ABA-BLOG

NAGEL-Redaktion – Schmiedestahl

Diese kleine Broschüre erzählt nichts über das Schmieden. Wie man die Hämmer führt, kann manschlecht in einem Buch erklären. Man muss es selbst probieren und sich zeigen lassen.

Diese Seiten erklären, wie man das Eisen oder den Stahl beim Schmieden so behandelt, dass er nach dem Schmieden keine Risse hat. Dass er gut gehärtet ist und trotzdem nicht bricht. Diese Seiten zeigen häufige Fehler beim Erhitzen und Abschrecken des Stahls auf.

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NAGEL-Redaktion – ?Die Republik filzt?

Erschienen in ?Sonntag aktuell? am 9. November 2003 unter

?Die Republik filzt?

Filz auf dem Vormarsch

Okay, die Halskette kratzt vielleicht ein bisschen. Aber dafür ist sie voll im Trend. Denn die  feuerroten Kugeln aus feinster Merinowolle haben nun überhaupt nichts mehr mit dem zu tun, was einem sofort durch den Kopf schießt, wenn von Filz die Rede ist: Grau, hausbacken, öko, unflott.

Filz hat sich gemausert, er bekennt Farbe und zeigt sich in immer originelleren Formen und Funktionen: Als perlenbestickte Textilvase – keine Angst, das Wasser bleibt im Glaseinsatz, als Seidenschal, der mit einem Gespinst aus Wolle überfilzt wurde oder als winziger extravaganter Kopfputz mit ausladendem Federvorhang – zum Ärger der Hinterbänkler im Theater.

Weit  harmloser ist das Filzkissen mit eingearbeitetem Blattmuster oder das rote Filzröschen als Schmuck für den Ringfinger. Die riesige karierte Einkaufstasche soll kiloweise Lebensmittel tragen können, denn das Material ist – man weiß es aus Filzpantoffelzeiten – robust. Angesagt ist im Jahr der neuen Natürlichkeit bei der Weihnachtsdeko auch Christbaumschmuck aus Filzkugeln mit Glitzerzierrat, oder vielleicht soll?s ja auch gleich der kleine grüne Filzweihnachtsbaum mit integriertem Kerzenhalter sein?

Angesichts vereister Autoscheiben ist der giftgrüne Handschuh-Drachen, aus dessen Maul die Zähne eines Eiskratzers blitzen, ein wahrer Schatz. Katzen dagegen würden die ?Kuschelmuschel? als Schlafplatz wählen, besonders wenn die noch leicht nach Bergschaf riecht. Vorbei sind auch die Zeiten als warme Hausschuhe graubraun und geräumig waren: Jetzt ziert zyklamroter Filz im Till Eulenspiegel Look  den Fuß. Wer will, kann sich mittlerweile komplett in Filz kleiden, bis auf  Unterwäsche ist alles zu haben.

Die Schweizer Designerin Helga Ritsch geht allerdings noch einen Schritt weiter: Sie macht Möbel aus Filz, zum Beispiel einen Beistelltisch aus vielen Filzplatten mit einer Abdeckung aus Glas. Auch ihre Kollegen Claudia Clavout-Merz und Ralph Feiner  präsentierten im vergangenen Jahr im Badischen Landesmuseum Karlsruhe anlässlich der Ausstellung ?Europäische Filzkunst? textiles Wohnen einmal anders: Eine schnörkellose ?Liege?, bestehend aus ?Walliser Schafwolle gefilzt? und Chromstahl.

?Unsere Sachen gehen gut, je kälter und schmuddeliger das Wetter wird?, berichtet Heike Lessing, die ihren Job als Wirtschaftinformatikerin aufgab als sie Mutter wurde und dann zusammen mit ihrer Freundin Andrea Wilkens beim Filzen ihre kreative Seite entdeckte. Inzwischen fertigen und vertreiben sie unter dem Namen  ?filzraum? Wohnaccessoires, Schnickschnack, Gefäße und so genannten Kinderkram – wobei sich hinter dem auch eine gefilzte Ritterburg mit rotem Tor und lila Zinnen verbergen kann.

