berücksichtigte auf reflektierte Weise den kindlichen Schaffensdrang. Nicht „elitär künstlerisch“ wurden hier die Kinder eingesetzt, sondern eher wie auf einem Abenteuerspielplatz. Sie gingen mit Werkzeugen aller Art um, sie schleppten Steine, Holz und anderes Material – Leben auf einer Baustelle, umgeben von Kunst und Natur, selbst Kunst und Natur gestaltend.

Bericht: Margarete Germaine (3)
Fotos: Barbara Schorlemmer, Bochum (© ABA Fachverband)
Gestaltung dieser Seite: Rainer Deimel

(1) In früheren Zeiten wurden Bäume häufig mittels dieser Rezeptur geschützt. Diese Mischung verhindert, dass die Baumrinde bei Nachlassen des Frostes im Winter platzt.

(2) © ABA Fachverband

(3) Früher beim Spielbus Tummelhummel, seit 2005 beim Spielmobil Tobedüse und seit 2008 im Stadtteilzentrum Pluto der Stadt Herne beschäftigt.

Nachtrag: Die „Dorfbäckerei Frank“ aus Castrop-Rauxel, die an der Vellwigstraße in Herne eine Filiale betreibt, unterstützte das Projekt mit einer größeren Menge Kuchen und Gebäck. Herzlichen Dank!

NAGEL-Redaktion – Pakt mit der Jugend NRW

Beginn und Hintergrund

Die Landesregierung hat am 4. Juni 2008 mit den nordrhein-westfälischen Dachverbänden der Jugendorganisationen den „Pakt mit der Jugend“ geschlossen. Nach dem Abkommen wird das Land Nordrhein-Westfalen jährlich mehr als 80 Millionen Euro für die Jugendarbeit zur Verfügung stellen. Ministerpräsident Jürgen Rüttgers: „Die nordrhein-westfälische Jugendpolitik ist durch den Pakt mit der Jugend einen großen Schritt weitergekommen. Er stellt sicher, dass die Interessen der jüngeren Generationen auch künftig gewahrt werden. Dies ist uns in enger Zusammenarbeit mit den Jugendlichen und ihren Organisationen gelungen – ein in unserem Land noch nie dagewesener Prozess, der deutlich macht, wofür Nordrhein-Westfalen steht: ein Klima des Miteinanders, das jüngeren Menschen neue Gestaltungs- und Entfaltungschancen bietet.“

Mehr zum Auftakt des „Pakts mit der Jugend“

Sind Sie an Projekten, die aktuell im ABA Fachverband organisiert werden? Dann klicken Sie auf vorstehenden Link!

Der ABA Fachverband im „Pakt mit der Jugend“ 2009/2010

Projektreihe „Tage der Spielplatzpaten NRW 2009


Foto: Rainer Deimel

Der ABA Fachverband führt innerhalb des Pakts mit der Jugend die Tage der Spielplatzpaten NRW 2009 durch. Mehr zum Thema gibt es auf speziellen Seiten im ABA-Netz. Weiter

Projekt „Gesunde Jahreszeitenküche direkt aus der Natur“


Foto: Rainer Deimel

Ein Projekt mit nehinderten und nichtbehinderten Jugendlichen auf dem Natur- und Begegnungsbauernhof (NaBeBa) in Waltrop. Die Einrichtung ist Mitglied im ABA Fachverband. Weiter

39. Internationaler Spielmobilkongress 2010 im Ruhrgebiet

Der 39. Internationale Spielmobilkongress fand vom 29. September bis 3. Oktober 2010 im Ruhrgebiet statt. Mehr dazu

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NAGEL-Redaktion – Spielmobilkarawane


im Rahmen der Veranstaltungstage zum
Tag der Deutschen Einheit und des NRW-Tages vom 
1. bis 3. Oktober 2011 in Bonn
   Ein Projekt des     
                                                                              

 

 ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Bonn und mit Unterstützung durch das Landesjugendamt Rheinland

                     

                                       

Finanziert mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Bonn

 

Einleitung

Im Jahre 2011 war die Stadt Bonn Ausrichter der Veranstaltungstage rund um den Tag der Deutschen Einheit vom 1. bis zum 3. Oktober 2011. Ebenso wurde der NRW-Tag in diese Aktivitäten mit eingebettet.

Maßgeblich durch die Initiative der Kinderbeauftragten der Stadt Bonn, Andrea Koors, angestoßen, entstand die Idee, Mitgliedseinrichtungen des ABA Fachverband e.V., die Träger von Spielmobilen sind, zu gewinnen, sich mit ihren Angeboten in die Aktivitäten mit einzubringen. Dies wurde seitens des Verbandes mit großem Interesse aufgenommen. Gegenwärtig (2011) gibt es in der Mitgliedschaft des ABA Fachverbandes 24 Organisationen, die Träger von einem oder mehrerer Spielmobile sind. Um die Träger der Spielmobile von den hierdurch entstehenden zusätzlichen Kosten zu entlasten, wurde ein Antrag auf Projektförderung an das Landesjugendamt Rheinland gestellt.

Für die jungen Besucher des Festes wurde gemeinsam ein Konzept erstellt. Mit seinem besonderen pädagogischen Charakter war neben Spaß und Spielfreude ein Ziel, Facetten der deutschen Geschichte zu vermitteln – von der Teilung nach dem 2. Weltkrieg bis zur Wiedervereinigung 1990. Bislang hat es eine solche gemeinsame Aktion verschiedener Spielmobile unter einem Thema in Nordrhein-Westfalen nicht gegeben.

So konnte eine Förderung der Kosten aus Projektmitteln des Landesjugendplanes des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 70 Prozent erreicht werden. Die restlichen 30 Prozent bestritt die Stadt Bonn.

Mit dieser bebilderten Broschüre soll ein Eindruck über die ideenreiche Angebotspalette vermittelt werden. Die Spielmobile waren dazu drei Tage am Rheinufer aktiv. Das Angebot richtete sich an Kinder, Jugendliche sowie zahlreiche Erwachsene. Diese wurden animiert, ihren Spielbedürfnissen nachzugehen. Bestandteil der Dokumentation ist auch ein kleiner Videozusammenschnitt.

Vorbereitung

Die Initiative wurde in der Spielmobillandschaft in NRW mit großem Interesse aufgenommen. Problemlos fanden sich insgesamt 8 Träger von Spielmobilen, die sich mit großem Engagement an diese Aufgabe machten. 

