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FIT FÜRS LEBEN – Die Spielmobilkarawane in Nordrhein-Westfalen 2015

2_Abschlußfoto Spielmobilkarawanenteam NRW 2015

© ABA Fachverband

Sechs Spielmobile aus sechs Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben zusammen im Rahmen der gemeinsamen Karawane vom 11. – 16. Mai 2015 unter dem Motto „Fit fürs Leben“ Spielaktionen in den teilnehmenden sechs Städten veranstaltet. Die Karawane zog dabei von Ort zu Ort. Teilgenommen haben Spielmobile in freier oder städtischer Trägerschaft aus den Städten Bonn, Hilden, Solingen, Oberhausen, Marl und Bottrop sowie das Bewegungs- und Ernährungsmobil (kurz Bemil genannt) des ABA Fachverbandes Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.

Zur Pressemappe der Spielmobilkarawane „Fit für´s Leben“ NRW 2015 …

Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit greifen Themen wie ungesunde Ernährung sowie Bewegungsmangel praxis- und handlungsorientiert auf. Dabei haben sie grundsätzlich die individuellen und sozialen Voraussetzungen im Blick, die die Kinder und Jugendlichen mitbringen. Sie bieten gemäß dem Prinzip „Man muss die Menschen da abholen, wo sie stehen“, Möglichkeiten, sich von dieser Stelle ohne vorgegebenes Leistungsziel weiterzuentwickeln.

Ziele

Das Projekt verfolgte zunächst zwei Zielstellungen, die jedoch durchaus ineinander übergreifen bzw. sich gegenseitig bedingen:

Crossmoped fahren macht Spaß

© ABA Fachverband

Das Motto „Fit fürs Leben“ beinhaltet Themen aus den Bereichen Bewegung, Gesundheit, Ernährung und Bildung und zielt darauf ab, die Bedeutung dieser Faktoren für die Entwicklung von Kindern hervorzuheben. Dabei wird das Thema Bildung ausschließlich im Hinblick auf die non-formale und in-formelle Bildung einbezogen. Des Weiteren soll die Bedeutung von frei bespielbaren Räumen in diesem Kontext öffentlichkeitswirksam postuliert werden. Kinder brauchen solche Räume, um sich gesund entwickeln zu können und als Persönlichkeit zu reifen. Zielgruppe der Aktionen sind alle Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren. Kleinere Kinder werden dabei, sofern anwesend, nicht ausgeschlossen sondern miteingebunden.

Durch die gemeinsam von den sechs Spielmobilen durchgeführte Karawane wurde einmal mehr pointiert, wie wichtig freie Spielräume für Kinder sind. Plätze, die in der Regel nicht als Spielräume von Kindern nutzbar sind, wurden durch die Spielmobile „okkupiert“ und bespielbar gemacht. Das Thema „Fit fürs Leben“ animierte die Kinder, sich selbstständig mit der eigenen Zukunft und den zu schaffenden Voraussetzungen für eine gelingende persönliche Entwicklung auseinanderzusetzen.

Durch inhaltlich unterschiedliche Arbeitsweisen und Programmpunkte entstand so ein buntes Bild mit vielen verschiedenen Facetten, welches niederschwellig und kindgerecht präsentiert wurde. Die beteiligten Organisationen haben die jeweilige Aktion in ihrer Stadt gemeinsam mit den Kindern vor Ort vorbereitet. So haben je nach Interesse der Kinder überall Veranstaltungen mit unterschiedlichem Schwerpunkt rund um das Thema „Fit fürs Leben“ stattgefunden – immer auch beinhaltend, wie wichtig freie Spielräume für die Entwicklung der Kinder in diesem Zusammenhang sind. So wurde neben der Förderung der sozialen, motorischen sowie kreativen Fähigkeiten und Fertigkeiten auch die Partizipation der Kinder gefördert.

Aktionen

Spielmobil Max Bonn

© ABA Fachverband

Das Brettspiel Coco Crazy wurde als begehbares Großspiel vom Spielmobil Max der Bundesstadt Bonn im Vorfeld mit den Kindern entwickelt und gebaut. Andere Aktionen wie Klötzchenbaustelle und weitere Großspiele standen ebenfalls auf dem Programm.

Neben den üblichen Spielmobilangeboten wie Hüpfburg, Bungee Run und Funcars gab es beim Spielmobil der Stadt Hilden zusätzlich den Mitmachzirkus und das Kinderparlament mit Mecker-Ecke.

Das Spielmobil der Stadt Solingen bot den kleinsten Proberaum der Welt in einem alten Bauwagen an. Daneben wurde unermüdlich Pizza (über 400 Stück!) selber hergestellt. Außerdem konnte auf einem professionellen Crossmoped (ohne Motor) durch die Gegend gefahren und mit Miss Filz aus alten Stoffresten neue Sachen hergestellt werden.

Der Dicke Brummer, das Spielmobil der RUHRWERKSTATT Oberhausen, baute ebenfalls im Vorfeld, gemeinsam mit Kindern einen Kinder-Menschen-Kicker, der täglich sehr stark bespielt wurde. Auch Spielaktionen für kleinere Kinder wie Riesenbausteine, Wippe und weitere Spielaktionen wurden gut angenommen.

Riesenseifenblasen (auch bei leichtem Regen der Hit), ein Kreide-mal-Tisch, Fühlkästen und weitere Spiel-Bänke wurden vom Maki-Mobil, dem Marler Spielmobil angeboten. Das Gesellschaftsspiel Speed Cups in XXL, nachgebaut aus Papierkörben, wurde durchgängig bespielt.

