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Der ABA-BLOG

Hier halten wir Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Einträgen zur Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie haben was zu sagen? Wir machen es im Netz bekannt!

Hagener Erklärung zum Thema „Risiko als Spielwert“

Versicherungsträger, PolitikerInnen und Aufsichtspflichtige sind in der Regel bemüht, Situationen für Kinder und Jugendliche „risikofrei“ zu gestalten. Dieses Bemühen läuft vielfach ins Leere. Junge Menschen sind häufig dann am stärksten gefährdet, wenn Behütung und Aufsicht überspannt werden.

Risikofreies Leben ist eine nicht erreichbare Utopie. Leben sicher zu gestalten, geht nicht selten mit eigenen Unsicherheiten von PädagogInnen, PlanerInnen, SicherheitsexpertInnen und PolitikerInnen einher und führt in der Praxis von Pädagogik und Planung zu bisweilen kuriosen Erscheinungen. Langjährige Erfahrungen „gefährlicher Einrichtungen“, wie z.B. von Abenteuerspielplätzen, sowie entsprechende Untersuchungen belegen, dass der Gefährdungsgrad für junge Menschen sinkt, je gezielter und bewusster sich diese mit Risiken vertraut machen können.

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Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (Positionen des ABA Fachverbandes)

Foto: Rainer Deimel

Foto: Rainer Deimel

Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist Jugendbildung, wie sie im Kinder- und Jugendhilfegesetz (1) beschrieben wird. Sie befähigt Kinder und Jugendliche zur Selbstbestimmung und ermöglicht jungen Menschen gesellschaftliche Mitveranwortung. Ebenso regt sie das soziale Engagement der Heranwachsenden an. Wie vor dem Hintergrund gesetzlicher Grundlagen aufgezeigt werden kann (2), handelt es sich bei der Offenen Kinder- und Jugendarbeit keineswegs – wie immer wieder behauptet – um eine „freiwillige Leistung“, sondern um eine pflichtige Aufgabe. Ebenso ergeben sich aus den gesetzlichen Vorgaben ihre wichtigste Ziele und ihr fachliches Selbstverständnis, nämlich

  • Emanzipation
  • Partizipation
  • Integration

 Dieser Paradigmenwechsel in der Kinder- und Jugendarbeit wurde 1990 durch den 8. Jugendbericht der Bundesregierung beschrieben. Hinzu kam seinerzeit ebenso der Aspekt der Prävention; dieser allerdings wird durch die rechtliche Grundlage der Arbeit, wie sie dem § 11 SGB VIII zu entnehmen ist, nicht bestätigt. Eine qualitativ hochwertige Kinder- und Jugendarbeit wirkt per se präventiv, ohne dass dies betont werden muss. Eine Überbetonung dieses Aspekts läuft nicht selten Gefahr, junge Menschen in ihrem Recht auf Entwicklung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (3) zu behindern. Ebenso wird unter Umständen ihr Recht in Frage gestellt, dass die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen an den Interessen junger Menschen anzuknüpfen habe und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden soll, um sie dabei zu unterstützen, Selbstbestimmungsfähigkeiten zu erwerben sowie gesellschaftliche Mitverantwortung und soziales Engagement zu stimulieren. (4) Eine kritische Auseinandersetzung mit dieser Thematik liefert Prof. Dr. Benedikt Sturzenhecker in seinem Beitrag „Prävention ist keine Jugendarbeit“. (5)

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Dortmund spielt draußen

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© ABA Fachverband

Das freie Kinderspiel draußen auf der Straße oder in der Natur ist aus dem Alltag fast ganz verschwunden; zu Unrecht, denn es stärkt wesentliche Kompetenzen der Kinder. Das freie Kinderspiel draußen war bis in die siebziger Jahre hinein für die meisten Kinder und Eltern selbstverständlicher Teil der Kindheit. Heute wird Spiel von vielen Eltern fast nur noch in der Bedeutung „Sport“ oder „Lernen“ wahrgenommen.

Als Ursachen werden häufig angeführt:

  • Verlust der freien Räume (Straßenverkehr, Bebauung)
  • übertriebener Medienkonsum
  • Unsicherheit im öffentlichen Raum.

Dieser Entwicklung will das Projekt „Dortmund spielt draußen“ entgegenwirken.

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United We Come Together

Das Projekt „United We Come Together“ erwächst aus dem erfolgreichen Medien- und Musikprojekt „United We Change“ sowie “United We Change NRW“ und thematisiert  die  gesellschaftlichen  und  institutionellen  Erscheinungsformen von Heterosexismus  im Alltag junger Menschen durch musikalische und mediale Auseinandersetzung. Die bisherigen medial erfassten Projekte werden hierbei zu einer „Best Off – Dokumentation“ zusammengefasst werden. Diese dient der weiteren Ideenfindung für verschiedene Gruppenprojekte. Die Inhalte für die Aktionen können grundsätzlich aus allem bestehen, was für die Lebenswelt der Jugendlichen relevant ist und mit dem Thema Heterosexismus zu tun hat (bspw. Akzeptanz von gleichgeschlechtlichen/queeren Lebensentwürfen in der Öffentlichkeit, Anprangern homophober Sprache oder kritisches Hinterfragen medial propagierter Partnerschaftsmodelle).

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Bespielbare Welt – Begreifbare Welt

siteon0-f1f13Gegenstand der Projektidee ist es, unterschiedliche Lebens- und Spielwelten von Kindern im europäischen und außereuropäischen Raum in der pädagogischen Fachwelt erfahrbar und vergleichbar zu machen und so die Angebots- und Methodenvielfalt von Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit umfangreich zu erweitern. Sie versteht sich als Fortsetzung der Kongress- und Fortbildungsreihe, die der Verband mit dem „Internationalen Spielmobilkongress 2010“ in Essen und dem Projekt „Abenteuer (er)lernen (er)leben (er)greifen)“ in 2012 initiiert und erfolgreich durchgeführt hat.

http://www.2014.spielmobilkongress.de/

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