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NAGEL-Redaktion – Gautinger Beschlüsse

Die Arbeitsgemeinschaft für Jugendpflege und Jugendfürsorge fasste 1953 die sogenannten Gautinger Beschlüsse (1). Hierbei handelte es sich um eine erste Orientierung für die neu entstehende Offene Jugendarbeit. Die hier formulierten Aussagen machen die damalige Sichtweise auf junge Menschen deutlich. Dort heißt es u.a.:

Die Aufgaben des Heims der offenen Tür

Das Heim der offenen Tür ist eine Freizeit- und Begegnungsstätte im freien Erziehungsraum und ergänzt die Erziehung im Elternhaus, in der Schule und im Beruf. Es dient der gesamten Jugend und muss allen offen stehen. Im Heim der offenen Tür soll der junge Mensch der sozialen Gesamheit begegnen; deshalb muss das Heim der offenen Tür die soziale Struktur der Gemeinde oder Nachbarschaft widerspiegeln.

Das Heim der offenen Tür vermittelt dem jungen Menschen das Gemeinschaftserlebnis und weist ihm Wege zur Welt der Erwachsenen. Dadurch lernt er, dass mit dem Erwerb von Rechten auch die Übernahme von Pflichten verbunden ist. Diese Erkenntnis bildet die Grundlage für die staats- und mitbürgerliche Pflicht.

Das Heim der offenen Tür hat die Aufgabe, im jungen Menschen die Kräfte zu wecken, die zu einer freien, selbstständigen und selbstverantwortlichen Persönlichkeit führen.

Durch Interessengruppen und Arbeitsgemeinschaft werden brachliegende Fähigkeiten und Neigungen erkannt und entwickelt. Damit wirkt das Heim der offenen Tür ausgleichend und fördernd zur Tätigkeit in der Schule und im Beruf.

Die Erziehungsarbeit im Heim der offenen Tür findet da ihre Grenze, wo es um die Formung der Persönlichkeit unter weltanschaulicher oder parteipolitischer Zielsetzung geht. 

Neben diesen allgemeinen Aufgaben ergeben sich aus der jeweiligen sozialen und politischen Situation besondere Aufgaben, für die das Heim der offenen Tür geeigneter Träger sein kann.


Quelle: Willy Klawe: Arbeit mit Jugendlichen, Juventa Verlag 1996, Seite 87 (zitiert nach Hermann Giesecke: Handbuch Kinder- und Jugendhilfe, 1983)


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(1) Nach der Tagungsstätte, dem Institut für Jugendarbeit des Bayerischen Jugendrings in Gauting, benannt.

 

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