Eine Vorbereitungsgruppe traf sich am 6. Juli 2011 im Freizeittreff „Quasi“ in der Rheinaue in Bonn (Spielhaus), um das Programm sowie seine Durchführung abzustimmen. 

                                                                            

                                                      

Es beteiligten sich die Spielmobile aus Bonn, Köln, Bottrop, Kerpen, Siegburg, Hilden und Herford. 

Leider sah sich das Spielmobil Köln später gezwungen, die Teilnahme aus organisatorischen Gründen abzusagen. Insbesondere die Stadt Hilden als Träger von zwei Spielmobilen schloss diese Lücke jedoch problemlos.

Viele Ideen, die dazu dienen sollten, die pädagogischen Ansprüche an die Angebotsgestaltung zu realisieren, wurden hier zusammengetragen. Viele wurden auch wieder verworfen. Aber die Phantasie kannte zunächst keine Grenzen.

 

Die Veranstaltungstage vom 1. bis 3. Oktober 2011

Die Festveranstaltung dauerte drei Tage. In diesem Rahmen waren die Spielmobile mit ihrem Angebot die ganze Zeit über präsent. Angeboten wurde am südlichen Rheinufer innerhalb der Festmeile eine reichhaltige, qualitativ hervorragende Spiellandschaft. Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass diese den historischen Hintergrund des Tags der Deutschen Einheit durchgehend mit thematisierte – wie es zuvor konzeptionell geplant war. Ein so konkreter Bezug war ansonsten auf der Festmeile kaum vorzufinden. Und obendrein spielte das Wetter wunderbar mit – drei Tage herrlicher Sonnenschein!

Neben der thematischen Ausrichtung des Einsatzes des Spielmobilinventars wurden in Vorbereitung auf die Veranstaltungstage diverse Materialien gefertigt, die zu einer spielerischen Auseinandersetzung mit dem Thema anregten – so ein Deutschland-Puzzle aus Holz, ein Länder-Memory, ein Dialekt-Quiz und anderes mehr. Von ganz besonderer Bedeutung war die gemeinsam betreute „Schuhkarton-Baustelle“.

In einer lockeren, kommentierten Bilderfolge werden nachfolgend Eindrücke der Spielmobilaktivitäten wiedergegeben.

 

Aufstellung der Fahrzeuge in Form einer Karawane in der Festmeile am südlichen Rheinufer

Sonnenschein bei 25 Grad! Der Standort der Spielmobile befand sich an der Charles-de-Gaulle-Straße am Fuß des Posturms und des ehemaligen Abgeordnetenhochhauses „Langer Eugen“ – eingebettet in das reichhaltige Angebot für Kinder und Familien. Zahlreiche der 800.000 Besucher(innen) fanden den Weg dorthin.

           

Spielmobile überbrücken Grenzen                                     Spielen reißt Grenzen ein

   So lautete das gemeinsame Motto, das die Aktionen der Spielmobile prägte.

 
Aus Holz gefertigt: Das Deutschlandpuzzle

Aus Papier gefertigt: Mauerfall-Überraschnungs-Boxen 

Ein LKW voller Schuhkartons als Material für die Aktion

Berliner Mauer: Wir bauen sie – um sie wieder einzureißen!

 

                                              

Natürlich durften auch andere Dinge gebaut werden.

Die Idee hat einen Vater so begeistert, dass er sich bereit erklärte, sämtliche Kartons, die nach Ablauf der drei Tage übrig waren, abzuholen. Er wollte sie im Rahmen eines Kindergartenfestes für eine ähnliche Aktion weiter verwenden.

Spielen und Lernen – Spielerisches Lernen

 

 

Ein Parcours …

 

… rund um …

… die deutsche Teilungsgeschichte

Beliebt bei den Erwachsenen: Das Dialektquiz

„Erste Hilfe-Maßnahme“ in der heißen Sonne …

… Sonnenhüte aus Papier herstellen – „bis der Arzt kommt“.

Drumherum

Werbung in eigener Sache

So schauten im Laufe der drei Tage die Kinderbeauftragte der Stadt Bonn, Andrea Koors, der Leiter des Jugendamtes, Udo Stein, die Abteilungsleiterin, Christina Bertram-Mayer, sowie – stellvertretend für die Jugendpfleger(innen) – Lou Krahnke vorbei.

 

 

Obwohl nur 50 Meter entfernt, fand die politische Prominenz den Weg zu den Spielmobilen leider nicht. Die Bundeswehr – ganz in der Nähe – hatte wohl spannendere „Spiele“ zu bieten. Im Bild: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es folgten u.a. Bundespräsident Wulff und Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes NRW. 

Auch die „Spielmobilchefs“ hatten ihren Spaß! Links Martin Zickel (Spielmobil Kerpen), rechts Mike Dörflinger (Spielmobil Hilden)

Chef vor Ort und Organisationsgenie: Alexander Schroers (Spielmobil Bonn)

Der alltägliche Kehraus

Wichtig ist: Auf’m Platz

Gruppenbild mit Spielmobilern – gerne bis zum nächsten Mal!

 

Auswertung

Im Nachgang wurde ein Fragebogen an die beteiligten Spielmobile versandt. Die Rückmeldungen werden unkommentiert wiedergegeben.

 

Spielmobil Bonn:

1. Wie bewertet Ihr die Aktion insgesamt?

    a) Vorbereitungsphase

„Die von uns durchgeführte Vorbereitung war aus meiner Sicht gut. Leider konnten wir keinen Einfluss auf die Gesamtorga nehmen.“

    b) Durchführungsphase

„Von meiner Sicht aus gut.“

2. War die Anforderung, dass die Aktion unter einem gemeinsamen Thema lief, eher positiv oder negativ zu bewerten?

„Positiv“

3. Was habt Ihr am meisten vermisst?

„Wir haben nichts vermisst.“

4. Würdet Ihr Euch ähnliche Aktionen der Spielmobile im ABA Fachverband e.V. öfter wünschen?

„Gerne würden wir an ähnlichen Aktionen von ABA organisiert teilnehmen. Ich kann nur bestätigen, dass solche Aktionen den Spielmobilen vor Ort helfen.“ 

5. Was Ihr sonst noch sagen wolltet: 

„Vielen Dank für die unkomplizierte Orga.“

 

Spielmobil Herford:

1. Wie bewertet Ihr die Aktion insgesamt?

    a) Vorbereitungsphase

„Die Vorbereitungsphase war  gründlich strukturiert und alle Inhalte waren gut verständlich (Wegbeschreibung, Themenauswahl).
Fehlende Informationen konnten wir gut über die Homepage bekommen und dadurch ersparten wir uns zusätzliche Telefonate.“

    b) Durchführungsphase

„Es war von unserer Seite nichts zu beanstanden. Die Einweisung, unser Ausstellungs- und Spielort war sehr gut markiert und für uns erreichbar. Wir waren mit unseren Bedingungen und Veranstaltungsort sehr zu frieden.“

2. War die Anforderung, dass die Aktion unter einem gemeinsamen Thema lief, eher positiv oder negativ zu bewerten?

„Wir fanden es positiv!!!“

3. Was habt Ihr am meisten vermisst?

„Gar nichts!!!!“

4. Würdet Ihr Euch ähnliche Aktionen der Spielmobile im ABA Fachverband e.V. öfter wünschen?

„Man könnte es zu einem regelmäßigen  Ereignis machen!!!“

5. Was Ihr sonst noch sagen wolltet: 

„Kompliment an alle, die zu dieser Veranstaltung beigetragen haben – DANKE!!!!!“

 

Spielmobil Bottrop:

1. Wie bewertet Ihr die Aktion insgesamt?

    a) Vorbereitungsphase

„Gut gelaufen, sagt Peter, der im Augenblick nicht zu erreichen ist. Ich war nicht dabei, kann es nicht beurteilen …“

    b) Durchführungsphase

„Super organisiert, gutes Team!“

2. War die Anforderung, dass die Aktion unter einem gemeinsamen Thema lief, eher positiv oder negativ zu bewerten?

„Positiv! Das Bild in der Öffentlichkeit ist dann einheitlich. 1 plus 1 ist dann mehr als 2 (philosophisch betrachtet ;-))) )“

3. Was habt Ihr am meisten vermisst?

„Unsere Dusche;-)))“

4. Würdet Ihr Euch ähnliche Aktionen der Spielmobile im ABA Fachverband e.V. öfter wünschen?

„Ja!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“

5. Was Ihr sonst noch sagen wolltet:

„Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Bleib gesund!“
LG
Nadine Puylaert

 

Spielmobil Hilden:

1. Wie bewertet Ihr die Aktion insgesamt?

„Als insgesamt sehr gelungen, inspirativer Input, Gemeinschaftsgefühl zu den anderen Spielmobilen, sehr positive Kooperationsveranstaltung mit enormem Öffentlichkeitsfaktor, Stärkung der eigenen Position, Teamarbeit und Tätigkeit.“

     a) Vorbereitungsphase

„Das eine Treffen in Bonn war gut, um die Mitstreiter kennenzulernen, die Themen auszuwählen und die Aktionen entsprechend einzuleiten. Organisatorisch wurden die Grundlagen für eine funktionierende Veranstaltung gelegt. Die Mitarbeit aller Teilnehmer war sehr gut, die Begleitung durch den ABA adäquat.“

     b) Durchführungsphase

„Der Aufbau war holperig, weil abgesprochene Aufteilungen bzw. Belegungen des vorgesehenen Platzes nicht mehr galten – seitens höherer (oder anderer) organisatorischer Vorgaben (kein Vorwurf an die Spielmobile aus Bonn, die als Gastgeber fungierten). Auch der zugesagte Stromanschluss an naher Stelle war nicht dort vorhanden, wo er sein sollte. Nach zäher Klärung und dem ‚Go‘ für den Aufbau war die Aktion dann aber äußerst gelungen: Das Teamwork war für das eigene Team wie gewohnt hervorragend. Insgesamt, auf alle teilnehmenden Spielmobile bezogen, erfolgte punktuelle Kooperation, wo sie erforderlich und sinnvoll war (Schuhkarton-Projekt, SPM Kerpen), Catering und Unterbringung völlig ausreichend, der Support durch Alex (SPM Bonn) war erstklassig und tadellos. Danke!“

2. War die Anforderung, dass die Aktion unter einem gemeinsamen Thema lief, eher positiv oder negativ zu bewerten?

„Das Motto ‚Spielmobile überbrücken Grenzen – Spielen reißt Grenzen ein‘ war – und ist – ein hehres Ziel mit hohem idealistischen Wert, welches aber bei der Veranstaltung NRW-Tag 2011 voll aufgegangen ist: Die teilnehmenden Spielmobile haben ihre (Stadt-)Grenzen überbrückt, gemeinsam miteinander ein schönes, buntes, vielfältiges Angebot präsentiert, welches alle möglichen Grenzen  (z.B. alt-jung, groß-klein, heimisch-auswärtig u.ä.) niedergerissen und damit verbindendes, soziales, spielerisches und freundschaftliches  Miteinander ermöglicht hat. Das Motto als gemeinsames Thema war Leitziel und Verbindung der verschiedenen, unterschiedlichen, vielfältigen Einrichtungen (Spielmobile), welches den roten Faden zur Aktion bildete und somit essentiell und sehr positiv zu bewerten ist.“

3. Was habt Ihr am meisten vermisst?

„Alle Menschen, die diesem gemeinsamen Handeln nicht beiwohnen und daher diese positive Erfahrung nicht teilen konnten.“

4. Würdet Ihr Euch ähnliche Aktionen der Spielmobile im ABA Fachverband e.V. öfter wünschen?

„Als Highlights aus gegebenem Anlass und Zweck gerne, wenn die Finanzierung geklärt ist, aber bitte nicht inflationär bei allen möglichen Terminen (= Weniger ist mehr!). „

5. Was Ihr sonst noch sagen wolltet:

„Danke dem ABA Fachverband – insbesondere Eva Hofmann, Rainer Deimel und Horst Oesterwind – für das tolle Engagement, den guten Support und vor allem auch die persönliche Begleitung sowie die Dokumentation und Aufarbeitung der Veranstaltung! Weiter so …“

Mike Dörflinger, Spielmobil Hilden

 

Spielmobil Kerpen

1. Wie bewertet Ihr die Aktion insgesamt?

     a) Vorbereitungsphase

Der Informationsaustausch zum aktuellen Stand hat gut funktioniert und war ausreichend. (großes Lob noch mal an die Bonner 

Das Vorbereitungstreffen war wichtig zur Klärung der unterschiedlichen Vorstellungen und es hat sich daraus die Grundstruktur der Veranstaltung ergeben. Ohne ein Treffen geht so was gar nicht.

     b) Durchführungsphase

Die Platznutzung durch die Ansprüche des Sponsors (RheinEnergie) war letztlich akzeptabel, aber wir mussten quasi darum „kämpfen“. Anfangs hieß es, wir hätten den kompletten Platz mit dem Zirkus zusammen, der sich im hinteren Teil ansiedeln würde. Letztlich konnten wir knapp ein Viertel der Fläche nutzen.