Vor gut etwa zwei Jahren verließ das uralte Handwerk seine Öko-Ecke und findige Filzerinnen bewiesen, dass sich mit dem natürlichen Material sehr viel mehr machen lässt als niedliche Waldorfzwerge, putzige Pilzhäuschen oder unförmige Joppen für Müslimänner. Der Siegeszug begann so richtig als die ersten gefilzten Eiermützen auftauchten: Die gefielen allgemein, weil sie zum ersten Mal zeigten, dass Filz witzig sein kann: So wurde er salonfähig und hielt Einzug in Boutiquen und Lifestyle-Journale .

Die Eierwärmer dürften aber auch maßgeblich schuld daran sein, dass sich inzwischen massenhaft  Frauen in einer Art geheimbündischen Zirkeln zusammenschließen, um vorzugsweise abends in heißer Seifenlauge zu panschen bis die Hände schrundig sind und sie der Muskelkater nach dem Walken ihrer verfilzten Werkstücke zur Pause zwingt. Die einschlägigen Kurse, in denen gelernt wird, wie Schmuck, Accessoires, Stoffe und Taschen hergestellt werden, sind im Nu belegt, beobachtet Susanne Rommel, die den Fachbereich Werken an der Stuttgarter Volkshochschule leitet. 

Filzen hat sich zum Trendhobby entwickelt, und filzen ist Frauensache. Den Novizinnen wird deshalb in nachfeministischen Zeit die Faustregel für den richtigen Umgang mit der Wolle auch schon mal so erklärt: ?Beim Filzen ist es wie bei einem Mann. Der Druck muss dauernd erhöht werden?.

Eigentlich passiert dabei nämlich genau das, was jeden guten Pullover ruiniert, der versehentlich im falschen Waschgang gelandet ist. Die Wolle wird mit heißem Wasser besprengt, mit Seife geschmeidig gemacht, erst gestreichelt, dann fester gefasst, um später auch noch auf möglichst ruppiger Unterlage gerollt und gedrückt zu werden. Das geht solange bis sich die Wollfasern zu einem unentwirrbaren festen Gespinst verheddert haben. Zum Schluss wird das Stück in Form gezogen.

Im 5. Jahrhundert vor Christus sollen Nomaden in Sibirien erstmals die Technik entdeckt haben. In Russland und der Mongolei hat das Filzen bis heute eine lange Tradition, und Joseph Beuys wird nachgesagt, dass die Rettung nach seinem Flugzeugabsturz auf der Krim der Grund für seinen Filztick war: Die Tartaren hatten ihn gefunden und zum Schutz vor Wind und Wetter in Filz gewickelt.

In unseren Breiten fasziniert die Freizeit – Filzer der schnelle Erfolg beim Werkeln.  Filzen braucht im Gegensatz zum Nähen keine lange Vorbereitungszeit. Selbst spontan an der Ecke des Küchentischs funktioniert die Bastelei. Filz ist geduldig und deshalb verträgt er sich sogar mit quengelnden Kindern, denn es macht ihm nichts aus, wenn er halbfertig liegen bleibt und erst Tage später weiter bearbeitet wird. Auch die Materialkosten halten sich in Grenzen. Dass der wollige Schnickschnack im Laden dennoch seinen Preis hat, liegt an der Arbeitszeit. Gut Ding will Weile haben, auch bei Routiniers wie Heike Lessing: ?Obwohl ich schon hunderte Eiermützen gemacht habe, dauert es eben immer noch 40 Minuten, bis eine fertig ist.? Schneller kann die Wolle nicht. Filzen ist nichts für Ungeduldige. Es hat immer noch das gleiche Tempo wie vor 7000 Jahren.

Sybille Neth

Dieser Text wurde mit freundlicher Genehmigung von Sybille Neth im April 2004 hier ins Netz gestellt.

ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

NAGEL-Redaktion – Permakulturplanung der Arche Noah in Bottrop

Von Volker Kranz

Wenn du jemanden lehren sollst,
ein Schiff zu bauen,
lehre ihn nicht zu zimmern und Segel zu nähen – 
lehre ihn die Sehnsucht nach dem großen
unendlichen Meer.
Antoine de Saint-Exupery

Die Geschichte der Arche

1987 wurde die Arche ins Leben gerufen. Mit ABM-Stellen (2 Anleiter, 1 Handwerker und 5 ABM-/ASH-Stellen für Jugendliche) wollte die evangelische Kirchengemeinde Bottrop ein Zeichen setzen. Im industriell geprägten Wohnbereich des Bottroper Südens sollte ein ökologisch-pädagogisches Projekt entstehen – die Arche Noah. Das Gelände der Arche, ein 4000 qm großes Stück Brachland der Ev. Kirche, ist eingebettet in die Umgebung von Hochhäusern, einer Grundschule und einer Hauptschule. Hinter dem Gelände liegt ein innerstädtischer Park.

NAGEL-Redaktion – Zecken

Zwischen April und November ist Zecken-Saison. In dieser Zeit ist Vorsicht geboten, vor allem beim Zelten oder Wandern im Wald. Zecken sitzen vor allem im Gras, im Unterholz und in Büschen. Sie beißen sich schnell fest und können Infektionen verursachen. Mit einem Biss können Zecken die Krankheiten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) – eine Form von Hirnhautentzündung – und Lyme-Borreliose auf den Menschen übertragen. Zecken, die das gefährliche FSME-Virus in sich tragen, kommen allerdings nur in einigen Gegenden vor. Hierzu zählen in Deutschland bestimmte Gebiete in Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Bayern. 1998 waren in Deutschland 63 Landkreise ausgewiesen; im letzten Jahr waren es 87. Neue FSME-Risikogebiete gibt es vor allem in Thüringen und im bayerisch-hessischen Odenwald. Auch aus den meisten Nachbarländern, wie zum Beispiel Österreich, Polen, Tschechien und Ungarn, aber auch aus Slowenien, Russland, Südschweden und Finnland werden FSME-Infektionen gemeldet. Wer in gefährdete Gebiete reist und sich lange im Freien aufhält, sollte sich vor dem Urlaub impfen lassen. Wesentlich häufiger als eine FSME-Infektion ist die Lyme-Borreliose. Sie kann von Zecken nicht nur in bestimmten Regionen, sondern im ganzen Bundesgebiet übertragen werden. Die Folge kann eine chronische Gelenkentzündung sein. Gegen diese Krankheit gibt es keine Impfung. Aber sie lässt sich, rechtzeitig entdeckt, mit Antibiotika behandeln. Ein Tip zur Vorbeugung: Versuchen Sie Zeckenbisse zu vermeiden, indem Sie immer Kleidung tragen, die den ganzen Körper bedeckt. Entdecken Sie dennoch eine Zecke, entfernen Sie sie sofort. Das gelingt am Besten, indem Sie das Tierchen schnell herausziehen, zum Beispiel mit einer Pinzette oder Zeckenzange. Öl, Nagellackentferner oder auch andere Chemikalien eignen sich nicht, um den Blutsauger zu betäuben. Das Tier sondert dann vermehrt Magensaft ab. Das erhöht die Infektionsgefahr. Damit die Zecke komplett entfernt wird, sollte sie so weit wie möglich an der Haut angefasst und gerade herausgezogen werden. Tritt nach einigen Tagen eine Rötung auf, sollte ein Arzt konsultiert werden, um eine Infektion mit FSME oder Borreliose auszuschließen.

 

Zusammengestellt aus dem Internetbeitrag „Zeckenbisse“ der DAK (DAK „Gesund leben“), einem Zeitungsbeitrag „Keine Chance für Zecken“ in der WAZ (Lokalausgabe Datteln) vom 6. April 2004, der mit Hilfe der örtlichen DAK entstanden ist, und einem Artikel in der Krankenhaus-Zeitung 4/2004.

