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Der ABA-BLOG

Hier halten wir Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Einträgen zur Offenen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie haben was zu sagen? Wir machen es im Netz bekannt!

Grundsätze der Politikberatung für die kommunale Jugendlobby

Marco Althaus

Jugendpolitik ist ein Politikfeld wie andere auch: Politische Interessen werden organisiert, artikuliert, vermittelt und vertreten. Interessengruppen rangeln um Geld, Rechtsetzung und Aufmerksamkeit der Politik. Sie versuchen Schaden abzuwenden, der ihnen von der Politik droht, und Argumente für legitime Forderungen vorzubringen. Sie knüpfen Beziehungsnetze, bauen Druck auf und tun all das, was Lobbyisten1 in einem pluralistischen Gemeinwesen eben tun. Im besten Fall erledigen sie dies nicht ohne das Ziel, Politik substanziell zu beraten. Sie bieten handlungsrelevantes Expertenwissen an, das öffentliche Entscheidungen verbessern hilft. Ergo: Jugendpolitik wird besser, wenn die Jugendlobby gute Politikberatung liefert.

So einfach könnte es sein! In der Praxis hadern Träger der Jugendarbeit und ihr Personal mit dieser Aufgabe. Sie fühlen sich überfordert, unverstanden oder ausgegrenzt. Sie bescheinigen sich mitunter selbst öffentliche Wirkungslosigkeit und Politikunfähigkeit. Sie verdächtigen sich selbst unzulässiger Vermischung anwaltschaftlicher Interessenvertretung für die Jugend mit eigenen institutionellen, finanziellen und personellen Interessen. Sie zweifeln an ihrem fach- oder berufspolitischen „Mandat“ (als ob ihnen irgendwer eines geben könnte außer ihnen selbst). Im Hintergrund wabert die Evergreen-Kontroverse um die „Politisierung“ der Profession. All das erweckt den Eindruck, dass robuster Jugendpolitikarbeit vor allem der eigene Habitus im Weg steht. Nichts gegen Reflexion und Selbstkritik, im Gegenteil. Aber es gibt nur wenige Interessengruppen, die so viel an ihren Skrupeln leiden, statt Lobbyarbeit als Grundrecht zu begreifen und praktische Aufgaben in Angriff zu nehmen. Das Gemeinwohl wird zudem sicher keinen Schaden nehmen, wenn Jugendarbeit bessere Lobbyarbeit macht.

Den kompletten Text „Grundsätze der Politikberatung für die kommunale Jugendlobby“ von Marco Althaus finden Sie hier: Althaus_2017_Kommunale_Jugendlobby

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18. Landeskonferenz der Spielplatzpaten NRW im ABA Fachverband am Samstag, 18. November 2017, in Essen

© Emanuela Danielewicz

Sandra Borgmann, Schauspielerin aus Hamburg, ist ehrenamtliche Botschafterin der Spielplatzpaten im ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Bei besagter Konferenz wollte sie gern anwesend sein, war leider aufgrund eines kurzfristig geplanten Drehtermins in Prag verhindert. Allerdings ließ sie es sich nicht nehmen, einen Brief an die Teilnehmer_innen der Konferenz zu schreiben. Dieser wurde während der Veranstaltung verlesen und stieß dort auf große Beachtung. Etliche Leute haben uns darum gebeten, den Brief zur Verfügung gestellt zu bekommen, zumal er hilfreiche fachliche und fachpolitische Inhalte enthält. In Absprache mit Sandra Borgmann kommen wir diesem Wunsch gern nach. Das Foto ist übrigens von Emanuela Danielewicz; zu finden ist es auch auf frisch produzierten Karten mit einem Zitat von Sandra Borgmann („Im Spiel wird das Leben geformt.“). Entworfen hat die Karten die Designerin Melanie Albers aus Münster. Dank von hier aus auch an Melanie Albers und Emanuela Danielewicz für ihre wunderbare Arbeiten!

Die Karten (unten abgebildet) können übrigens über den ABA Fachverband kostenlos bezogen werden (gewünschte Stückzahl nicht vergessen!): ABA Fachverband Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Clarenberg 24, 44263 Dortmund, 0231/985 20 53, oscar.borkowsky@ABA-Fachverband.org

Die Resolution „Kein Rückbau von Spielflächen“ (ursprünglich von der Deutschen Gartenamtsleiterkonferenz/GALK sowie des Beirats des Bündnisses „Recht auf Spiel“ verabschiedet) in der aktualisierten – durch ABA Anmerkungen ergänzten – Version, durch die 18. Spielplatzpatenkonferenz (18.11.2017) einstimmig beschlossen, findet sich hier: Kein Rückbau von Spielflächen.