Die Wege zum Aufbauen waren speziell für uns sehr weit. Dass wir so viel Kram haben, hätten wir im Vorfeld nicht gedacht. Daher wäre ein anderer Parkplatz für uns sinnvoller gewesen. Das hätten wir aber selbst in der Planung anbringen müssen. Wir hatten ja dann auch Unterstützung durch andere Spielmobiler.

Durch die breite Beteiligung von Spielmobilen konnte ein vielfältiges Programm angeboten werden. Die Qualität der Betreuung der Schuhkartonaktion war sehr personenabhängig 😉 Aber das ist bei allen Aktionen und Projekten so. Die Bereitschaft von allen daran mitzuwirken und sich zu beteiligen war jedoch ausreichend vorhand

2. War die Anforderung, dass die Aktion unter einem gemeinsamen Thema lief, eher positiv oder negativ zu bewerten?

Wir haben das Thema nicht als einschränkend empfunden, und für die Besucher ist es eventuell leichter, sich auf einen Leitgedanken einzulassen. Insgesamt fanden wir, dass das Thema wenig für die Besucher präsent war. Ob das nun positiv oder negativ zu bewerten ist, im Sinne einer erfolgreichen Durchführung der Aktion, darüber lässt sich bestimmt trefflich streiten. 

3. Was habt Ihr am meisten vermisst?

Oktoberwetter – Schatten – Matsch   nein eigentlich net!!!
Nach reiflicher Überlegung ist uns immer noch nix eingefallen …

 

4. Würdet Ihr Euch ähnliche Aktionen der Spielmobile im ABA Fachverband e.V. öfter wünschen?

Grundsätzlich auf jeden Fall, wenn es in räumlicher Nähe ist. Wir haben das Problem, dass es unsere städtische Arbeitszeit nicht belasten darf, da wir eigentlich nur im Stadtgebiet tätig sein dürfen. Den Nutzen gemeinsamer Aktionen und den Profit der Einrichtung bei eigenen Veranstaltungen dann auch mit anderen Spielmobilen kooperieren zu können, sehen die kommunalen Entscheidungsträger bisher leider nicht.

5. Was Ihr sonst noch sagen wolltet:

Orga, Unterkunft, Verpflegung und Abendprogramm durch die Bonner einfach nur topp!!! Vielen Dank noch mal dafür! 
Danke auch an den ABA Fachverband für die Beantragung der Projektmittel, was uns erst die Teilnahme an der Aktion ermöglicht hat. Ebenso für die schnelle Abwicklung nach Projektende. 
Ebenso einen herzlichen Dank natürlich an Eva, die im Hintergrund einen guten Überblick behalten hat und immer zur richtigen Zeit in Aktion getreten ist, soweit wir das beurteilen konnten.

Lieben Gruß aus Kerpen

 

Spielmobil Siegburg  

 

1. Wie bewertet Ihr die Aktion insgesamt?

     a) Vorbereitungsphase

„Wir wurden mit allen nötigen Informationen versorgt. Ein zweites Vortreffen wäre schön gewesen, um die anderen Kollegen besser kennen zu lernen und ggf. Planungen auf einander abzustimmen.“

     b) Durchführungsphase

„Gut strukturiert von Seiten der Organisation. Tolle Versorgung mit Essen und Getränken. Herzliche und kollegiale Stimmung untereinander. Es hat sehr viel Spaß gemacht.“

2. War die Anforderung, dass die Aktion unter einem gemeinsamen Thema lief, eher positiv oder negativ zu bewerten?

„Zum Großteil war dies positiv zu bewerten. Doch zur besseren Abstimmung wäre ein 2. Treffen toll gewesen.“

3. Was habt Ihr am meisten vermisst?

„Alles okay.“

4. Würdet Ihr Euch ähnliche Aktionen der Spielmobile im ABA Fachverband e.V. öfter wünschen?

„Ist sicher wünschenswert. Doch da wir nur ein sehr kleines Spielmobil sind, kommen wir mit solchen Aktionen schon an unsere Grenzen.“

5. Was Ihr sonst noch sagen wolltet:

„Vielen herzlichen Dank für die Organisation etc. Es waren schöne drei Tage.“

 

 

 

Danksagung

Der ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V. bedankt sich ganz besonders bei den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Spielmobile, die mit viel Spaß und Engagement dieser Aktion zu einem außergewöhnlichen Erfolg verholfen haben.

„Gedankt“ sei auch der Sonne, die uns allen drei herrliche spätsommerliche Tage beschert hat: Es hätte auch anders kommen können!

Wir bedanken uns für die finanziellen Mittel, die uns seitens des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Bonn gewährt wurden und die fachliche Unterstützung bei der Antragstellung durch das Landesjugendamt Rheinland.

 

 

Impressum

Text und Layout:

Horst Oesterwind-Stiller (SGU Oesterwind, Service für gemeinnützige Unternehmungen)

Rainer Deimel (ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.)

Fotos:

Rainer Deimel, Horst Oesterwind-Stiller, Nina Fischer, Martin Zickel, Mike Dörflinger, Alexander Schroers u.a.

Videoaufnahmen und Zusammenschnitte:

Horst Oesterwind-Stiller (SGU Oesterwind, Service für gemeinnützige Unternehmungen)

 

 

Alle Rechte bei:

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.
Clarenberg 24
44263 Dortmund

 

Weiterverwendung mit Quellenangabe erwünscht!