Meist kreativ ging es beim Spielmobil Rollmobs der Stadt Bottrop zu. Hier konnten verschiedene Hüte und Armbänder gebastelt werden. Zusätzlich wurden viele Elemente aus dem Zirkusbereich zur Verfügung gestellt, getestet und bespielt.

Die Bewegungsbaustelle des Bemil vom ABA Fachverband kam täglich in veränderter Form zum Einsatz. Daneben war die Apfel-Schäl-Schneid- und Entkernmaschine der Renner bei den großen und kleinen BesucherInnen. Weit mehr als 100 kg Äpfel wurden während der Spielmobilkarawane verspeist.

BaseCamp_3

© ABA Fachverband

Unterkunft

So unterschiedlich die Aktionen der einzelnen Spielmobile waren, so unterschiedlich waren unsere Unterkünfte. Im coolsten Hostel der Welt konnten wir in Bonn im BaseCamp übernachten. Das BaseCamp Young Hostel ist er erste und einzige Indoor-Vintage-Fake-Campingplatz der Galaxie. Danach folgten zwei Übernachtungen im Jugendtreff am Weidenweg in Hilden. Hier wurde die riesige Turnhalle in zwei Hälften aufgeteilt und ganz brav nach Mädchen und Jungen getrennt. In Oberhausen konnten wir im gemütlichen In Hostel Veritas in Mehrbettzimmern übernachten. Zum Abschluss wurde das Jugend- und Kulturzentrum Hagenbusch in Marl zum Übernachten in Beschlag genommen.

Verpflegung

Kein Karawanenteilnehmer musste zu irgendeiner Zeit Hunger leiden. Die Verpflegung in den jeweiligen Städten wurde hervorragend organisiert und sehr abwechslungsreich gestaltet. Neben belegten Brötchen, Kuchen, Muffins, Snacks und Getränken, kleinen Stoffbeuteln mit Lunchpaketen tagsüber, gab es am Abend Pizza, Spaghetti Carbonara und ein fleischloses Nudelgericht, Chilli con und sin Carne, Salat, Dessert, Grillfleisch, Folienkartoffeln, Maiskolben, und vieles mehr. Vor der letzten Etappe wurden wir mit einem reichhaltigen griechischen Büffet überrascht.
Am letzten Einsatztag konnten wir uns kurz vor der Heimreise noch eine selbstgekochte brasilianische Nudel-Hähnchen-Gemüse-Pfanne schmecken lassen.

Spielmobil Dicker Brummer

© ABA Fachverband

Fazit (Rückmeldungen der beteiligten SpielmobilerInnen)

Es war eine tolle Veranstaltung und unvergessliche Tage für die Kinder. Die ganze Karawane mit sechs verschiedenen Spielmobilen bleibt ein echtes Highlight. Eine Wiederholung der Spielmobilkarawane wäre toll, vor allem der Austausch der SpielmobilerInnen untereinander war schön und bereichernd. Viele positive Rückmeldungen von den BesucherInnen „So ein tolles Fest hatten wir noch nie“, aber auch von den Stadtverwaltungen und der Politik. Gute Atmosphäre, die super Zusammenarbeit unter den SpielmobilerInnen und das großartige Wetter, vor allem aber auch die strahlenden Kinderaugen waren echte Highlights. Ein Bürgermeister schrieb nach seinem Besuch auf dem Spielfest bei Facebook „Wiederholenswert“!

Besondere Highlights sind Riesenseifenblasen die trotz Regen nicht platzten und dass alle Spielmobile obwohl es regnete ihre Aktionen aufbauten. Der kameradschaftliche, kooperative und hilfsbereite Umgang untereinander war Spitze und am Ende konnten wir auch im Konvoi fahren. Toll war auch, dass sich viele Vertreter aus den Stadtverwaltungen, der Politik und der Presse bei den Spielfesten gezeigt haben und sehr interessiert waren.

Nach sechs Tagen der Spielmobilkarawane waren sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Besucher aller Spielfeste einig:
So eine Spielmobilkarawane sollte es öfter geben!

Der kleinste Proberaum

© ABA Fachverband

Eva Hofmann
ABA Fachverband
Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.
spielmobil@aba-fachverband.org


Nachwort

Leider, leider, leider ist es dem ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V. in diesem Fall nicht gelungen, zusätzliche finanzielle Projektmittel für die Durchführung dieser Karawane über spezielle Förderungen zu generieren. Umso mehr gilt unser Dank den Organisationen und den Mitarbeitern/innen, die dann eigene Ressourcen „zusammengekratzt“ und auch ohne bspw. angemessene Unterkunftsmöglichkeiten diese Aktion durchgeführt haben.

Wenn etwas an Spielmobilen ganz besonders ist, dann ist es ihre Flexibilität. Und dies nicht nur weil sie eben mobil sind, sondern auch, weil sie größtmögliche Flexibilität auch immer unter Beweis stellen, wenn es darum geht, Hürden zu beseitigen und Probleme zu lösen.

Dieses haben sie mit der Durchführung der Karawane erneut unter Beweis gestellt. Dafür noch einmal ein ganz herzlicher Dank seitens des Verbandes.

Für den ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen e.V.
gez. Horst Oesterwind-Stiller

Am Gasometer Oberhausen kurz vor Abfahrt nach Marl

© ABA Fachverband

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