Ab 5. Februar 2026: Digitaler Dialog Kinderschutz

Kinderschutzkonzepte sind von zentraler Bedeutung, um Kindern und Jugendlichen einen Raum zu bieten, in dem sie sich sicher und respektiert fühlen können. Des weiteren schaffen sie klare Richtlinien für Fachkräfte, um im Falle von Gefährdung oder Verdacht schnell und angemessen zu handeln. Die Umsetzung eines Schutzkonzeptes ist somit ein unverzichtbarer Bestandteil jeder Einrichtung, die mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, um ihr Wohlergehen zu gewährleisten und ein vertrauensvolles Umfeld zu schaffen.

Du hast dich schon etwas mit Schutzkonzepten befasst oder bist gerade im Prozess, ein Schutzkonzept zu schreiben und möchtest dich gern mit anderen dazu austauschen?

Dann komm doch gern zu unseren Online-Treffen zu verschiedenen Themen rund um Kinderschutz. Nach einem kurzen Input gehen wir ins Gespräch, wie wir Kinderschutzprozesse in unseren Einrichtungen und bei unserem Träger gut umsetzen können.

Referent*innen: Joke Förster & Stefan Melulis

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Hast du eine Idee oder einen Themenwunsch für weitere Austauschtreffen? Dann hinterlasse sie gern hier:

Anstehende Termine

05. Februar 2026, 11–12:30 Uhr: Cool bleiben in herausfordernden Situationen

Insbesondere stark belastete Kinder und Jugendliche können Verhaltensweisen zeigen, die uns als Pädagog*innen ratlos machen oder manchmal auch verärgern.

Wir möchten im Sinne des Kinderschutzes allen Besucher*innen mit Anerkennung begegnen – besonders denen, die das selten erleben und besonders brauchen. Wie schaffen wir es, auch bei Provokationen oder Gefühlsausbrüchen offen und annehmend zu bleiben und zugleich unsere eigenen Grenzen zu achten? Welche Strategien der Selbstfürsorge können wir nutzen?

Über einen wertschätzenden Umgang mit anderen und uns selbst, speziell in schwierigen Situationen, wollen wir uns bei diesem Treffen austauschen.

23. März 2026, 11–12:30 Uhr: Wenn das Schutzkonzept länger da ist als die Mitarbeiter*innen…

müssen neue Kolleg*innen in die bestehenden Schutzprozesse eingearbeitet werden. Fluktuation kommt in der offenen Arbeit oft vor, wenn wir mit Hilfs- und Honorarkräften arbeiten, und auch die Fachkräfte wechseln mal. Da die Erstellung und Umsetzung des Konzeptes Teamwork sind, stehen wir bei einem Personalwechsel vor der Herausforderung, sicherzustellen, dass auch neue Mitarbeiter*innen nach einem Konzept handeln, an dessen Erstellung sie nicht beteiligt waren. So müssen eventuell die Hintergründe einige Passagen im Konzept erläutert werden und eine neue Perspektive kann das Konzept auch bereichern. 

Wie eine gelungene Einarbeitung und gemeinsame Weiterentwicklung aussehen können, wollen wir gemeinsam reflektieren. Besonders spannend für alle, die Personalverantwortung tragen. 

10. Juni 2026, 11–12:30 Uhr: Schutzkonzepte als gemeinsame Träger- und Einrichtungsaufgabe: Ein Ziel - zwei Perspektiven

Als Team habt ihr gute Ideen für euer Schutzkonzept. Jetzt müsst ihr es nur noch dem Träger näherbringen. Das kann besonders schwierig sein, wenn ihr es Menschen ohne pädagogischen Hintergrund erklären müsst oder euer Arbeitsschwerpunkt nur ein kleiner Bereich des Trägers ist.

Bei diesem Treffen überlegen wir gemeinsam, wie wir unser Konzept am besten mit dem Träger besprechen und unsere Gedanken verständlich machen können. 

08. September 2026, 11–12:30 Uhr: Teamkultur und Kinderschutz: Wie wir über unsere Regeln reden

Der Verhaltenskodex und Interventionspläne sind Beispiele für Regeln, die im Schutzkonzept festgeschrieben sind. Dazu kommen informelle Absprachen, um eine gute pädagogische Arbeit – besonders im Sinne des Kinderschutzes – zu leisten.

Auf welchem Weg kommunizieren wir im Team miteinander, wie kollegial, konstruktiv und fehlerfreundlich besprechen wir unsere Regeln und welche Feedbackkultur herrscht bei uns? Das wollen wir bei diesem Treffen beleuchten. 

