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Die Ehrenmitglieder – Hiltrud von Spiegel

RTEmagicC_BAHS_IMG_3918.jpgDer Vorstand des ABA Fachverbandes Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat am 20. Mai 2010 einstimmig beschlossen, Prof. Dr. Hiltrud von Spiegel, wohnhaft in Preußisch Oldendorf, zum Ehrenmitglied zu ernennen.

Hiltrud von Spiegel hat sich über die Jahre und Jahrzehnte in der Kinder- und Jugendarbeit einen Namen gemacht, der weit über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus bekannt ist. Sie selbst hat „das Metier“ von der Pike auf kennengelernt und mitgeformt.

So war sie von 1973 bis 1975 in einem Jugendzentrum in Neuss tätig. Bereits in dieser Zeit, nämlich 1974, trat sie dem ABA Fachverband als Mitglied bei. Zwischen 1975 und 1978 war sie im Haus der Jugend in Krefeld beschäftigt. 1979 ging sie an die Fachhochschule Bielefeld, in der sie bis 1981 Leiterin des Praktikantenamtes war. Anschließend wurde sie dort bis 1997 Fachlehrerin für Sozialpädagogik. In jenem Jahr wurde sie als Professorin an die Fachhochschule Münster berufen. Zeitweise war sie dort auch Dekanin des Fachbereichs Sozialwesen. Als engagierte Lehrende ist sie ebenso in der Forschung engagiert. Ihre Schwerpunkte: Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit mit den Schwerpunkten methodisches Handeln, Qualitätsentwicklung und Evaluation. Die Kinder- und Jugendhilfe ist ihr in diesem Kontext immer ein Anliegen geblieben.

Die Praxis kann immer wieder von dem 1951 geborenen Ehrenmitglied des ABA Fachverbandes profitieren, dies beispielsweise durch ihre engagierte Begleitung sowie durch zahlreiche Publikationen, die bei der Weiterentwicklung von Konzeptionen äußerst hilfreichen waren und sind. So erschien beispielsweise 1988 beim ABA Fachverband ihr Buch „Teenies – Aufzeichnungen über Lebenswelten 10-14-Jähriger in pädagogischer Absicht“. (1) Bis heute kann „die Szene“ der Offenen Arbeit von ihrer beachtlichen Veröffentlichung „Offene Arbeit mit Kindern – (k)ein Kinderspiel: Erklärungswissen und Hilfen zum methodischen Arbeiten“ profitieren. Das Buch erschien 1997 beim Votum-Verlag in Münster. Nachdem es vergriffen war, konnte es mit Hiltrud von Spiegels Unterstützung „dauerhaft“ als Arbeitshilfe im ABA-Netz untergebracht werden. (2)

Methodisches Arbeiten in der Sozialen Arbeit, Qualitätsentwicklung, Qualitätssicherung und Selbstevaluation sind im Laufe der Zeit zunehmend ihre wichtigsten Themen geworden. Ihre Dissertation erschien 1993 beim Votum-Verlag unter dem Titel „Aus Erfahrung lernen: Qualifizierung durch Selbstevaluation“. Mit diesem Thema, nämlich mit einen „Leitfaden für Selbstevaluationsprojekte in 18 Schritten“, beteiligte sie sich ebenfalls an dem Buch „Evaluation Sozialer Arbeit“ (3). Profiliert hat sie sich vor allem auch mit ihrem „Standardwerk“ „Methodisches Handeln in der der Sozialen Arbeit“ (4), mit dessen Überarbeitung und Erweiterung sie augenblicklich befasst ist.

Darüber hinaus gibt es ihrerseits eine Reihe weiterer Veröffentlichungen, die sich diesen Themen widmen. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang sind gewiss die „Erfahrungsberichte aus der Sozialen Arbeit“ unter dem Titel „Mythos Qualität“. (5) Quasi „selbstredend“ war sie auch am „Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit“ (6) sowie am „Wörterbuch Soziale Arbeit“ (7) beteiligt.

Im ABA Fachverband war sie von 1989 bis 1997 im Vorstand aktiv. In dieser Zeit lagen ihr auch die Belange der ABA-Regionalarbeitsgemeinschaft Ostwestfalen-Lippe am Herzen. Die Arbeitsgemeinschaft wurde von ihr auf außerordentlich fruchtbare Weise begleitet. Die konzeptionell-inhaltliche Profilbildung und Weiterentwicklung des Verbandes war ihr stets ein wichtiges Anliegen. Bis heute unterstützt sie den Verband als Mitglied des Fachbeirats, dem sie nach ihrem Wechsel als Professorin an die Fachhochschule Münster beitrat. Hierbei bringt sie sich für den Verband immer wieder fruchtbar ein.

Der ABA Fachverband macht von der Möglichkeit einer Ehrenmitgliedschaft selten Gebrauch. Vorstand und Mitarbeiter des Verbandes möchten Hiltrud von Spiegel auf diese Weise danken. Sie sind der einhelligen Auffassung, mit Hiltrud von Spiegel eine ausgezeichnete Wahl getroffen zu haben.

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Fußnoten

(1) Das Buch ist lange vergriffen, soll aber demnächst über das ABA-Netz als Archivmaterial wieder zugänglich gemacht werden.

(2) Dort ist es erreichbar über „NAGEL-Redaktion“ -> „Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“. Bei der Einstellung in Netz (2008) sind einige Hinweise im Text aktualisiert worden.

(3) K. Heil, M. Heiner et al.: Evaluation Sozialer Arbeit, Frankfurt am Mai 2002

(4) Hiltrud von Spiegel: Methodisches Handeln in der Sozialen Arbeit: Grundlagen und Arbeitshilfen für die Praxis, 2. Auflage 2006, Reinhardt Verlag, München

(5) Friedrich Maus und Michael Beilmann (Hg.): Mythos Qualität – Erfahrungsberichte aus der sozialen Arbeit, VWB Verlag 2000, Berlin

(6) Ulrich Deinet und Benedikt Sturzenhecker (Hg.): Handbuch Offene Kinder- und Jugendarbeit, 3., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage 2005, Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden

(7) Dieter Kreft und Ingrid Mielenz (Hg.): Wörterbuch Soziale Arbeit: Aufgaben, Praxisfelder, Begriffe und Methoden der Sozialarbeit und Sozialpädagogik, 6., überarbeitete und aktualisierte Auflage 2008, Juventa Verlag, Weinheim

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