Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben wir vergangene Woche Dr. Christiane Richard-Elsner als Koordinatorin der Draußenkinder verabschiedet.
Über mehr als 16 Jahre hat sich Christiane mit großem Engagement für das Freie Spiel im Freien eingesetzt. Sie hat nicht nur unermüdlich für die Bedeutung des Draußenspiels sensibilisiert, sondern ihre fachlichen und praktischen Erfahrungen auch konsequent in fachliche Diskurse und politische Ebenen eingebracht.
Besonders wichtig war ihr dabei immer, Kinder und Jugendliche wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen, mit dem klaren Ziel, ihnen mehr Raum, Zeit und Vertrauen für das Spiel im Freien zu ermöglichen. Gleichzeitig hat sie immer wieder den Dialog mit Eltern gesucht und dafür geworben, das Draußenspiel als wertvollen Bestandteil kindlicher Entwicklung neu zu denken und zu stärken.















Die Verabschiedung selbst spiegelte vieles von dem wider, wofür Christiane steht: ein herzliches Miteinander, Raum für Erinnerungen und gemeinsames Lachen. Neben fantastischen Zimtschnecken gab es eine kleine Zeitreise durch 16 Jahre Draußenkinder, die zahlreiche Meilensteine, Begegnungen und Entwicklungen noch einmal lebendig werden ließ. Ein liebevoll vorbereitetes Rätselspiel mit Zahlenschloss und Trivia durfte dabei natürlich nicht fehlen und wurde von Christiane, ganz in ihrem Stil, souverän und mit Freude gelöst.
Den augenzwinkernden wie anerkennenden „ackerdemischen“ Titel Dr. des Draußenspiels hat sich Christiane Richard-Elsner damit mehr als verdient.
Für ihren weiteren Weg wünschen wir ihr von Herzen Neugier, Rückenwind, viele inspirierende Orte und ganz viel Freude am wissenschaftlichen Arbeiten. Wir danken ihr für 16 Jahre voller Einsatz, Haltung und Herzblut und für alles, was bleibt und weiterwirkt.
16 Jahre Draußenkinder: Wir haben Christiane gefragt, wie sie diese Zeit erlebt hat!
An die vielen lebhaften Diskussionen in der Gruppe, als wir immer in Präsenz getagt hatten. Digitale Treffen haben zweifellos ihre Vorteile. Man kann stringent an Themen arbeiten, aber der persönliche Kontakt ist nicht so intensiv.
Ich denke, dass ich es geschafft habe, mit „Draußen Spielen“ (Beltz 2017) ein grundlegendes Buch über das freie Kinderspiel im Freien geschrieben zu haben.
o. die lebhaften Diskussionen in der Gruppe, die Entwicklung gemeinsamer guter Ideen. Da wir interdisziplinär aufgestellt sind, ergibt sich immer wieder etwas völlig Neues.
Immer wieder spielende Kinder beobachten zu können!
Spielerische Offenheit.
Das Bewusstsein dafür, dass Kinder im freien Spiel draußen wesentliche Entwicklungserfahrungen machen, ohne Druck, mit viel Freude, Spannung, ohne dass Erwachsene (ängstliche) Betreuer und Impulsgeber sein müssen, ist verloren gegangen. Das Leben sowohl von Kindern als auch von Erwachsenen würde sich bereichern, wenn Kinder wieder mehr Zeit und interessante, am besten naturhafte Räume zum Draußenspiel hätten.
Mit wesentlich geringerem Zeitdruck wissenschaftlich arbeiten zu können.
Verspätete Züge, Spiel, ABA
Kinder müssen draußen spielen!