17. November 2026, 11–12:30 Uhr: Das Schutzkonzept auf dem Prüfstand: Bestehen unsere Ideen den Alltagstest?

Euer Schutzkonzept besteht nun seit einer Weile – aber woher wisst ihr, dass es auch „funktioniert“? Welche Veränderungen bemerkt ihr in eurem pädagogischen Alltag? Ist es ein gutes oder ein schlechtes Zeichen, wenn sich die Kinder jetzt mehr oder weniger beschweren als vorher? Wie können positive Entwicklungen beibehalten und gefördert werden, welche Dinge müssen verändert werden?

Und auf welchem Weg finden wir am besten heraus, ob noch Veränderungen nötig sind? Dazu machen wir uns in diesem Dialog Gedanken. 

Vergangene Termine

19. November, 11-12:30 Uhr: Grünes Licht oder Rote Karte? Verhaltensampel, Verhaltenskodex und Co. (Zoom)

Der Verhaltenskodex ist ein wichtiger Bestandteil eines Schutzkonzeptes. Hier wird festgehalten, wie der angemessene Umgang mit Kindern und Jugendlichen aussieht, aber auch erwünschtes Verhalten der Mitarbeiter*innen untereinander kann an dieser Stelle behandelt werden. 

Wie finden wir als Team eine gemeinsame Haltung, mit welchen Methoden beziehen wir unsere Zielgruppe in die Erstellung ein und auf welchem Weg sensibilisieren wir nicht nur neue Kolleg*innen, sondern auch die Kinder und Jugendlichen dafür, was ein schädigender und was guter ein pädagogischer Umgang ist? 

Dazu werden wir uns in dieser Veranstaltung gemeinsam Gedanken machen. 

16. September, 11-12:30: Mitreden und Mitgestalten: Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Kinderschutz (Zoom)

Das Landeskinderschutzgesetz NRW sieht vor, die Zielgruppe an der Erstellung des Kinderschutzkonzeptes zu beteiligen. Mit welchen Methoden können wir Kinder und Jugendliche einbeziehen? Wie ermutigen wir die Besucher*innen zur Mitwirkung, besonders im Hinblick auf die Settings offener Arbeit? Zu diesen Fragen wollen wir uns austauschen!

12. Juni, 11-12:30 Uhr, Ich hab da so ein Bauchgefühl..., online (Zoom)

Stell dir vor, deine Kollegin, deinen Kollegen oder deine*n Vorgesetzte*n findest du irgendwie verdächtig, aber du kannst nicht so richtig sagen, was da falsch läuft. Vielleicht ist das eine oder andere Verhalten nicht optimal, aber deshalb den Verdacht auf sexualisierte Gewalt oder Machtmissbrauch äußern, das kann doch jemanden das Leben zerstören… Wie gehen wir also um mit einem Gefühl oder einem Verdacht? Mit diesem harten Thema befassen wir uns in dieser Veranstaltung.

7. April, 11-12:30 Uhr, Von der Praxis auf´s Papier: Wie schreibe ich ein Schutzkonzept?, online (Zoom)

Du hast schon schützende Faktoren ermittelt, erste Veränderungen vorgenommen, Gefährdungspotentiale ermittelt und reflektiert… Jetzt muss das nur noch ein Dokument werden, aber wie? Das schauen wir uns an diesem Tag gemeinsam an.

12. Februar, 11-12:30 Uhr, Kinderschutz ist Teamwork!, online (Zoom)

Aber wie finden wir als Team eine gemeinsame Haltung in Sachen Kinderschutz? Und wie nehmen wir den Träger mit, insbesondere wenn wir als Fachkräfte mit einem ehrenamtlichen Vorstand arbeiten, der nicht tief in der Materie steckt? Was müssen wir machen, um aus der Vielfalt der Mitarbeitenden, Haupt- und Ehrenamtlichen, Fach- und Hilfskräften, mit unterschiedlichem Vorwissen und Motivation, eine Gruppe zu machen, die am gleichen Strang zieht? Und das alles auch noch bei begrenzten Ressourcen!
Eine abschließende Antwort werden wir in 90 Minuten vermutlich nicht finden, aber hoffentlich einen guten Startpunkt.

So unterstützt der ABA Fachverband beim Thema Kinderschutz!

  • Der ABA Fachverband publiziert ebenfalls Material rund um das Thema Kinderschutzkonzepte, Potenzial- & Risikoanalyse und vieles mehr! Wirf gerne einen Blick auf unsere Publikationen.
  • Du möchtest in den aktiven Austausch gehen? Dann besuche eine unserer Fortbildungen!
  • Was gehört in ein Kinderschutzkonzept? Worauf muss besonders geachtet werden? Diese und weitere Fragen werden in der Arbeitshilfe „Prävention (sexualisierter) Gewalt“ geklärt.
  • Du benötigst eine individuelle Beratung? Dann melde dich per Mail bei Stefan Melulis oder Joke Förster!

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