 

 

Dokumentation als Broschüre herunterladen

NAGEL-Redaktion – Begleitmaterial zum Thema „Professionelles Handeln“

 

Berufliches

Kita-Studie der GEW: Wie gehts im Job? Sozio-demographische Merkmale, Qualifikationsprofil, Arbeitgeber, Rahmenbedingungen, Entwicklung von Kitas, Arbeitssituation (Konzept und Ausführung: Kirsten Fuchs-Rechlin, Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik, Dortmund, 2007, 52 Seiten, 400 KB) – Broschüre herunterladen

Beruf und Gesundheit

Attya Khan: Betriebliche Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten (Dissertationsschrift 2005, Technische Universität Dresden) – Beim Zitieren bitte stets angeben: http:// nbn-resolving.de/urn:nbn:de:swb:14-1139909229474-62274 (258 Seiten, 1,6 MB) –  Dissertationsschrift herunterladen

Forschungsbericht zur beruflichen und gesundheitlichen Situation von Kita-Personal in Sachsen. Ein Vergleich des Landkreises Torgau-Oschatz mit der Stadt Zwickau (Technische Universität Dresden) – Ausführung: Marlee Thinschmidt, Britt Gruhne und Simone Hoesl (Untersuchung 2005-2007, veröffentlicht 2008 von der TU Dresden, 136 Seiten, 1,6 MB) – Bericht herunterladen 

Einrichtungen

Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege zu den Themen Erziehung, Bildung und Betreuung von Kindern (Positionierungen), Berlin 2008: Kinderpflege als Berufsfeld, qualitativ hochwertige Angebote, Kita beitragsfrei, Vor- und Nachbereitungszeit von Erzieherinnen, keine Kita-Pflicht, keine Schulpflicht für Fünfjährige, Sprachförderung, bessere Finanzierung der Fachaufsicht, kein Betreuungsgeld (7 Seiten, 66 KB) – Positionierungen herunterladen

Bundesjugendkuratorium: Zukunftsfähigkeit von Kindertageseinrichtungen (Stellungnahme, München 2008): Öffentliche Diskussion,Zielbestimmung, Zukunft, konzeptionelle Grundlagen, Ressourcen, Steuerung von Reformprozessen, öffentliche Verantwortung (27 Seiten, 430 KB) – Stellungnahme herunterladen  

Qualifizierung

Ergebnisse der Studie Qualitätsanforderungen an ein Fort- und Weiterbildungskonzept für ErzieherInnen – durchgeführt im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung – Ausführung: Dr. Christina Stockfisch, Dr. Monika Stricker und Annette Meyer (Berufsfortbildungswerk des DGB, 2008): Pädagogische Herausforderungen, berufliche Kompetenzerweiterung, Folgerungen für die Fort- und Weiterbildung – Herunterladen

NAGEL-Redaktion – Mehr Einheitlichkeit und Durchlässigkeit bei Aus- und Weiterbildung für Erzieher/innen gefordert

Nach Schätzungen des Deutschen Jugendinstituts werden sich 2012 in Deutschland etwa 1.600 junge Menschen mit einem (Fach-)Hochschulstudium als frühpädagogische Fachkräfte qualifizieren. Damit sind sie gegenüber den rund 16.000 Erzieherinnen und Erziehern, die pro Jahr die Fachschulen mit einem Diplom verlassen, eine noch kleine, aber stetig wachsende Gruppe. 67 Prozent der Studierenden frühpädagogischer Studiengänge haben eine Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher und nutzen das Studium zur fachlichen Weiterbildung.

Kindertageseinrichtungen haben sich von Betreuungs- zu Bildungseinrichtungen der ersten sechs Lebensjahre gewandelt. Eine nachhaltige und qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte ist angesichts der komplexer werdenden Herausforderungen und des Bedeutungszuwachses, den die institutionelle Kindertagesbetreuung für das Kinder- und Familienleben in Deutschland derzeit erfährt, also dringend erforderlich. Den Erfordernissen tragen die meisten Erzieher/innen durch ein aktives Qualifizierungsbestreben Rechnung. 96 Prozent von 4.600 befragten Kita-Fachkräften nutzten nach eigenen Angaben „in den vergangenen 12 Monaten ein Fortbildungsangebot“ des rasant wachsenden Weiterbildungsmarktes, so das Ergebnis einer 2009/2010 durchgeführten Studie der „Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte“ (WiFF). Vier Fünftel dieser Veranstaltungen dauerten jedoch nur wenige Stunden bis maximal drei Tage. Rund 70 Prozent der etwa 500 befragten Weiterbildungsanbieter monierten entsprechend, dass das Zeitbudget der Kitas für Fort- und Weiterbildung zu klein sei. Wenngleich die Qualifizierungsanstrengungen ihrer Mitarbeiter/innen von 96 Prozent der Vorgesetzten geschätzt werden und Freistellungen dafür in der Regel unproblematisch verlaufen, sei das größte Hindernis für die Weiterbildungsteilnahme die dünne Personaldecke in den Einrichtungen, meinten 59 Prozent der Fachkräfte.

Kritisch beurteilt wird der Nutzen des Weiterbildungssystems von Teilnehmenden wie Anbietern gleichermaßen: Das Gros der Fachkräfte (84 Prozent) und Fachberatungen (93 Prozent) fordert, dass die Anerkennung erworbener Zusatzqualifikationen im Hinblick auf Beförderung und tariflichen Aufstieg verbessert werden sollte.

Insgesamt sehen alle der durch die WiFF befragten Gruppen – Weiterbildungsanbieter, Fachkräfte, Fachberatungen, Lehrende und Lernende an Fach- und Hochschulen – den größten Handlungsbedarf bei der Anerkennung von erworbenen Zusatzqualifikationen. So diagnostizieren 66 Prozent der Fachkräfte und sogar jeweils über 80 Prozent der Fachberatungen und Weiterbildungsanbieter Verbesserungsbedarf im Hinblick auf die Anerkennung erworbener Zusatzqualifikationen auf ein Hochschulstudium. Die daraus resultierende größere Durchlässigkeit würde sich positiv auf die Klärung von Fragen des Neben- und Miteinanders von Weiterbildung, Fachschul- und Hochschulausbildung auswirken, die derzeit recht kontrovers diskutiert werden. Neben der stärkeren Durchlässigkeit des Fortbildungssystems ist eine weitere große Herausforderung die bundesweite Vereinheitlichung der erzieherischen Ausbildung. Diese wünschen sich jedenfalls 80 Prozent der befragten Fachschulleitungen angesichts der starken föderalen Zersplitterung und Heterogenität der frühpädagogischen Ausbildungslandschaft.

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut. Ziel der WiFF ist, Transparenz im frühpädagogischen Weiterbildungssystem herzustellen, die Qualität der Angebote zu sichern und anschlussfähige Bildungswege zu fördern. (idw)

Deutsches Jugendinstitut e. V. vom 14. Februar 2012

NAGEL-Redaktion – Was meint Professionalität in der Offenen Arbeit?

Nachfolgender Beitrag ist zuerst erschienen in der Zeitschrift „Offene Jugendarbeit 4/2010“. Die Nachfrage nach dem Modell ist seit längerem lebhaft. Nach Veröffentlichung haben wir uns dazu entschieden, es auch hier anzubieten. Wir wünschen hilfreiche Erkenntnisse!