 

i-Punkt 5-2004

NAGEL-Redaktion – Tetanus – Wundstarrkrampf

Obwohl so selten, warnt der ABA Fachverband ? vor allem im Bereich der Abenteuerspielplätze ? vor Infektionen mit Tetanus, da sie bei nicht vorhandenem Impfschutz jederzeit möglich sein können, zum Beispiel ausgelöst durch die einzige typische ASP-Verletzung, den Nagelstich. Das Tetanus-Bakterium kann sich überall im Erdreich befinden, sich infolgedessen auch über eindringende Nägel verbreiten. Wir gehen davon aus, dass nach wie vor bei den meisten Kindern und Jugendlichen ausreichender Impfschutz besteht. Sicherheitshalber empfehlen wir allerdings, im Falle von ? meistens kleinen ? Verletzungen die Eltern zu informieren und sich nach dem entsprechenden Impfschutz bei den Kindern zu erkundigen (Sorgfaltspflicht!). Nachfolgend eine kurze Beschreibung von Dr. Martina Waitz, die diese im Auftrag der Techniker Krankenkasse verfasst hat (veröffentlicht am 13.01.2003)

 

Wodurch wird Tetanus ausgelöst?

 

Tetanus (Wundstarrkrampf) wird durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst. Dieses Bakterium ist auf der ganzen Welt verbreitet und kommt überall in Erde und Staub vor. Besonders angereichert ist der Erreger in Pferdemist. Das Bakterium kann so genannte Sporen bilden, die sehr widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse sind. Bei Abwesenheit von Sauerstoff (z. B. in Wundtaschen) kommt es zur Vermehrung der Erreger. Sie bilden ein Toxin (Giftstoff), das Tetanospasmin. Das Gift wandert an den Nerven entlang zum Rückenmark und in den Hirnstamm. Es blockiert dort hemmende Nervenimpulse auf die Muskeln, so dass es zu einer Daueranspannung und Krämpfen der Muskulatur kommt. Die Erkrankung entsteht durch das Eindringen der Erreger in Wunden (eine Aufnahme durch den Mund hat keine Auswirkung). Besonders gefährdet sind tiefe, verschmutzte, nicht blutende Wunden mit abgestorbenem Gewebe (z. B. offene Quetschungen, Brandwunden). Es kann auch nach Bagatellverletzungen zum Auftreten von Wundstarrkrampf kommen. Durch entsprechende Impfungen ist der Tetanus in der westlichen Welt heute selten geworden. In Deutschland traten in den letzten Jahren weniger als 15 Fälle pro Jahr auf, fast ausnahmslos waren ältere Menschen ohne ausreichenden Impfschutz betroffen. Weltweit erkranken ungefähr 300 000 Personen jährlich. Vor allem in den Entwicklungsländern sterben auch heute noch viele Neugeborene an Tetanus. Die Eintrittspforte des Erregers ist dabei die Nabelschnur. Überlebt man die Erkrankung, so besteht keine Immunität.

 

 