Hier also nun die Zeilen, die uns Sandra Borgmann kurz vor der 18. Landeskonferenz der Spielplatzpaten aus Prag zugesandt hat: „Gerne wäre ich heute dabei – bei Vorträgen, Exkurs und Gesprächen über die Zukunft urbaner Spielräume, anstatt, wie es jetzt der Fall ist, in einem Prager Waldstück einen Mann umzubringen … Interessanterweise wenden wir uns in Prag dem anderen Ende der Leine zu: einer Gruppe von Delmenhorster Chormitgliedern, die im tschechischen Exil zusammenlebt, weil sie sich zu Hause von ihrer Rente keinen selbstbestimmten Lebensraum mehr leisten kann.

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Spielplatzinitiative Diepenpark verleiht Goldenen Conrad

© ABA Fachverband

Am Sonntag den 08.10.2017 feierte die Spielplatzinitiative Diepenpark ein kleines Erntedankfest im Nachbarschaftspark Diepental in Düsseldorf-Gerresheim. Das BEMIl (Bewegungs- und Ernährungsmobil) vom ABA Fachverband war zu Gast. Die Kinder konnten Äpfel mit der Apfelschälmaschine schälen und Gemüsespieße selber herstellen. Für große Begeisterung sorgte auch die Bewegungsbaustelle und verschiedene andere Spielmöglichkeiten des BEMIL. Seit einiger Zeit hat die Spielplatzinitiative ein Maskottchen , den Conrad.

Zum ersten Mal hat die Spielplatzinitiative jetzt den Goldenen Conrad verliehen . Er wird ab sofort jedes Jahr an Personen oder Gruppen verliehen, die die Initiative in besonderen Maße unterstützt haben. Der Goldene Conrad 2017 wurde an Karin Lehmann von der Kath. Kita St. Maria v. Frieden verliehen. Frau Lehmann unterstützt die Initiative seit der Gründung vor 17 Jahren, insbesondere bei Festen und bei der Organisation und Durchführung der Dreck-Weg-Woche.

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Wohin geht die Reise der Offenen Kinder- und Jugendarbeit?

Eine Publikation des Sprecherrates im ABA Fachverband e.V.

Offene Kinder- und Jugendarbeit wirkt! Dennoch ist es eine besondere Herausforderung, diese Wirkungen zu messen. Offene Kinder- und Jugendarbeit verändert sich! Aber wohin die Reise geht, ist noch offen. Daher hat der Sprecherrat des ABA Fachverbandes sich zum Ziel gesetzt, folgende Stellungnahme zu Wirkungen und Veränderungen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zu formulieren. Die Publikation richtet sich in erster Linie an Mitarbeiter_innen von Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, also Kinder- und Jugendzentren, Abenteuerspielplätze und Kinderbauernhöfe, Spielmobile, Spielplatzpatenschaften, Institutionen kinderfreundlicher Stadtplanung sowie andere offene Spiel- und Bildungsräume.

Leistungen und Wert der Offenen Kinder- und Jugendarbeit

Zahlreiche Studien stellen die positiven Auswirkungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit auf die Lebensläufe von jungen Menschen dar (z.B. Arbeitskreis G5 2010, Deinet/Sturzenhecker 2013, Lindner 2009). Als zentrale Leistungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gelten allgemein die umfassende Ermöglichung und Begleitung von Persönlichkeitsentwicklung sowie die Förderung von Demokratiebildung bei jungen Menschen. Die Besucher_innen von offenen Kinder- und Jugendeinrichtungen erwerben grundlegende personale, soziale und weitere Kompetenzen. Zudem stärkt die Offene Kinder- und Jugendarbeit junge Menschen in ihren Fähigkeiten, Krisen zu bewältigen (Förderung von Resilienz). Offene Einrichtungen sind darüber hinaus in der Lage, flexibel auf kurzfristige gesellschaftliche und lokale Herausforderungen zu reagieren. Aus Sicht des ABA-Sprecherrates werden diese Leistungen in erster Linie durch die Bereitstellung von Freiräumen und den Aufbau von Beziehungen zwischen Mitarbeiter_innen und Besucher_innen offener Einrichtungen erbracht. Zum Positionspapier …

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Fax 0231/98 52 055
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