ABA Fachverband

Was meint Professionalität in der Offenen Arbeit?

Der Autor

Rainer Deimel ist Referent für Bildung und Öffentlichkeitsarbeit beim ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Praxisreflexion und Beratung für Mitgliedsorganisationen im ABA Fachverband

NAGEL-Redaktion – Schmiedestahl

Diese kleine Broschüre erzählt nichts über das Schmieden. Wie man die Hämmer führt, kann manschlecht in einem Buch erklären. Man muss es selbst probieren und sich zeigen lassen.

Diese Seiten erklären, wie man das Eisen oder den Stahl beim Schmieden so behandelt, dass er nach dem Schmieden keine Risse hat. Dass er gut gehärtet ist und trotzdem nicht bricht. Diese Seiten zeigen häufige Fehler beim Erhitzen und Abschrecken des Stahls auf.

Wollen Sie mehr wissen?

Download der Broschüre

NAGEL-Redaktion – ?Die Republik filzt?

Erschienen in ?Sonntag aktuell? am 9. November 2003 unter

?Die Republik filzt?

Filz auf dem Vormarsch

Okay, die Halskette kratzt vielleicht ein bisschen. Aber dafür ist sie voll im Trend. Denn die  feuerroten Kugeln aus feinster Merinowolle haben nun überhaupt nichts mehr mit dem zu tun, was einem sofort durch den Kopf schießt, wenn von Filz die Rede ist: Grau, hausbacken, öko, unflott.

Filz hat sich gemausert, er bekennt Farbe und zeigt sich in immer originelleren Formen und Funktionen: Als perlenbestickte Textilvase – keine Angst, das Wasser bleibt im Glaseinsatz, als Seidenschal, der mit einem Gespinst aus Wolle überfilzt wurde oder als winziger extravaganter Kopfputz mit ausladendem Federvorhang – zum Ärger der Hinterbänkler im Theater.

Weit  harmloser ist das Filzkissen mit eingearbeitetem Blattmuster oder das rote Filzröschen als Schmuck für den Ringfinger. Die riesige karierte Einkaufstasche soll kiloweise Lebensmittel tragen können, denn das Material ist – man weiß es aus Filzpantoffelzeiten – robust. Angesagt ist im Jahr der neuen Natürlichkeit bei der Weihnachtsdeko auch Christbaumschmuck aus Filzkugeln mit Glitzerzierrat, oder vielleicht soll?s ja auch gleich der kleine grüne Filzweihnachtsbaum mit integriertem Kerzenhalter sein?

Angesichts vereister Autoscheiben ist der giftgrüne Handschuh-Drachen, aus dessen Maul die Zähne eines Eiskratzers blitzen, ein wahrer Schatz. Katzen dagegen würden die ?Kuschelmuschel? als Schlafplatz wählen, besonders wenn die noch leicht nach Bergschaf riecht. Vorbei sind auch die Zeiten als warme Hausschuhe graubraun und geräumig waren: Jetzt ziert zyklamroter Filz im Till Eulenspiegel Look  den Fuß. Wer will, kann sich mittlerweile komplett in Filz kleiden, bis auf  Unterwäsche ist alles zu haben.

Die Schweizer Designerin Helga Ritsch geht allerdings noch einen Schritt weiter: Sie macht Möbel aus Filz, zum Beispiel einen Beistelltisch aus vielen Filzplatten mit einer Abdeckung aus Glas. Auch ihre Kollegen Claudia Clavout-Merz und Ralph Feiner  präsentierten im vergangenen Jahr im Badischen Landesmuseum Karlsruhe anlässlich der Ausstellung ?Europäische Filzkunst? textiles Wohnen einmal anders: Eine schnörkellose ?Liege?, bestehend aus ?Walliser Schafwolle gefilzt? und Chromstahl.

?Unsere Sachen gehen gut, je kälter und schmuddeliger das Wetter wird?, berichtet Heike Lessing, die ihren Job als Wirtschaftinformatikerin aufgab als sie Mutter wurde und dann zusammen mit ihrer Freundin Andrea Wilkens beim Filzen ihre kreative Seite entdeckte. Inzwischen fertigen und vertreiben sie unter dem Namen  ?filzraum? Wohnaccessoires, Schnickschnack, Gefäße und so genannten Kinderkram – wobei sich hinter dem auch eine gefilzte Ritterburg mit rotem Tor und lila Zinnen verbergen kann.

Vor gut etwa zwei Jahren verließ das uralte Handwerk seine Öko-Ecke und findige Filzerinnen bewiesen, dass sich mit dem natürlichen Material sehr viel mehr machen lässt als niedliche Waldorfzwerge, putzige Pilzhäuschen oder unförmige Joppen für Müslimänner. Der Siegeszug begann so richtig als die ersten gefilzten Eiermützen auftauchten: Die gefielen allgemein, weil sie zum ersten Mal zeigten, dass Filz witzig sein kann: So wurde er salonfähig und hielt Einzug in Boutiquen und Lifestyle-Journale .

Die Eierwärmer dürften aber auch maßgeblich schuld daran sein, dass sich inzwischen massenhaft  Frauen in einer Art geheimbündischen Zirkeln zusammenschließen, um vorzugsweise abends in heißer Seifenlauge zu panschen bis die Hände schrundig sind und sie der Muskelkater nach dem Walken ihrer verfilzten Werkstücke zur Pause zwingt. Die einschlägigen Kurse, in denen gelernt wird, wie Schmuck, Accessoires, Stoffe und Taschen hergestellt werden, sind im Nu belegt, beobachtet Susanne Rommel, die den Fachbereich Werken an der Stuttgarter Volkshochschule leitet. 

Filzen hat sich zum Trendhobby entwickelt, und filzen ist Frauensache. Den Novizinnen wird deshalb in nachfeministischen Zeit die Faustregel für den richtigen Umgang mit der Wolle auch schon mal so erklärt: ?Beim Filzen ist es wie bei einem Mann. Der Druck muss dauernd erhöht werden?.

Eigentlich passiert dabei nämlich genau das, was jeden guten Pullover ruiniert, der versehentlich im falschen Waschgang gelandet ist. Die Wolle wird mit heißem Wasser besprengt, mit Seife geschmeidig gemacht, erst gestreichelt, dann fester gefasst, um später auch noch auf möglichst ruppiger Unterlage gerollt und gedrückt zu werden. Das geht solange bis sich die Wollfasern zu einem unentwirrbaren festen Gespinst verheddert haben. Zum Schluss wird das Stück in Form gezogen.