i-Punkt 1-2004

NAGEL-Redaktion – Wespen in der Einrichtung

Kürzlich konnte ich (R.D.) auf dem Abenteuerspielplatz Kirschbäumchen in Aachen miterleben, wie ein bestellter „Kammerjäger“ – ein sehr freundlicher und kompetenter Mensch – ein Wespennest entfernte. Das Nest befand sich in einem stark frequentierten Spielbereich. Angesichts der jahreszeitlich bedingten zunehmenden Wespenpräsenz hier ein paar Anmerkungen zum Thema: Grundsätzlich sind Wespen sehr nützliche Insekten, von denen es hier zu Lande 630 Arten gibt. Die meisten begegnen uns nie oder selten. Zwei Arten sind es, die Menschen oft geradezu panisch werden lassen: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Als Laie vermag man sie kaum zu unterscheiden. Der Aachener Kammerjäger erklärte, dass man sie an „unterschiedlichen Gesichtern“ unterscheiden könne. Dass sie lästig sind, hat wohl  jedeR schon erlebt. Wespen erbeuten Fliegen und Mücken, die uns vermutlich auch nicht viel näher stehen. Ihre Lebenszeit ist zudem sehr kurz (außer die der Königin), nämlich nur vier Wochen. Allerdings kann ein Wespenvolk auf 10000 – vor allem – Kolleginnen – anwachsen. Die männlichen Insekten, die Drohnen, sind bereits nach der Befruchtung der Königin überflüssig. Was in Einrichtungen oft als Tücke empfunden wird, rührt aus der Tatsache, dass die besagten beiden Arten ihre Nester versteckt anlegen. Freihängende und gut sichtbare Wespennester bergen Insekten, die kaum lästig werden. Besonders „gefährlich“ werden die Tiere, wenn sie sich bedroht fühlen, also: Schlagen und anderes hektisches Treiben vermeiden! Insekten-AllergikerInnen sollten sich vorbeugend über Behandlungsmethoden beraten lassen. Eine vorbeugende Maßnahme könnte auch sein, beim Trinken süßer Säfte einen Strohhalm zu benutzen. Eine gute Hilfe, die Kinder auch schon vor Jahrzehnten erfolgreich anwandten, ist, wenn „der Jäger“, der übrigens nur im Flug etwas mit seinen Augen erkennen kann, sich nähert und penetrant herumforscht, ganz ruhig zu bleiben und „Sauer, sauer, sauer!“ zu brüllen. Hornissen, die oft fälschlicherweise wegen ihrer immensen Ausmaße (bis zu vier Zentimeter) als besonders gefährlich eingeordnet werden, stehen unter Naturschutz (Rote Liste!), sind „friedliche“ Tiere und ihr Gift ist schwächer als das ihrer kleineren Kolleginnen. „Stechlustig“ sind Hornissen auch nicht. Unsere Empfehlung: Nach Möglichkeit ein gutes Arrangement mit den Tierchen treffen und den Kammerjäger eher als biologisch kompetenten Fachmenschen fragen, bevor man eine möglicherweise unnötige Abmurksveranstaltung organisiert. Was haben wir gelernt? Zur Strafe stechen dann mehr Mücken! Und im Oktober ist „der Spuk“ dann bald vorbei. Übrigens werden Nester nicht noch einmal benutzt. Die Wespen sind wie die Kinder auf einem gut organisierten Abenteuerspielplatz: Sie bauen immer wieder neu. Und manchmal benutzen sie Material von alten Hütten, die keineR mehr braucht.

i-Punkt 9-2003

NAGEL-Redaktion – Vegetarisches Essen für Kinder

Wenn Kinder vegetarisch essen, sollte mit dem Kinderarzt über mögliche Mangelerscheinungen gesprochen werden. Ein Ernährungsplan könne helfen, möglicherweise fehlende Vitamine durch Präparate zu ersetzen, berichtet die Zeitschrift ?Kinder? (5/2003). US-Wissenschaftler hätten vor einem Mangel an Vitamin B 12 bei einer rein vegetarischen Ernährung gewarnt. Das Vitamin fördert die Blutbildung. (dpa/WAZ 2. Juni 2003)

 

i-Punkt 7-2004

NAGEL-Redaktion – Ritzendreck

Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin erforschen den Dreck auf Berliner Straßen und Gehwegen. Wie die TU mitteilte, untersucht eine Forschungsgruppe die chemischen, physikalischen und biologischen Eigenschaften des Drecks in den Pflasterfugen. Der „Ritzendreck“ habe große Bedeutung für die Wasser- und Stoffkreisläufe im Ökosystem der Stadt. Unter anderem habe die Arbeitsgruppe festgestellt, dass Schadstoffe aus dem Autoverkehr effektiv zurückgehalten würden (dpa/WAZ vom 20 März 2004).

