ABA-Archiv

Gerichtsurteile zum Thema „Abenteuerspielplätze“: Das Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs

Das „Abenteuerspielplatz-Urteil“

„Ein Abenteuerspielplatz, der im Wesentlichen von älteren Kindern benutzt wird, soll nun aber nicht nur ein die Phantasie anregendes, schöpferisches Spiel ermöglichen; sein Zweck ist es auch, in besonderer Weise die Freude am Abenteuer und am Bestehen eines Risikos zu vermitteln, um seine Benutzer so aus moderner pädagogischer Sicht frühzeitig auf die Gefahren des täglichen Lebens einzustellen und sie lernen zu lassen, diese zwar zu wagen, sie aber auch zu beherrschen.

Willkommenskultur durch Spiel

Raus aus den nicht immer einfachen Bedingungen in einer Flüchtlingsunterkunft, rein ins Spielvergnügen! Um Kinderaugen zum Leuchten zu bringen, reichen manchmal ein paar Malstifte, ein Springseil oder andere spannende Spielgeräte. Zwischen Juni und Dezember 2022 besuchten wir regelmäßig zwei Flüchtlingsunterkünfte in Essen und boten den Kindern kostenfreie niedrigschwellige Spielmöglichkeiten an.

Kinder und Jugendliche nicht draußen lassen – Plädoyer für eine nachhaltige kommunale Politik

Wie können Kommunen dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche nicht aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden? Winfried Pletzer plädiert in diesem Beitrag für eine nachhaltige kommunale Politik, die junge Menschen ernsthaft beteiligt und ihnen Räume zur Mitgestaltung eröffnet. Ein Beitrag zur Rolle der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und zur Frage, wie Kommunalpolitik jungen Menschen wieder mehr Gehör verschaffen kann.

Kompetenzentwicklung durch Spiel und Phantasie – Zum Bildungshorizont mobiler Spielpädadagogik

Spielmobile leisten einen wichtigen Beitrag in der heute schwieriger gewordenen Wirklichkeit des Aufwachsens von Kindern und Jugendlichen. Sie bieten attraktive Angebote für die Freizeitgestaltung und stellen diese unter einen pädagogischen Anspruch. Dieser pädagogische Anspruch muss immer wieder – wie alle pädagogische Arbeit – überprüft und auf die sich ständig verändernden Bedingungen unserer Lebenswirklichkeit neu ausgerichtet werden.

„Fridays for Future“: Mitbestimmung ausbauen statt sanktionieren und auflaufen lassen

Der ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V. und die dem Verband angehörige interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Draußenkinder“ erklären sich solidarisch mit der „Fridays for Future“-Bewegung, die die Einhaltung der Ziele des Pariser Abkommens und des 1,5°C Klima-Ziels fordert.

Rede von Gerd Bollermann zum 40-jährigen Jubiläum des ABA Fachverbandes

Gerd Bollermann ist ehemaliger Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg und Gründungsmitglied des ABA Fachverbandes. Darüber hinaus wurde ihm die ABA-Ehrenmitgliedschaft verliehen. Seine Rede zum 40-jährigen Bestehen des ABA Fachverbandes ist schon etwas älter, aber deswegen nicht weniger interessant. Wir haben sie nun online gestellt:

Wohin geht die Reise der Offenen Kinder- und Jugendarbeit?

Offene Kinder- und Jugendarbeit wirkt! Dennoch ist es eine besondere Herausforderung, diese Wirkungen zu messen. Offene Kinder- und Jugendarbeit verändert sich! Aber wohin die Reise geht, ist noch offen. Daher hat der Sprecherrat des ABA Fachverbandes sich zum Ziel gesetzt, folgende Stellungnahme zu Wirkungen und Veränderungen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu formulieren.

Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen

SoVD: Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen. Landespolitische Handlungsbedarfe zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Nordrhein-Westfalen. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention – BRK) normiert erstmals in völkerrechtlich bindender Weise die Menschenrechte der Menschen mit Behinderung. Damit wird kein Sonderrecht für behinderte Menschen geschaffen, sondern die allgemeinen Menschenrechte werden aus der Perspektive von Menschen mit Behinderung klargestellt und konkretisiert.

Dokumentation des G5-Inklusionsprojekts „Under Construction“

Wie kann Inklusion in der Kinder-, Jugend- und Jugendsozialarbeit ganz praktisch gelingen? Das G5-Praxisentwicklungsprojekt „Under Construction“ ist dieser Frage nachgegangen: An 15 Standorten in ganz Nordrhein-Westfalen haben Träger der Kinder- und Jugendarbeit von November 2013 bis März 2015 eigene inklusive Praxisprojekte entwickelt und umgesetzt – begleitet von Fortbildungsmodulen und fachlichem Austausch.

Abenteuerspielplätze

Die Abenteuerspielplätze gehören quasi zur Keimzelle des ABA Fachverbandes Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Der Verband wurde 1971 als Arbeitsgemeinschaft gegründet. 1973 wurde er als „Landesarbeitsgemeinschaft Abenteuer-, Bau- und Aktivspielplätze Nordrhein-Westfalen“ (LAG ABA) in das Vereinsregister eingetragen – daher das Kürzel „ABA“. 

Bildung ist mehr als Schule

„Bildung ist mehr als Schule!“. Im November 2007 machte sich der Deutsche Städtetag diese Aussage in seiner Aachener Erklärung per Beschluss zueigen. Dieses inzwischen geradezu geflügelte Wort verdient eine genauere Betrachtung. Bestätigung findet diese These bei Wiebken Düx in ihrem Beitrag „‚Aber so richtig für das Leben lernt man eher bei der freiwilligen Arbeit’ – Zum Kompetenzgewinn Jugendlicher im freiwilligen Engagement“. (1) 

Armut und Gesundheitsgefährdungen im Kindes- und Jugendalter

Mit dem Begriffspaar Armut und Gesundheit ist ein Zusammenhang thematisiert, der in der – nach wie vor – reichen Bundesrepublik gerne verdrängt wird. Der Armut wird in den Sozialwissenschaften und in der Öffentlichkeit nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Sie tritt in der Bundesrepublik überwiegend als Gegenstand sozialpolitischer Regulierung auf und ist damit zu einem großen Teil dem gesellschaftlichen Diskurs entzogen. 

Freiburger Studie: Kinder wollen draußen spielen

Eine Freiburger Studie¹ legt dar, dass Kinder in der Stadt immer weniger Möglichkeiten zum Spielen im Freien finden. Die Untersuchung zeigt aber auch, was kommunalpolitisch dagegen getan werden kann. Der amerikanische Sozialwissenschaftler Neil Postman hat das “Ende der Kindheit” postuliert. Diese These ist missverständlich, denn es spricht viel für die Vermutung, dass sich Kindheit als soziale und ökonomisch verwertbare Institution erst richtig etabliert und immer mehr die Form einer “inszenierten Kindheit” annimmt.

Wo die wilden Kinder spielen …

Wer kennt nicht das wunderbare Bilderbuch von Maurice Sendak „Wo die wilden Kerle wohnen“, das mit dem Satz anfängt: „An dem Abend, als Max seinen Wolfspelz trug, und nur Unfug im Kopf hatte …“. Max erlebt in dieser Geschichte das Abenteuer, draußen in der Welt allein und stark zu sein, König der wilden Kerle zu werden und nach all der Arbeit nach Hause kehren zu können, wo sein Essen auf ihn wartet … Selbsterfahrung, Abenteuer, freundliche und liebevolle Zuwendung sind für die Entwicklung von Kindern entscheidende Komponenten. 

Mitglied werden

ABA-Mitglieder begreifen sich als Solidargemeinschaft. Sie setzen sich in besonderer Weise für die Belange der Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein.

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