Im 5. Jahrhundert vor Christus sollen Nomaden in Sibirien erstmals die Technik entdeckt haben. In Russland und der Mongolei hat das Filzen bis heute eine lange Tradition, und Joseph Beuys wird nachgesagt, dass die Rettung nach seinem Flugzeugabsturz auf der Krim der Grund für seinen Filztick war: Die Tartaren hatten ihn gefunden und zum Schutz vor Wind und Wetter in Filz gewickelt.

In unseren Breiten fasziniert die Freizeit – Filzer der schnelle Erfolg beim Werkeln.  Filzen braucht im Gegensatz zum Nähen keine lange Vorbereitungszeit. Selbst spontan an der Ecke des Küchentischs funktioniert die Bastelei. Filz ist geduldig und deshalb verträgt er sich sogar mit quengelnden Kindern, denn es macht ihm nichts aus, wenn er halbfertig liegen bleibt und erst Tage später weiter bearbeitet wird. Auch die Materialkosten halten sich in Grenzen. Dass der wollige Schnickschnack im Laden dennoch seinen Preis hat, liegt an der Arbeitszeit. Gut Ding will Weile haben, auch bei Routiniers wie Heike Lessing: ?Obwohl ich schon hunderte Eiermützen gemacht habe, dauert es eben immer noch 40 Minuten, bis eine fertig ist.? Schneller kann die Wolle nicht. Filzen ist nichts für Ungeduldige. Es hat immer noch das gleiche Tempo wie vor 7000 Jahren.

Sybille Neth

Dieser Text wurde mit freundlicher Genehmigung von Sybille Neth im April 2004 hier ins Netz gestellt.

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

NAGEL-Redaktion – Permakulturplanung der Arche Noah in Bottrop

Von Volker Kranz

Wenn du jemanden lehren sollst,
ein Schiff zu bauen,
lehre ihn nicht zu zimmern und Segel zu nähen – 
lehre ihn die Sehnsucht nach dem großen
unendlichen Meer.
Antoine de Saint-Exupery

Die Geschichte der Arche

1987 wurde die Arche ins Leben gerufen. Mit ABM-Stellen (2 Anleiter, 1 Handwerker und 5 ABM-/ASH-Stellen für Jugendliche) wollte die evangelische Kirchengemeinde Bottrop ein Zeichen setzen. Im industriell geprägten Wohnbereich des Bottroper Südens sollte ein ökologisch-pädagogisches Projekt entstehen – die Arche Noah. Das Gelände der Arche, ein 4000 qm großes Stück Brachland der Ev. Kirche, ist eingebettet in die Umgebung von Hochhäusern, einer Grundschule und einer Hauptschule. Hinter dem Gelände liegt ein innerstädtischer Park.

NAGEL-Redaktion – Zecken

Zwischen April und November ist Zecken-Saison. In dieser Zeit ist Vorsicht geboten, vor allem beim Zelten oder Wandern im Wald. Zecken sitzen vor allem im Gras, im Unterholz und in Büschen. Sie beißen sich schnell fest und können Infektionen verursachen. Mit einem Biss können Zecken die Krankheiten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – eine Form von Hirnhautentzündung – und Lyme-Borreliose auf den Menschen übertragen. Zecken, die das gefährliche FSME-Virus in sich tragen, kommen allerdings nur in einigen Gegenden vor. Hierzu zählen in Deutschland bestimmte Gebiete in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Bayern. 1998 waren in Deutschland 63 Landkreise ausgewiesen; im letzten Jahr waren es 87. Neue FSME-Risikogebiete gibt es vor allem in Thüringen und im bayerisch-hessischen Odenwald. Auch aus den meisten Nachbarländern, wie zum Beispiel Österreich, Polen, Tschechien und Ungarn, aber auch aus Slowenien, Russland, Südschweden und Finnland werden FSME-Infektionen gemeldet. Wer in gefährdete Gebiete reist und sich lange im Freien aufhält, sollte sich vor dem Urlaub impfen lassen. Wesentlich häufiger als eine FSME-Infektion ist die Lyme-Borreliose. Sie kann von Zecken nicht nur in bestimmten Regionen, sondern im ganzen Bundesgebiet übertragen werden. Die Folge kann eine chronische Gelenkentzündung sein. Gegen diese Krankheit gibt es keine Impfung. Aber sie lässt sich, rechtzeitig entdeckt, mit Antibiotika behandeln. Ein Tip zur Vorbeugung: Versuchen Sie Zeckenbisse zu vermeiden, indem Sie immer Kleidung tragen, die den ganzen Körper bedeckt. Entdecken Sie dennoch eine Zecke, entfernen Sie sie sofort. Das gelingt am Besten, indem Sie das Tierchen schnell herausziehen, zum Beispiel mit einer Pinzette oder Zeckenzange. Öl, Nagellackentferner oder auch andere Chemikalien eignen sich nicht, um den Blutsauger zu betäuben. Das Tier sondert dann vermehrt Magensaft ab. Das erhöht die Infektionsgefahr. Damit die Zecke komplett entfernt wird, sollte sie so weit wie möglich an der Haut angefasst und gerade herausgezogen werden. Tritt nach einigen Tagen eine Rötung auf, sollte ein Arzt konsultiert werden, um eine Infektion mit FSME oder Borreliose auszuschließen.

 

Zusammengestellt aus dem Internetbeitrag „Zeckenbisse“ der DAK (DAK „Gesund leben“), einem Zeitungsbeitrag „Keine Chance für Zecken“ in der WAZ (Lokalausgabe Datteln) vom 6. April 2004, der mit Hilfe der örtlichen DAK entstanden ist, und einem Artikel in der Krankenhaus-Zeitung 4/2004.

 

i-Punkt 5-2004

NAGEL-Redaktion – Tetanus – Wundstarrkrampf

Obwohl so selten, warnt der ABA Fachverband ? vor allem im Bereich der Abenteuerspielplätze ? vor Infektionen mit Tetanus, da sie bei nicht vorhandenem Impfschutz jederzeit möglich sein können, zum Beispiel ausgelöst durch die einzige typische ASP-Verletzung, den Nagelstich. Das Tetanus-Bakterium kann sich überall im Erdreich befinden, sich infolgedessen auch über eindringende Nägel verbreiten. Wir gehen davon aus, dass nach wie vor bei den meisten Kindern und Jugendlichen ausreichender Impfschutz besteht. Sicherheitshalber empfehlen wir allerdings, im Falle von ? meistens kleinen ? Verletzungen die Eltern zu informieren und sich nach dem entsprechenden Impfschutz bei den Kindern zu erkundigen (Sorgfaltspflicht!). Nachfolgend eine kurze Beschreibung von Dr. Martina Waitz, die diese im Auftrag der Techniker Krankenkasse verfasst hat (veröffentlicht am 13.01.2003)

 

Wodurch wird Tetanus ausgelöst?