 

i-Punkt 4-2004

NAGEL-Redaktion – Ernährungstipp: Kinder mögen Obst in Häppchen

Es ist nicht immer leicht, Kinder von gesunder Nahrung wie beispielsweise Obst zu überzeugen. Denn Kinder denken beim Essen weniger an den gesundheitlichen Wert der Mahlzeit als vielmehr daran, ob sie schmeckt und gerade angesagt ist. Werden aber durch ein derartiges Essverhalten zu wenig Vitamine, Mineral- und Ballastsstoffe aufgenommen, droht ein Mangelzustand ? ausgerechnet in einem Alter, in dem der Körper wächst und sich entwickelt. Doch Erwachsene können laut einer Studie der Universität Dortmund gegensteuern, indem sie Obst wie Äpfel, Bananen oder Kiwis in mundgerechte Häppchen schneiden. Doch nicht immer schränkt allein die Zubereitungsform den Obstverzehr der Kinder ein: Häufig stößt auch der ungewohnte Frucht-Geschmack auf Ablehnung. So stärken beispielsweise Kiwis und Orangen die Abwehrkräfte, schmecken aber säuerlich, was bei Kindern nicht sonderlich beliebt ist. Um sie trotzdem zum Genuss von Vitamin-C-haltigen Früchten zu überzeugen, raten Ernährungsexperten zu einem kleinen Trick: Kombiniert mit einem leicht süßlich schmeckenden Nahrungsmittel fällt der säuerliche Geschmack nicht mehr so deutlich ins Gewicht. Dazu sollten die Früchte zum Beispiel in einen Joghurt gemischt und unter den Salat geschnitten werden. (sup/TIP der Woche vom 1. Juni 2004)

i-Punkt 7-2004

NAGEL-Redaktion – Nisthilfen

Praxistipp für Abenteuerspielplätze, Kindergärten und andere: Nistkästen für Vögel sollten Ende Februar/Anfang März gereinigt und aufgehängt sein. Darauf weist der Naturschutzbund NRW hin. Die Nisthilfen sollten aus chemisch unbehandelten Materialien bestehen. Nicht nur Vögel, auch Fledermäuse und Insekten können Hilfe gut gebrauchen. Für Bienen und andere Insekten sind Nisthilfen leicht gebaut: Ein mit Bohrlöchern versehenes Stück Holz wird an einer windgeschützten Stelle aufgehängt.

 

i-Punkt 3-2004

NAGEL-Redaktion – Kinder kochen

Kinder sollen möglichst früh praktisch beim Kochen mit einbezogen werden. Hierauf weist die Verbraucherzentrale NRW hin. Mit spätestens fünf Jahren seien sie dann in der Lage, sich selbstständig Gerichte zuzubereiten

i-Punkt 7-2003

NAGEL-Redaktion – Insekten auf natürliche Art verscheuchen

Tomatenpflanzen, Tomatenkraut und Zitronenmelisse verscheuchen Mücken. Um halbierte, mit Gewürznelken gespickte Zitronen machen Wespen einen großen Bogen. Fliegenmeiden stark aromatische Kräuter wie Minze oder Basilikum

i-Punkt 6-2004

Wespenfallen

Wespenfallen, die günstig zu erwerben sind, sehen Sie auf nachfolgenden Fotos. Die Behälter sind aus farbigem Glas. Unten befindet sich ein Einflugloch, das mit einer Wölbung nach innen geht. Die Gläser werden in der Nähe von Esstischen aufgehängt. Zuvor füllt man Zuckerwasser ein. Nachteil: Das „süße Wasser“ ist natürlich auch ein Lockmittel. Dies allerdings ist auch die Nahrung, die man auf dem Tisch stehen hat. Die Gläser sind so konstruiert, dass die Insekten keine Möglichkeit mehr haben, aus dem Glas zu entkommen, da sie immer versuchen, nach der „Mahlzeit“ in „Richtung Licht“ – also nach oben – zu entkommen. Dort allerdings ist das Glas verschlossen. So sehen sie ihrem „süßen Tod“ entgegen. Die „Gefahr“, beim Essen oder Trinken von Wespen belästigt zu werden, reduziert sich radikal. Wenn man die Gläser regelmäßig reinigt, haben sie obendrein noch eine „Schmuckwirkung“.

Wespenfalle (20 cm hoch) mit Korken als Verschluss – Foto: Rainer Deimel

Wespenfalle (14 cm hoch) mit Glasdeckel als Verschluss – Foto: Rainer Deimel

Derartige Gläser sind anderen ähnlichen Systemen aus ökologischer und auch preislicher Sicht in jedem Fall vorzuziehen. Leider sind sie nicht immer erhältlich. Bevorzugt sollte man sich im Frühjahr im Fachhandel nach ihnen erkundigen.

NAGEL-Redaktion – Praxistipps Naturerfahrungsräume

Sammelmappe Infoblätter Naturgarten

Diese Loseblattsammlung der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen ist hier eingestellt. Man kann sich die einzelnen Blätter der Sammlung laden. Die Mappe umfasst insgesamt 75 Seiten und ist in 2. Auflage 2002 in Recklinghausen erschienen.

1. Naturnahe Gärten: lebendig, nützlich, schön
2. Düngung durch Bodenbelebung
3. Die Regenwürmer – Kompostieren im Wurmwanderkasten
4. Mulchen – Düngung und Bodenschutz wie in der Natur
5. Kompost: Rohstoffverwertung im Garten
6. Kompostierung in Komposttonnen
7. Kompostverwendung
8. Kompostierung ohne Garten
9. Bodenpflege durch Gründüngung
10. Das Hügelbeet
11. Gemüseanbau auf dem Hochbeet
12. Ernteverfrühung durch Frühbeete
13. Der Gemüsegarten: Wann wird was gesät und geerntet?
14. Mischkultur – Nachbarschaftshilfe im Frühbeet
15. Beipflanzung und ihre Wirkung
16. Pflanzensäfte geben Pflanzen Kraft
17. Naturverträglicher Artenschutz
18. Nisthilfen für Vögel
19. Der Ohrwurm – Helfer im Garten
20. Holzhaufen im Garten – wertvolle Lebensräume
21. Lebendige Mauern – Steine im Garten
22. Nisthilfen für Wildbienen und Wespen
23. Nistkästen für Hornissen
24. Hummeln im Garten – Nahrungsangebote und Nisthilfen
25. Schmetterlinge im Garten
26. Wege zur bunten Blumenwiese
27. Pflege von Blumenwiesen
28. Der Kräutergarten
29. http://www.nua.nrw.de/oeffentl/publikat/pdfs/infoblaetter/nr_29.pdfAnlage eines Gartenteiches
30. Pflanzen für bunte Blumengärten
31. Blühkalender für Stauden – blühende Staudenbeete von Februar bis Oktober
32. Bezugsquellen für naturnahe Gärten

 

Naturnahes Schulgelände (Beratungsmappe)

Leitfaden und Praxistipps für Schulen

Herausgegeben von der Natur- und Umweltschutz-Akademie des Landes Nordrhein-Westfalen (NUA)

Neuauflage 2004, 112 Seiten A 4, zahlreiche farbige Abbildungen

Schulgelände – das war lange Zeit meist nur ein asphaltierter Schulhof. Doch viele Schulhöfe lassen sich entsiegeln, naturnah umgestalten und durch Spielmöglichkeiten bereichern. Mit der „Beratungsmappe Naturnahes Schulgelände“ der NUA wird Schulen ein umfassender Leitfaden für die Planung und Umsetzung von Projekten zur Verfügung gestellt. Auf 112 Seiten enthält die Mappe praktische Tipps für den Projektablauf und die Einbindung in den Unterricht. Die Dokumentation erfolgreich verlaufener Praxisprojekte macht Mut, den ersten Schritt zu wagen. Zahlreiche Farbfotos veranschaulichen, mit welcher Begeisterung Schülerinnen und Schüler naturnahe Schulgelände gestalten und nutzen.