 

Tetanus (Wundstarrkrampf) wird durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst. Dieses Bakterium ist auf der ganzen Welt verbreitet und kommt überall in Erde und Staub vor. Besonders angereichert ist der Erreger in Pferdemist. Das Bakterium kann so genannte Sporen bilden, die sehr widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse sind. Bei Abwesenheit von Sauerstoff (z. B. in Wundtaschen) kommt es zur Vermehrung der Erreger. Sie bilden ein Toxin (Giftstoff), das Tetanospasmin. Das Gift wandert an den Nerven entlang zum Rückenmark und in den Hirnstamm. Es blockiert dort hemmende Nervenimpulse auf die Muskeln, so dass es zu einer Daueranspannung und Krämpfen der Muskulatur kommt. Die Erkrankung entsteht durch das Eindringen der Erreger in Wunden (eine Aufnahme durch den Mund hat keine Auswirkung). Besonders gefährdet sind tiefe, verschmutzte, nicht blutende Wunden mit abgestorbenem Gewebe (z. B. offene Quetschungen, Brandwunden). Es kann auch nach Bagatellverletzungen zum Auftreten von Wundstarrkrampf kommen. Durch entsprechende Impfungen ist der Tetanus in der westlichen Welt heute selten geworden. In Deutschland traten in den letzten Jahren weniger als 15 Fälle pro Jahr auf, fast ausnahmslos waren ältere Menschen ohne ausreichenden Impfschutz betroffen. Weltweit erkranken ungefähr 300 000 Personen jährlich. Vor allem in den Entwicklungsländern sterben auch heute noch viele Neugeborene an Tetanus. Die Eintrittspforte des Erregers ist dabei die Nabelschnur. Überlebt man die Erkrankung, so besteht keine Immunität.

 

 

i-Punkt 1-2004

NAGEL-Redaktion – Wespen in der Einrichtung

Kürzlich konnte ich (R.D.) auf dem Abenteuerspielplatz Kirschbäumchen in Aachen miterleben, wie ein bestellter „Kammerjäger“ – ein sehr freundlicher und kompetenter Mensch – ein Wespennest entfernte. Das Nest befand sich in einem stark frequentierten Spielbereich. Angesichts der jahreszeitlich bedingten zunehmenden Wespenpräsenz hier ein paar Anmerkungen zum Thema: Grundsätzlich sind Wespen sehr nützliche Insekten, von denen es hier zu Lande 630 Arten gibt. Die meisten begegnen uns nie oder selten. Zwei Arten sind es, die Menschen oft geradezu panisch werden lassen: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Als Laie vermag man sie kaum zu unterscheiden. Der Aachener Kammerjäger erklärte, dass man sie an „unterschiedlichen Gesichtern“ unterscheiden könne. Dass sie lästig sind, hat wohl  jedeR schon erlebt. Wespen erbeuten Fliegen und Mücken, die uns vermutlich auch nicht viel näher stehen. Ihre Lebenszeit ist zudem sehr kurz (außer die der Königin), nämlich nur vier Wochen. Allerdings kann ein Wespenvolk auf 10000 – vor allem – Kolleginnen – anwachsen. Die männlichen Insekten, die Drohnen, sind bereits nach der Befruchtung der Königin überflüssig. Was in Einrichtungen oft als Tücke empfunden wird, rührt aus der Tatsache, dass die besagten beiden Arten ihre Nester versteckt anlegen. Freihängende und gut sichtbare Wespennester bergen Insekten, die kaum lästig werden. Besonders „gefährlich“ werden die Tiere, wenn sie sich bedroht fühlen, also: Schlagen und anderes hektisches Treiben vermeiden! Insekten-AllergikerInnen sollten sich vorbeugend über Behandlungsmethoden beraten lassen. Eine vorbeugende Maßnahme könnte auch sein, beim Trinken süßer Säfte einen Strohhalm zu benutzen. Eine gute Hilfe, die Kinder auch schon vor Jahrzehnten erfolgreich anwandten, ist, wenn „der Jäger“, der übrigens nur im Flug etwas mit seinen Augen erkennen kann, sich nähert und penetrant herumforscht, ganz ruhig zu bleiben und „Sauer, sauer, sauer!“ zu brüllen. Hornissen, die oft fälschlicherweise wegen ihrer immensen Ausmaße (bis zu vier Zentimeter) als besonders gefährlich eingeordnet werden, stehen unter Naturschutz (Rote Liste!), sind „friedliche“ Tiere und ihr Gift ist schwächer als das ihrer kleineren Kolleginnen. „Stechlustig“ sind Hornissen auch nicht. Unsere Empfehlung: Nach Möglichkeit ein gutes Arrangement mit den Tierchen treffen und den Kammerjäger eher als biologisch kompetenten Fachmenschen fragen, bevor man eine möglicherweise unnötige Abmurksveranstaltung organisiert. Was haben wir gelernt? Zur Strafe stechen dann mehr Mücken! Und im Oktober ist „der Spuk“ dann bald vorbei. Übrigens werden Nester nicht noch einmal benutzt. Die Wespen sind wie die Kinder auf einem gut organisierten Abenteuerspielplatz: Sie bauen immer wieder neu. Und manchmal benutzen sie Material von alten Hütten, die keineR mehr braucht.

i-Punkt 9-2003

NAGEL-Redaktion – Vegetarisches Essen für Kinder

Wenn Kinder vegetarisch essen, sollte mit dem Kinderarzt über mögliche Mangelerscheinungen gesprochen werden. Ein Ernährungsplan könne helfen, möglicherweise fehlende Vitamine durch Präparate zu ersetzen, berichtet die Zeitschrift ?Kinder? (5/2003). US-Wissenschaftler hätten vor einem Mangel an Vitamin B 12 bei einer rein vegetarischen Ernährung gewarnt. Das Vitamin fördert die Blutbildung. (dpa/WAZ 2. Juni 2003)

 

i-Punkt 7-2004

Mitglied werden

ABA-Mitglieder begreifen sich als Solidargemeinschaft. Sie setzen sich in besonderer Weise für die Belange der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein.

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