Die Neubearbeitung der erstmals 1990 herausgegebenen Mappe trägt der gewachsenen Bedeutung dieser Arbeit Rechnung. Attraktive Schulgelände leisten einen Beitrag zur Gewaltprävention. Praktisches Arbeiten und Anpacken fördern die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler und ihre Bereitschaft zu verantwortlichem Handeln für die Umwelt. Viele Elemente dienen der Bewegungsförderung und der schulinternen Kommunikation. Freiluftunterricht, Pausenaufenthalt, Ballspiele, Schulfeste und vieles mehr sind hier möglich. Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen wie Energie, Wasser, Abfall und Ernährung lassen sich besonders praxisnah durch Schulgeländeprojekte in den Unterricht einbeziehen. Die Arbeitsblätter sind nicht nur für Schulen geeignet.

 

Titel, Vorwort, Inhalt

 

Naturnahes Schulgelände

1. Lebens- und Lernort Schule – zur Bedeutung von Natur an der Schule
2. Eine alte Idee wird neu belebt – Schulgeländegeschichte

 

Starthilfen

3. Schritt für Schritt – Anregungen zum Projektablauf
4. Allein geht es nicht – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen
5. Genehmigungen – Zusammenarbeit mit Behörden und Versicherungsträgern
6. Wer soll das bezahlen? – Finanzierungsmöglichkeiten

Gelände und Idee

7. Ein Ausflug ins Bekannte – Schulgeländeerkundung
8. Interessen, Wünsche und Ideen – sammeln und auswerten
9. Von der Idee zur Umsetzung

Projektbeispiele

10. Lernen in und mit der Natur
Von Batman und Singels – Artenschutz
Hecke, Teich und Trockenmauer – Biotope
Auf die Plätze … – Freiluftklasse
Jeder Mensch ein Künstler – NaturKunst

11. Schulgarten – auch mal anders
Grüner Daumen – Nutzgarten
Ein besonderes Kraut – neue Wege im Schulgarten
Auf das Tier gekommen – Tierhaltung

12. Nachhaltiges Lernen – lokal und global
Schule und Profil
Schul-Check
Diplomaten in Gummistiefeln

13. Bauen und Ökologie
Grüner Pelz
Tropfen für Tropfen
Sanfte Wege
Energisch leben

14. Spiel und Bewegung – Schulhof, Spielhof
Spielgebüsch und Hügel
Sitzgelegenheiten, Spielgeräte und Sicherheit
Weidenbauwerke, Sinnesgarten

15. Schule im Stadtteil
Gute Unterstützung
Schulhofprogramme

Planung

16. Alles braucht Raum – räumliche Zuordnung von Schulgeländeelementen
17. Wie kommen Ideen auf Papier? – Pläne, Zeichnungen, Fotos

Probleme im Schulalltag

18. Schulorganisation und Stundenplan – Einbeziehung in den Schulalltag
19. Zerstörungen – vermeiden und verhindern
20. Betreuung in den Ferien – Schulgarten
21. Schulgeländearbeiten im Winter – Tipps zur kalten Jahreszeit
22. Mähen, Schneiden, Jäten – Pflegearbeiten und Pflegeplanung

Öffentlichkeitsarbeit

23. Werbung muss sein – Öffentlichkeitsarbeit für Schulgeländeprojekte

Literaturverzeichnis

Hier kann man sich die komplette Arbeitsmappe herunterladen (3,4 MB)

 

Weitere Arbeitshilfen

Was man mit Weiden im Außenbereich tun kann

Weidentipis und Kriechtunnel

 

 

 

Zur Seite Naturerfahrungsräume

Zur Seite Ressorts im ABA Fachverband

Zur ABA-Startseite

 

NAGEL-Redaktion – Michael Karjalainen-Dräger

 

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denkwürdiges über bildung,

die mehr als ausbildung ist sowie über eine schule mit zukunft, 

wissenswertes über die theorie und praxis der erziehung für eltern und pädagog/innen 

und anleitungen für die ersten schritte zum  

selbst-bewusst-sein und zum sinn des lebens. -> Zum Blog

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